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Opel-Entscheidung

»Das ist ein exzellenter Tag für Opel und besonders für Eisenach sowie die gesamte Region.” Das sagte Oberbürgermeister Matthias Doht zu der Donnerstag von Opel-Chef Nick Reilly bekanntgegebenen Entscheidung, dass der neue Kleinwagen im Eisenacher Werk gebaut werden soll. »Nachdem wir so lange durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen sind zeigt sich nun, dass sich der Einsatz gelohnt hat”, so Doht weiter: »Opel-Beschäftigte, Landesregierung, Stadtverwaltung und die Eisenacher Bevölkerung haben hart darum gekämpft, dass der Standort Eisenach eine längerfristige Perspektive hat. Nun hat sich dieser Wunsch erfüllt.” Der OB dankte gleichzeitig allen, die sich für Opel vor und hinter den Kulissen eingesetzt haben.

Mit der Entscheidung, den Kleinwagen (interner Arbeitstitel: »Junior”) in Eisenach zu bauen, hofft die Region nun darauf, dass auch die örtliche Zulieferindustrie profitiert. OB Doht: »Es wäre gut, wenn Opel hier eine größere Fertigungstiefe bekommen würde. Einige Zulieferer stehen Gewehr bei Fuß und wären bereit, Aufträge zu übernehmen.” Nick Reilly betonte, dass es auch seine Intention ist, möglichst regionale Zulieferer in die Produktion in Eisenach einzubinden. Der OB verwies dabei auch auf die über 110jährige Tradition des Automobilstandorts Eisenach: »Wenn der neue Kleinwagen mehr Teile aus der Region enthält, wird man sagen können: dieses Auto ist exklusiv aus Eisenach. Dann sind wir nicht mehr nur Automobilstadt, sondern auch Opel-Stadt”.

Der OB sicherte den Opelanern überdies zu, dass die Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben machen wird, falls beispielsweise Baugenehmigungen nötig werden. Und er hoffe, dass der neue Kleinwagen so weiterentwickelt wir, dass er auch mit Elektro-Antrieb ausgestattet wird. Dazu soll auch im universitären Forschungsbereich ein regionales Netzwerk entstehen.

Die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Eisenach, Regina Müller, begrüßt die Entscheidung der Opel-Geschäftsführung.

«Das ist wirklich eine gute Nachricht für alle Opelaner, für die ganze Stadt und ganz Westthüringen.» Damit kann Eisenach aufatmen, schließlich stand die Schließung des Standorts auch schon in der Diskussion. «Jetzt sind zum Glück alle Weichen für eine gute Zukunft des Werkstandorts gestellt», erklärte Müller.

Der parteiübergreifende Kampf für den Standort hat sich gelohnt, so die Fraktionsvorsitzende. Zugleich habe Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) mit der Zusage einer maximalen Investitionsförderung – sollte Eisenach den Zuschlag für das neue Modell erhalten – auch deutlich gemacht, wie wichtig der CDU das Werk und seine Mitarbeiter sind.

«Eisenach hat eine über 110 Jahre lange Automobiltradition und mit der frohen Botschaft weiterhin eine Zukunft», kommentiert Müller.

Mit dem „Junior“ erhält die 1992 eröffnete Autofabrik neben der Corsa-Produktion ein zweites Standbein und damit eine solidere Auslastung. «Das ist wichtig für die gesamte Region», so die Stadträtin. Schließlich ist damit ein wichtiges industriepolitisches Signal in Westthüringen gesetzt worden, von dem auch Zulieferer und Händler profitieren werden. Opel ist und bleibt ein wichtiger Leuchtturm für diese Stadt, letztlich hängen an dem Standort auch alle Bewohner und jeder Einzelhändler daran.»

Die CDU im Stadtrat stehe nun einmal wie keine andere Partei für die Stärkung der Wirtschaftskraft von Eisenach. Schließlich finden sich in ihren Reihen, auch im Stadtrat, viele Mittelständler. Mit den im Stadtrat mit getroffenen Entscheidungen zur Sanierung der Adam-Opel-Straße und dem Bau der Nicolaus-Otto-Brücke habe die Fraktion ihre Stimme auch für bedeutsame Infrastrukturprojekte, die Opel und ganz Eisenach nützen, gegeben.

Rainer Beichler |

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