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Alle Jahre wieder – der etwas andere Jahresrückblick

Die Kollegen der PI Eisenach erlebten einiges, was zum Kopfschütteln führte.

Kurios endete die Aufnahme eines Wildunfalles bei Hötzelsroda. Ein Auto stieß mit einem Reh zusammen, der Fahrer öffnete die Beifahrertür, das Tier sprang ins Fahrzeug und suchte dort Schutz. Das Reh saß bis zum Eintreffen eines Jagdpächters im Fußraum des Autos. Der Jägersmann half dem unverletzten Tier in die Freiheit.

Mit heruntergelassener Hose wurde ein Mann in der Nähe einer Schule festgestellt. Doch keine strafbare Handlung begründete den unbekleideten Hintern. Der Besitzer des entblößten Körperteiles erklärte, dass ihm auf Grund „zuviel Biertrinkens etwas schwach geworden“ ist. Kinder lernen im Kleinkindalter die richtige Handlungsabfolge, wenn sie zur Toilette müssen. Dieses Wissen war einem 50-Jährigen alkoholbedingt abhanden gekommen. Er versuchte an eine Hauswand zu urinieren, vergaß jedoch die Hose zu öffnen.

Einen umfassenden Gesprächsbedarf hatte ein Mann, der die Dienststelle aufsuchte. Er referierte über die Wichtigkeit des Weltfriedens und dass auch Polizisten Menschen sind. Soweit so gut. Nun kam er zum Grund seines Erscheinens. Der Mann hatte nach einem Zahnarztbesuch Schmerzen und bezichtigte seinen Zahnarzt ein Sadist zu sein. Die Erklärung der Beamten, dass ein Zahnarztbesuch durchaus eine weniger angenehme Unternehmung sein kann, stieß auf taube Ohren. Es konnte kein Konsens hergestellt werden.

Bei der Schlichtung einer innerfamiliären aber lautstark geführten Auseinandersetzung mussten sich die Kollegen Kritik einer Mutter anhören. Sie warf der Polizei vor, dass „diese nicht umgehend eine Lösung für die Probleme der letzten Jahre hat.“ Die Eltern forderten die Beamten auf, ihren 17-jährigen Sohn sofort mitzunehmen. Abgelehnt.

Einen kaum zu stillenden Hunger auf Süßes und Alkohol muss einem Ladendieb in Creuzburg unterstellt werden. Ungezählte Male betrat der Mann an einem Abend den Laden und klaute Süßigkeiten und Getränke bis die Polizei dem ein Ende setzte. Seine Beute hatte einen Wert von 820 Euro.

Erst gab es einen heftigen Streit, dann setzte es Maulschellen. Sie schlug ihn. Doch er lehnte Strafantrag und Hilfsangebote ab und bekam feuchte Augen. „Seine Liebste solle für immer bei ihm bleiben.“ Ein Zeuge des Geschehens „saß in der trockenen Badewanne und hing seinen Gedanken nach“.

Eine ungewöhnliche Unfallursache machten Polizisten bei einem Unfall in Ifta aus. Ein Suppentopf auf dem Beifahrersitz zog die volle Aufmerksamkeit der Fahrerin auf sich. Das Auto prallte in eine Gartenmauer. Die Suppe war gerettet. Das Auto nicht.

Nach einem Trinkgelage beschwerte sich ein Mann bei der Polizei, dass „man ihm seinen Tabak weggeraucht“ habe.

Der Spruch „Schneller als die Polizei erlaubt“ ist nicht frei erfunden. Über Funk kam die Mitteilung eines Kollegen: „wir waren so schnell, dass der Verantwortliche noch gar nichts davon wusste.“ Die Kollegen hatten sich mit einem Arbeitsunfall zu befassen.

Bei der Überprüfung der Personalien einer Ladendiebin brach diese unter dem Vorwand einer Kreislaufstörung im Geschäft zusammen. Zuvor zeigte sie sich nicht geneigt, mit dem Personal zu reden. Nutzte nichts. Im Krankenhaus wurden die Identität der Frau von der Polizei festgestellt.

Eine andere Ruhestörung innerhalb einer Familie hatte hingegen einen schönen Anlass: der 9-jährige Sohn war außer Rand und Band, weil er sich auf den bevorstehenden Ausflug ins Lego-Land freute.

Ein Fahrrad war aus dem Bierkeller eines Lokals gestohlen worden. Der Besitzer wunderte sich nun darüber, dass nicht der kostbare Hopfensaft die Begehrlichkeiten des Diebes weckte, sondern sein Drahtesel.

Mitunter muss eine Wohnung geöffnet werden, um eine Lärmquelle zu eliminieren. Auf Klingeln, Klopfen, Rufen reagierte niemand, obwohl es aus der Wohnung lautstark schallte. Eine Richter ordnete die Wohnungsöffnung an, die Polizei fand den Mieter friedlich schlafend neben seinem TV-Gerät, dessen Lautstärke Ohrenschmerzen verursachte.

Auf dem Heimweg versagten einem Mann die Beine, er brach auf der Treppe zusammen. Die Beamten fanden den Mann orientiert vor, keine sichtbaren Anzeichen von Alkoholeinfluss. Dieser äußere Anschein war trügerisch. Er brachte es auf 2,55 Promille.

Andrea T. | | Quelle:

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