Eisenach Online

Werbung

Leserbrief von Gisela Rexrodt zu BFE

Leserbrief

Zum Bericht des Fraktionsvorsitzenden der Bürger für Eisenach (BfE) über die geleistete Arbeit der letzten Legislatur möchte ich mich mit allem Nachdruck zu folgenden Sätzen der Berichterstattung äußern, da an dieser Stelle entweder bewusst nicht die Wahrheit gesagt wird oder man tatsächlich alles vergaß bzw. verdrängen möchte:“Als Abgeordneter fühle ich mich dennoch missbraucht, weil einige Entscheidungen im Stadtrat durch einen einzelenen Abgeordneten, der einen finanziellen Vorteil dadurch hatte, herbei geführt wurden. Entscheidungen wären im Stadtrat sicherlich anders ausgegangen, wenn die Beratertätigkeit bekannt gewesen wäre.“
Zur Erinnerung an alle, die sich nicht erinnern möchten: Im Februar 2011 erklärte Herr Köckert während einer Bürgerversammlung in Neukirchen öffentlich, dass er einen Beratervetrag hat. Für den Fall, dass von den BfE keiner daran teilgenommen hatte – es wurde darüber ausführlich in der Presse berichtet. In der Stadtratssitzung vom Mai 2011 wurde nach den Beraterveträgen des Herrn Köckert konkret nachgefragt und der damalige Oberbürgermeister antwortete allen Stadtratsmitgliedern, also auch den BfE, unter anderem: „Es wird darauf verwiesen, dass sich die Beratertätigkeit des Herrn Köckert und die Interessen der Stadt … deckungsgleich gestalten.“
Auch wirkt es sehr befremdend, wenn die BfE „nur von Verfehlungen nach dem derzeitigen Stand“ sprechen. Herr Kliebisch, Kandidat der CDU, fand hier klarere Worte: Es handelt sich um eine Straftat. Die Bürger, die auch Wähler sein werden, wünschen eine klare Ansage, wie man sich zu dem positioniert, was da geschehen konnte, obgleich es alle wussten. Dass eine solche klare Haltung nicht immer leicht ist und auch Unangenehmes mit sich bringt, weiß ich sehr wohl und habe dennoch nicht gescheut, diesen steinigen Weg zu gehen.

Gisela Rexrodt
Fröbelstraße 9
99817 Eisenach

Rainer Beichler |

Werbung
Top