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Versuchter Übergriff auf Abgeordnetenbüro der LINKEN

Am Donnerstagabend, den 30. März, kam es in Eisenach im offenen Jugend- und Wahlkreisbüro „RosaLuxx.“ der linken Landtagsabgeordneten Kati Engel im Zuge einer Lesung des Journalisten Sören Kohlhuber zu einem versuchten Übergriff von Neonazis.

Sören Kohlhuber ist freier Journalist und bundesweit für seine Dokumentationen rechter Aufmärsche bekannt. Am Donnerstagabend las er im Jugend- und Wahlkreisbüro „RosaLuxx.“ aus seinem aktuellen Buch „Retrofieber – Wenn Neonazis die ostdeutschen Straßen zurückerobern“. Dieser Veranstaltung wohnten etwa 40 Gäste bei. Kurz vor Ende der Lesung versuchten rund zehn, teilweise vermummte Neonazis diese Veranstaltung anzugreifen.

Seit dem gescheiterten NPD-Verbotsverfahren zeigt sich gerade die Eisenacher Neonazi-Szene wieder aggressiver, die Übergriffszahlen steigen hier seit Monaten an. Der versuchte Angriff am Donnerstagabend auf die Lesung im Wahlkreisbüro stellt jedoch einen neuen Höhepunkt der Gewaltspirale dar.

Ich bin schockiert, dass es kaum noch möglich ist, eine kritische Veranstaltung über Neonazis durchzuführen, ohne Übergriffe von diesen befürchten zu müssen, sagt die Landtagsabgeordnete Kati Engel.

Dass es bei diesem Übergriff nicht zu Verletzten gekommen ist, ist nur dem schnellen Agieren von Anwesenden zu verdanken, die den Eingangsbereich und somit die restlichen Besucher*innen vor dem Angriff schützten.

Ich bin sehr froh, dass weder mein Mitarbeiter und noch jemand von den Gästen verletzt wurde. Es zeigt sich durch dieses Ereignis deutlich, dass die rechte Szene immer enthemmter und gewaltbereiter agiert. Wir haben in Thüringen und insbesondere in Eisenach ein massives Problem mit dieser Neonazi-Szene, welchem entschieden begegnet werden muss, so Engel weiter.

Andrea T. | | Quelle:

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Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

  • vigilando ascendimus

    Vielleich galt die vermummte Bedrohung ja auch der AfD, die sich gleichzeitig 300 m weiter im Augustiner getroffen hat. Die „mutigen Nationalen“ haben schließlich auch gleich nach der Polizei gerufen!

  • vigilando ascendimus

    Nur komisch, das der Polizeibericht (http://www.eisenachonline.de/polizeiberichte/zeugensuche-nach-buchlesung-83117) ganz etwas anderes aussagt, als die Pressemitteilung der linken MdL Kati Eingel

    Es kann nur eine von den beiden Darstellungen stimmen!!!

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