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Anja Müller: Unsinnige weitere Studie zur Windenergienutzung in Thüringen

Es ist „nicht nachvollziehbar“, aus welchem Grund Landrat Krebs in der vergangenen Woche bei der Planungsversammlung für eine Neue ergänzende Windkraftstudie gestimmt hat. Damit verschwendet er Gelder des Landkreises, ist Anja Müller /MdL, überzeugt.

Wie Müller weiter informiert, sei der Stand der technischen Entwicklung und die aktuelle Rechtsprechung zu harten und weichen Standortfaktoren bereits jetzt berücksichtigt worden, ebenfalls die möglichen Strommengen und die neusten Entwicklungen bei der Ausgestaltung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG).

Für die Planungsregion Süd-Westthüringen besteht ein beschlossener Regionalplan, der keiner Neuerung bedarf. Insgesamt kostet die neue Studie zur Windenergie allen Planungsgemeinschaften 80.000 €. Spannend ist auch, dass die aktuelle Studie zur Windenergie bereits im Oktober 2013 von der letzten Landesregierung CDU/SPD in Auftrag gegeben worden war.

Die Studie, welche die Firma Döpel Landschaftsplanung aus Göttingen erstellt hat, wurde im Februar fertiggestellt und den Regionalen Planungsgemeinschaften am 22. April als Grundlage für die Teilpläne Wind übergeben. Bereits seit 1996 hat diese Firma für die CDU-geführten Landesregierungen an der Potentialermittlung von Windenergie in Thüringen gearbeitet, warum gerade jetzt die CDU an der Fach- und Sachkompetenz der Firma zweifelt, kann nicht nachvollzogen werden. Hier auf Zeit zu spielen, ist der falsche Weg, da mit laufenden Genehmigungsverfahren, entsprechend der Rechtslage, Windkraftanlagen auch außerhalb der vorgesehenen Vorranggebiete entstehen können, betont die LINKE-Politikerin. Auf die Pressemitteilung „Vorrangbereich für Gewerbe empfohlen“ (STZ vom 12.12.2015), der Stadt Geisa, sagt Müller, dass Gewerbegebiete nicht grundsätzlich auszuschließen sind und das Naturschutz und andere Gesetzte, in sich schon Einschränkungen darstellen. Insofern ist die Debatte Windkraft im Biosphärenreservat ziemlich weit hergeholt und parteipolitisch motiviert, so Müller abschließend.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Hans Klemm

    Es ist schon irgendwie verrückt: die eine Seite unserer Bürger will diese Windkraftanlagen, die andere
    nicht! Langsam müsste sich doch herumgesprochen haben, welche allgemeinen Vor- und Nachteile die besonders leicht zu nutzende Windkraft zur notwendigen Energiegewinnung bestehen. Natürlich nutzt
    man in erster Linie die mal mehr und mal weniger vorhandene kostenlose Antriebskraft des Windes, um eine Umwandlung von Bewegungs- in die Elektroenergie zu erreichen, die frei von einer Belastung unserer Atmosphäre ist und dabei auch keinen Abfall erzeugt! Somit scheint diese Nutzung ein riesiger Vorteil zu sein, da sie normalerweise für uns, im Gegensatz zur Atomenergie und auch für die Umwelt, nicht die Gefahr bedeutet, die durch die Verbrennung von Gas oder Kohle entsteht. Die immer wieder auftretende Polarisierung des strittigen Themas zeigt, dass durch die Befürwortung sowie die Ablehnung bisher kaum eine gemeinsame Strategie erreicht werden kann.

