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Rassismus kein Podium bieten!

Martina Renner, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, ist empört, über eine am Donnerstag in einer Buchhandlung in Eisenach stattfindende Veranstaltung unter dem Titel «Sarrazin lesen. Völlig inakzeptabel oder die lange verschwiegene Wahrheit?».

«Rassistischen Äußerungen und Referenten der extremen Rechten darf kein Podium geboten werden. Ich fordere den Inhaber der Eisenacher Buchhandlung auf, die Veranstaltung abzusagen. Die eingeladenen Referenten sind führende Aktivisten der extremen Rechten, keine harmlosen Publizisten. Das neu-rechte Institut für Staatspolitik verbreitet rassistische, antidemokratische und nationalistische Propaganda. Solch eine Veranstaltung ist Wasser auch auf die Mühlen der neonazistischen NPD», so Renner.

Die angekündigten Referenten Erik Lehnert und Felix Menzel sind führende Aktivisten der extremen Rechten. Lehnert leitet das extrem rechte ‚Institut für Staatspolitik’, Menzel verantwortet die extrem rechte Internetzeitschrift «Blaue Narzisse». Sowohl das «Institut» als auch die Zeitschriften «Sezession» und «Blaue Narzisse» sowie die beiden Referenten gehören zum engsten Umfeld der «Jungen Freiheit», dem Zentralorgan der sogenannten «Neuen Rechten».

Lehnert und Menzel wollen auf der Veranstaltung die dünne Broschüre «Der Fall Sarrazin. Eine Analyse», erschienen beim «Institut für Staatspolitik», vorstellen. Darin beziehen sich die Autoren positiv auf die rassistischen und sozialdarwinistischen Thesen Tilo Sarrazins. Durch ihn seien rassistische Äußerungen endlich wieder «sagbar geworden», befinden sie.

«Sollte diese rassistische Veranstaltung stattfinden, hoffe ich auf einen deutlichen Protest der Bürgerinnen und Bürger aus Eisenach», sagt Martina Renner.

Rainer Beichler | | Quelle:

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