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 | Bildquelle: © AUTOBAHNPOLIZEIINSPEKTION

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Bildquelle: © AUTOBAHNPOLIZEIINSPEKTION

Berichte der Autobahnpolizei

Fahndungstreffer auf der A 4
– Drei Gleichen
Einen per Haftbefehl gesuchter serbischen Staatsbürger ist der Autobahnpolizei gestern Nachmittag auf der A 4 bei den Drei Gleichen ins Netz gegangen. Der 43-Jährige war mit einem nicht zugelassenen Auto unterwegs, an dem Kennzeichen eines anderen Autos angebracht waren. Zudem ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Es wurde Anzeige erstattet wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetzt und die Abgabenordnung. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich weiter heraus, dass er sich illegal in Deutschland aufhält und abgeschoben werden soll. Er wurde deswegen per Haftbefehl gesucht. Außerdem sucht ihn die Staatsanwaltschaft Osnabrück zur Begleichung einer Geldstrafe wegen Betruges. In seinen Sachen versteckt hatte der Mann außerdem gefälschte kroatische Ausweispapiere auf einen falschen Namen sowie eine deutsche Bank- und Krankenversicherungs-Karte auf die falschen Personalien. Weitere entsprechende Anzeigen kamen hinzu. Der Mann wurde festgenommen und wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Drängler im Tunnel auf der A 71 (Foto)
– Südthüringen
Beim Bau der A 71 in Südthüringen mussten mehrere Höhenzüge gequert werden. Hierzu wurden mehrere Tunnel gebaut. Im Bereich Suhl – Oberhof folgen drei Tunnel kurz hintereinander. Der längste ist der Rennsteigtunnel mit fast 8 km Länge. In der gesamten Tunnelkette ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt.
Immer wieder kommt es zu Anrufen bei der Polizei, weil im Tunnel Pkw- von Lkw-Fahrern massiv bedrängt werden. Die Lkw-Fahrer rollen mit Tempomat um die 85 km/h und treffen irgendwann auf vorbildlich fahrende Pkw-Fahrer, die mit den erlaubten 80 km/h oder weniger unterwegs sind.
Statt einfach zu bremsen, wird dann versucht, das „Hindernis“ mittels Hupe und Lichthupe aus dem Weg zu „räumen“ oder zum schneller Fahren zu nötigen. Hilft dass nicht, wird so dicht aufgefahren, das der Pkw-Fahrer in seinem Rückspiegel nur noch einen Heckscheiben füllenden Lkw-Kühler sieht. Diese Praxis wird dann bis zum Ende des Tunnels betrieben. Im Jahr 2016 wurden durch die Autobahnpolizeistation Süd in Zella-Mehlis 21 Strafanzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr bearbeitet, die wegen eben geschilderter Handlungen erstattet wurden. Die Dunkelziffer nicht erstatteter Anzeigen dürfte weitaus höher sein.
Die Polizei appelliert immer wieder an die Vernunft der Lkw-Fahrer – nicht immer mit Erfolg. Positiv sei trotzdem zu wähnen, dass sich der größte Teil der Lkw-Fahrer an die Vorschriften hält und somit aktiv zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt.
Das Foto stammt aus einem Video der Tunnelüberwachung, welches zu Beweiszwecken bei Anzeigen gesichert wird. Auch hier ist einen Lkw mit deutlich unterschrittenem Sicherheitsabstand von rund 13m zu sehen. Mindestens 50m sind bei Lkws vorgeschrieben.
Neben Raserei ist zu geringer Sicherheitsabstand eine der Hauptunfallursachen. Um Unfälle, insbesondere in den Tunneln, zu vermeiden, wird aus diesem Grund in den Tunneln und dazwischen auch die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit und des Sicherheitsabstandes überwacht.

Andrea T. | | Quelle:

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