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Vernetzungstreffen zur zukünftigen Kulturförderung in der Wartburgregion

In der vergangenen Woche trafen sich in der Eisenacher Gedenkstätte «Goldener Löwe» Vertreterinnen und Vertreter der Kreistags- und Stadtratsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgern für Eisenach (BfE) und der Liste für alternative Demokratie (LAD) mit freien Kulturschaffenden, um über die zukünftige Kulturförderung in der Wartburgregion zu diskutieren. Anlass für das Treffen waren die Äußerungen des Landrats des Wartburgkreises zur perspektivischen Theaterfinanzierung und das geplante Kulturforum im Wartburgkreis im Herbst dieses Jahres. Landrat Krebs hatte unlängst die fragliche Finanzierung des Eisenacher Landestheaters über das Jahr 2016 hinaus moniert und eine Grundsatzentscheidung der zukünftigen Landesregierung über die Finanzierung der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach eingefordert. Vorher seien «begründete Bedenken» an der angestrebten Tarifanpassung für die Beschäftigten des Eisenacher Theaters angebracht. Das Treffen kam auf Anregung des Kreistagsmitglieds Harry Weghenkel (LAD) zustande.

Alle Beteiligten waren sich schnell darüber einig, dass angesichts der erwartbaren Rückkreisung der Stadt Eisenach in den Wartburgkreis und der begrenzten finanziellen Mittel für freiwillige Aufgaben eine enge Verzahnung der Kulturförderung in der Wartburgregion notwendig sei. Die zukünftige Kulturförderung müsse neben Schwerpunkten wie dem Eisenacher Landestheater und der regionalen Museumslandschaft auch freien Kulturschaffenden genug Möglichkeiten zur Entfaltung bieten und die Vielseitigkeit der kulturellen Angebote in der Region bewahren.

Die Vorsitzenden der Eisenacher Stadtratsfraktionen von SPD und der Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen/Bürger für Eisenach, Michael Klostermann und Marcus Coenen, betonten, dass durch einen gemeinsamen Antrag beider Fraktionen die Stadtverwaltung Eisenach aufgefordert werden soll, sich aktiv in den Prozess zur Vorbereitung des geplanten Kulturforums im Wartburgkreis einzubringen und sich auch dort aktiv zu beteiligen. Die Vielfältigkeit der kulturellen Angebote sei eine besondere Stärke der Wartburgregion und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Deshalb müssen alle Wege der Finanzierung geprüft werden, um diese Vielfältigkeit auch unter den Bedingungen der kommunalen Haushaltskonsolidierung zu sichern.

Ausgehend von diesem Initiativtreffen sollen weitere Kulturschaffende und Kommunalpolitiker der Wartburgregion aufgerufen werden, sich aktiv in den Prozess der Vorbereitung des durch den Kreistag im April 2014 für das IV. Quartal beschlossenen Kulturforums mit dem Schwerpunkt „Entwicklung der Theaterlandschaft in der Wartburgregion“ einzubringen. Die Initiativgruppe will sich im September erneut treffen.

Frank Bode | | Quelle:

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