    Die hohe staatliche Förderung überrascht ohnehin, weil die energetische Ausbeute der in den
    Himmel ragenden „Windmühlen“ relativ gering ist. Ein Blick z.B. von der „Wartburg“ über die Stadt verrät, dass sich am Horizont bereits fast 30 Stück (!) dieser Sorte das bisherige naturelle Landschaftsbild gewaltig veränderte, nicht unbedingt zum Vorteil, wobei die in der Nähe wohnenden Bürger vom Konzert der tiefen, kaum hörbaren Töne, die aber die jeweiligen Körper registrieren (auch „Infraschall“ genannt), bereits gesättigt sein dürften. Auch verschiedene Vögel müssen bei einer falschen Wahl ihrer Flugrouten ständig mit einer Verkürzung der Lebensdauer rechnen. Die Immobilienpreise der sich in der Nähe befindlichen Wohnanlagen rutschen in den Keller, weil mit dem jeweiligen Bau auch die bis dahin vorhandenen Naturflächen plötzlich versiegelt sind, usw..

    Fazit: Wenn spezialisierte Planungsbüros und die verantwortlichen Behörden gleich richtig gut
    zusammenarbeiten und nicht zuerst an die unterschiedliche Parteienzugehörigkeit denken, wie es im oben genannten Fall wohl passierte, dürfte es doch nur eine kostengünstige gemeinsame Lösung
    für Mensch, Umwelt und Landschaft, fernab von direkten Wohngebieten geben!

    • Christian

      Sie haben recht, es ist schon irgendwie verrückt, wir wollen es und dann doch wieder nicht.
      Liegt das jetzt an den wankelmütigen Menschen oder an der Sache selbst, die eben nicht so positiv ist, wie sie verkauft wird?
      Ich empfinde die ganze Energiewende als Wende der Wirtschaft hin zur Ausbeutung der Ängste die der Klimawandel heraufbeschwört. Der ökologische Nutzen ist dabei jedoch dem ökonomischen stets untergeordnet – und genau hierbei ist das Problem. Wir bekommen nicht das, was uns verkauft wird, nicht die perfekte, saubere Energie, sondern wir bezahlen, damit andere Geld verdienen.
      Das fängt bei Subventionen für die Erzeugung von Raps/Maisschrot etc an, geht über die EEG Umlage (jaja, ich weiß, ist keine Subvention in dem Sinne, hier zahlt der Bürger direkt) und hört bei Biospritt mit Palmöl auf.
      Momentan haben wir den Stand, dass durch den Abbau der Atomindustrie eine Lücke entstanden ist, die irgendwie gefüllt werden muss, damit unsere Wirtschaft nicht Schaden nimmt. Somit wird Strom eingekauft und mehr Kohle gefördert. Da die Kohle jetzt die CO2 Bilanz nach oben verschlechtert, müssen wir mit Biospritt nachbessern – dieser stammt aber aus dubiosen und zu 80-90% AUS NICHT REGENERATIVEN QUELLEN! Das heißt, hier wird Regenwald für Palmölplantagen abgeholzt so viel wie geht, jeder Meter ist bares Geld aus Europa. Das heimische Rapsöl, gezüchtet mit Dünger aus der Erdölindustrie ist dabei noch vergleichsweise harmlos. Die Windkraftanlagen produzieren zwar gut Strom, kosten aber Miliarden, die geschickt der kleine Bürger aufgelegt bekommt, bringen Vögel um, stören die Landschaft und produzieren nur einen Bruchteil des benötigten Stromes.

      Das Alles ist nichts weiter als Lug und Trug! Im Moment verbessern wir das Klima um kein Stück, ich würde sogar sagen, wir verschlechtern es maßgeblich!

      Der so schnelle Ausstieg aus der Atomenergie war falsch und der zweite Fehler nach dem Einstieg in selbige. Mit der Kohle sieht das nicht anders aus. Wir haben einfach keine funktionierenden Alternativen, auch wenn das immer wieder gesagt wird.

