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„Tür an Tür mit Rechtsextremisten“

„Flieder-Volkshaus“ ist zentraler Veranstaltungsort der NPD

Das „Flieder-Volkshaus“ der NPD in der Eisenacher Katharinenstraße hat sich zu einem bedeutenden Veranstaltungsort der rechtsextremistischen Szene entwickelt. So waren seit dessen Bestehen bis zum August 2016 29 Veranstaltungen zu verzeichnen. Dies geht aus einer Anfrage des Abgeordneten Raymond Walk (CDU) an die Thüringer Landesregierung hervor. Seitdem gab es aber noch zahlreiche weitere Veranstaltungen, so zum Beispiel den Auftritt der mehrfach verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck im Dezember vergangenen Jahres.

Das Spektrum reiche von nichtöffentlichen Veranstaltungen, wie Liederabende, Konzerte rechtsextremer Bands bis zu politischen Vorträgen und Parteiveranstaltungen. Daneben veranstalte die NPD regelmäßig „Familienfeste“ und „Tage der offenen Tür“ in den Räumlichkeiten sowie vor dem „Flieder-Volkshaus“. Einige Veranstaltungen richteten sich dabei an ein breites Publikum, um Anreize für den Einstieg in das rechtsextremistische Spektrum zu geben.

Es darf nicht zur Normalität werden, „Tür an Tür“ mit den Rechtsextremisten zu leben. Zwar haben wir in Eisenach das gut funktionierende „Bündnis gegen Rechts“. Dennoch halte ich es für wichtig, dass auch demokratische Politiker und die Medien wieder stärker über die Vorgänge rund um das Flieder-Volkshaus aufklären, so Walk.

Mit dem „Flieder-Volkshaus“ betreiben Rechtsextremisten eine Lokalität, die als Landesgeschäftsstelle der NPD und für deren Veranstaltungen genutzt wird. Die Landesregierung bewertet es als Treff- und Sammelpunkt der rechtsextremistischen Szene. Die Bedeutung der Immobilie würde trotz überwiegend regionaler Bedeutung auch für Veranstaltungen mit überregionaler Beteiligung genutzt, wie durchgeführte Schulungen und Bundesvorstandssitzungen zeigten. Darüber hinaus diene das Objekt aber auch als Schnittstelle zum bürgerlichen Spektrum, so die Landesregierung.

Ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung des Rechtsextremismus ist der Verfolgungsdruck durch unsere Ermittlungsbehörden, die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ordnungsamt, Staatsanwaltschaft und Gericht. Aber auch jeder einzelne ist gefragt. Es reicht eben nicht, sich allein auf die Aktivitäten des „Bündnis gegen Rechts zu verlassen, so Walk abschließend.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Beschämter Bürger

    Auch wenn es weht tut, wie konnte es überhaupt zum Erwerb der Immobilie durch diese Personengruppe kommen? Mit etwas Ideenreichtum hätte man dies sicher verhindern können. Da man aber in Eisenach leider noch immer eher gegen, als miteinander arbeitet, muss man sich über solche Ergebnisse nicht wundern. Traurig, aber Realität!

  • Stadtbewohner

    Wohl war, bei aller berechtigten und notwendigen Konzentration auf Bedrohungen durch den Islamismus darf man rechts- und linksextreme nicht aus dem Blick verlieren und sollte diesen braunen Sumpf im lila Haus endlich trockenlegen. Wie steht es noch gleich um das NPD-Verbotsverfahren?

  • Peter

    Warum das Theater es gibt doch meines Erachtens dort keinen Ärger, treffen tun sie sich sowieso wenn nicht da dann wo anderst.
    Politisch Probleme gibt es genug es sollte da mal angepackt werden und nicht nur nölen

    • Jakob

      Von wegen „keinen Ärger“. Der Ärger besteht bereits darin, dass sich diese unerwünschten NPD-Typen in unserem schönen Eisenach treffen und damit unseren guten Ruf beschädigen. Diese bornierten Braunen stehen außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Es ist ja vor allem nicht so, dass es sich nur um Leute handelt, die harmlos über Politik diskutieren. Das Problem bei diesen Nazis ist doch, dass es sich bei denen so oft um Gewalttäter, Vorbestrafte und in jedem Fall um ganz unangenehme Typen handelt, die man nicht in seiner Nachbarschaft haben möchte. Dieser grauenhafte Patrick Wieschke hat doch seine eigene Familie verprügelt, mehrfach. Ich hätte Angst um meine Kinder und würde diese in der Umgebung des braunen Hauses, also im Prinzip in diesem Stadtteil, nicht unbeaufsichtigt im Freien spielen lassen. Erst neulich wurden wieder engste Verbdinungen dieser Typen in das Kinderschändermillieu aufgedeckt. Solche Typen braucht Eisenach nicht. Jeder, der sich als Teil dieser Gesellschaft sieht, sollte alles versuchen, um diese NPD zu vergrämen. So lange, bis es denen zu doof wird und sie sich irgend einen verlassenen, verfallenen Barackenbauernhof auf dem flachen Land suchen, um sich dort zum Saufen und Grölen zu treffen.

  • Mormon

    Einer aus dem Innenministerium beschwert sich über rechtsextreme Aktivitäten. Ich lach mich schlapp.

  • vigilando ascendimus

    Das sogenannte „Flieder-Volkshaus“ ist gewiss ein politisches Ärgernis. Eis wird ganz bestimmt vom Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Landesamt für Verfassungschutz von deutschen Polizeien und in- und ausländischen Geheimdiensten umfassend überwacht, oder?

    Insoweit ist es mir schon ein Rätsel, warum man der NPD immer noch keine gerichtsfeste Verfassungsfeindlichkeit nachweisen kann.

    Aufgrund des Erstarkens der etwas moderateren AfD wird die NPD ohnehin in Deutschland, in Thüringen und auch in Eisenach, bei den nächsten Wahlen in die politische Bedeutungslosigkeit versinken. Warum rückt die Eisenacher CDU mit obiger Pressemitteilung die sich politisch auf dem absteigenden Ast befindliche NPD wieder in das öffentliche Bewusstsein?

    Die Gefahren für Freiheit und Wohlstand unseres Landes sind doch gegenwärtig von anderer Seite viel akuter. In Thüringen und Eisenach hatte schließlich die SED (PDS-Linkpartie-Die Linke) bei den letzten Wahlen fast 30 % der zur wahlgehenden Bürger hinter sich. Fasst man dies mit dem mehr als 20 %igen Wählerpotential der AfD zusammen, wird doch eigentlich klar, wo die Gefahren für Freiheit und Demokratie und Wohlstand wirklich liegen.

    Und stellt man sich nun vor, das zahlreichen heutige sogenannte „Sozialdemokraten“ und „Grüne“ sich auch im Bund nach dem Thüringer „Vorbild“ zu Steigbügelhaltern der SED-Kommunisten machen wollen (Ebert, Noske, Ollenhauer, Brandt und Schmidt drehen sich im Grabe herum), sollte die CDU in Eisenach mal von ihren roten „Kuschel“-Kurs abrücken und sich am ernstzunehmenden Feind von Freiheit und Wohlstand abarbeiten!

    • Jakob

      Man hört zwischen den Türen, dass die NPD wohl nicht verboten werden wird. Der reale Einfluss und die reale Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung seien derart gering, dass diese zu vernachlässigen seien.

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