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Fischsterben in der Suhl und in der Werra

In den Abendstunden des 27.05.08, wurde durch einen aufmerksamen Bürger massives Fischsterben in der Suhl als auch in der Werra im Bereich Herda/Berka Werra festgestellt. Tote Fische schwammen auf einer Länge von ca. 20 km in der Suhl bzw. in der Werra, da die Suhl im dortigen Bereich in die Werra mündet. Bei der Suhl handelt es sich um ein Salmonidengewässer (Gewässer mit sehr hoher Wasserqualität für Fischaufzucht).
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen vor Ort unter Einbeziehung von verantwortlichen Kollegen des Umweltamtes des Landratsamtes, Untere Wasserbehörde, Brand- und Katastrophenschutzamt, Obere Fischereibehörde u. a., wurden unverzüglich aufgenommen. Angrenzende Behörden bzw. Polizeidienststellen entlang der Werra wurden informiert.
Die Ermittlungen ergaben, dass es bereits am Montagabend gegen 17.30 Uhr in Marksuhl an der Ausfahrt einer AGRAR Genossenschaft zu einem Straßenverkehrsunfall kam, bei dem eine «Feldspritze» (landwirtschaftlicher Tankwagen mit Spritzaufbau für Pflanzenschutz) umstürzte, dabei der Tank mit Pflanzenschutzmittel beschädigt wurde und ca. 1000 Liter hochgiftiges Pflanzenschutzmittel ausliefen.
Es wurde versucht das Mittel mit ca. 20000 Liter Wasser zu neutralisieren, wobei die u.a. für Wasserorganismen schädliche Flüssigkeit ins Erdreich und in die Gullys gelangte und von dort in die nahe gelegene Suhl floss. Hier trat in Folge ein massives Fischsterben ein.
Der eingetretene Schaden wird nach vorläufigen Schätzungen auf ca. 10000 bis 20000 Euro geschätzt.
Es ist vorgesehen am Mittwoch im Bereich der Unfallstelle Maßnahmen zur Beseitigung geschädigten Erdreichs sowie der Kanäle durchzuführen, um weiteren Umweltschädigungen vorzubeugen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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