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64-Jähriger aus dem Wartburgkreis wird Opfer von Telefon-Betrügern

Es passiert immer wieder

Obwohl Polizei, Verbraucherverbände und Opferhilfsorganisationen bereits unzählige Male auf die Betrugsmasche mit Gewinnspielen am Telefon aufmerksam gemacht haben, werden immer wieder Gutgläubige Opfer solcher Betrüger. Jüngstes Beispiel ist ein Vorfall im südlichen Wartburgkreis.

Ein 64-Jähriger erhielt am 01.06.2015 telefonisch von einem „Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Berlin“ die Information, dass aus der Teilnahme an einem durch den Angerufenen per Vertrag vereinbarten Gewinnspiel im vergangenen Jahr bei der durchführenden Firma noch ein Geldbetrag von 18.000 Euro ausstehe. Die „Staatsanwaltschaft Berlin“ wisse natürlich, dass hinter dieser Forderung eine Betrügerbande stehe. Da es aber dennoch zu einem Verfahren gegen den 64-Jährigen wegen der ausstehenden 18.000 Euro kommen könnte, machte der Anrufer den Vorschlag, bei der Ergreifung der Betrüger mitzuhelfen. Darauf ging der Mann ein.

Der „Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Berlin“ beauftragte ihn, eine Überweisung in Höhe von 3.000 Euro an eine Bank im Ausland zu tätigen. Danach erfragte er telefonisch die Zugangsnummer des Überweisungsvorgangs mit dem Hinweis, dass er diese einem Mitarbeiter des BKA übermittelt.
So wäre bei Abholung der 3.000 Euro in der ausländischen Bankfiliale eine sofortige Festnahme des Betrügers durch das BKA möglich. Trotz eindringlicher Warnung des Angestellten am Schalter einer Eisenacher Bank überwies der 64-Jährige das Geld.

Am nächsten Tag rief der „Staatsanwalt“ persönlich aus Berlin an und vermeldete die Festnahme des Betrügers. Allerdings ergab sich aus dieser „Festnahme“, dass ein zweiter Betrüger der Bande noch dingfest gemacht werden müsse.
Der Mann überwies ein zweites Mal 3.000 Euro ins Ausland.

Seitdem ist der Kontakt zur „Staatsanwaltschaft“ abgebochen.

Lisa H. | | Quelle:

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