      Und wissen Sie, was das Schlimmste ist? – das Alles wäre nicht mal nötig. Denn worum geht es denn eigentlich, um Energie oder Energiespeicher? Energie können wir vielfach erzeugen aber Energie speichern das können wir nicht gut. Darum greifen wir ja auf die Natur zurück, mit ihren fossilen Energiespeichern, pflanzlichen Ölen Zuckern und Cellulosen. Und auch Uran ist im Grunde nichts weiter als ein Energiespeicher.
      Seit 1902 kennen wir den sog. Sabatier-Prozess zur Erzeugung von Methan aus Wasser und Luft. Heute wird das System als innovativ und neu als Power-to-Gas verkauft und eher als Speicher für zu viel erzeugtes CO2 angesehen. Seit 1918 das Haber-Bosch Verfahren zur Erzeugung von Ammoniak – einem Energiespeicher, den wir als Dünger bereits im großen Maßstab einsetzen. Seit neuestem können wir auch reinen Wasserstoff langfristig sicher speichern… Was meinen Sie könnte man mit nur 1 Milliarde Euro hier alles umsetzen? Gerade in Zusammenarbeit mit an Sonnenenergie reich gesegneten Ländern?

      Das Problem ist: unsere Wirtschaft (nicht nur die Automobilwirtschaft) ist abhängig von den gegenwärtigen Verhältnissen. Die Energie- und Erdölindustrie ist zudem viel zu mächtig und wird alles tun um eine Abkopplung der Wirtschaft von ihrem Treibstoff zu verhindern. Ich befürchte, wir werden nicht mehr erleben, dass unsere Welt besser wird, solange die Menschen die in ihr leben nicht klüger und besser werden.

      • Felix Berg

        Sehr guter Beitrag. Wir stellen Produkte her die bewusst nicht lange halten und verschleudern quasi Energie. Wir schüren Ängste im Volk auf das es die Brieftasche öffnet. Im Prinzip geht es darum Bürger in unsinniger Produktion festzuhalten, da uns nichts anderes einfallen will das Leben zu achten und mit der Natur wieder in Einklang zu bringen. Muss es alle 14 Tage ein neues Smartphone sein und alle 2 Jahre ein neuer SUV? Warum liegen Ländereien brach und wir führen Kartoffel ein? In der Natur liegen viele Arbeitsplätze, wir könnten nahezu alles vor Ort produzieren, keine müsste mehr 150 zum Arbeitsort fahren, die Straßen wären leer und es bräuchte nicht jeder alle paar Monate ein neues Automodell. Im Kern ist es die Gier weniger die den Planeten zerstört. Da aber zu gerne jeder ein Stück vom Kuchen haben will tun wir uns schwer praktisch für den Erhalt der Welt einzusetzen.

        • Beobachter

          Das Unsinnigste sind ja doch Ihre Kommentare, so unsinnig kann keine Produktion sein! Teilweise Wahrheiten mit unsinniger Polemik und Panikmache!

          • Felix Berg

            Warum hält ein Mixer nicht mehr Lebenslang, der Fernseher, die Wäsche, die Schuhe, Spielzeug, Möbel usw. Weil eben keine Haltbarkeit mehr gegeben ist macht es keinen Sinn über Klima und Umwelt zu reden. Das ist keine Polemik und keine Panik, so ist unser täglich leben. Wir sind eine Wegwerfgesellschaft mit Spaßfaktor. Am Gebetende steht nicht mehr das Wort Amen, dafür übergroß – GELD.

  • Landkreisbewohner

    Frau Müller sollte sich endlich mal zu Herzen nehmen, dass sie sich nur zu Themen äußert, von denen sie auch Ahnung hat. HIer werden verschiedenste Sachverhalte für populistisches CDU-Bashing zusammengewürfelt während sie sich gleichzeitig über angebliche parteipolitische Motivationen anderer aufregt. Peinlich, Frau Müller. Einmal mehr.

  • Christian

    Für Menschen, die die Kritik an der Windkraft nicht verstehen: http://www.ulrich-richter.de/fakten/wirtschaftlichkeit/subventionen-und-f%C3%B6rderungen/

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