Eisenach Online

Werbung
 | Bildquelle: © Picture-Factory - Fotolia.com

Beschreibung:
Bildquelle: © Picture-Factory - Fotolia.com

Gleich drei Unfälle an Bahnübergängen in Thüringen

Heute um 9.45 Uhr fuhr ein 75-jähriger Deutscher in Bad Salzungen mit seinem PKW in eine geschlossene Schrankenanlage. Der Fahrer gab an,  durch die tiefstehende Sonne geblendet worden zu sein. Es gab heute zwei weitere Unfälle an Bahnübergängen in Thüringen (Hildburghausen und Oberrohn). In allen Fällen entstand Sachschaden an den Fahrzeugen und an den Schrankenanlagen. Personen wurden nicht verletzt.

Im Zusammenhang mit den heutigen Unfällen weißt die Bundespolizei nochmals auf das richtige Verhalten beim Befahren von Bahnübergängen hin.

Dabei gilt: Züge sind schnell! Auch viele Bahnübergänge werden mit hohem Tempo passiert. Anders als Autos haben Züge einen langen Bremsweg. Beim Erkennen von Hindernissen auf den Bahnübergängen oder sonst auf den Gleisen ist es oft nicht möglich, den Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen. So braucht beispielsweise ein 1.200 Tonnen schwerer Güterzug, der mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist, einen Kilometer, bevor er nach einer Vollbremsung zum Stehen kommt. Züge können auch nicht ausweichen.

Generell gilt: Überall wo sich Straße und Schiene kreuzen, hat die Bahn Vorfahrt! Dafür steht das rot-weiße Andreaskreuz. Diese Verkehrszeichen muss man gerade dann unbedingt beachten, wenn es an einem Bahnübergang kein rotes Blinklicht, keine rote Ampel und keine Schranken gibt. Geschlossene Halbschranken dürfen unter keinen Umständen umfahren werden! Wer sich so verhält, handelt verantwortungslos und bringt sich und andere in Lebensgefahr. Das gilt umso mehr, da auch auf Grund der modernen Technik manchmal nur wenige Sekunden zwischen dem Schließen der Schranke und dem Queren des Zuges liegen.

Die allermeisten Unfälle wären vermeidbar, würden sich Auto- und Mopedfahrer, Radler und Fußgänger am Bahnübergang an die Verkehrsregeln halten.

Und so ist man an Bahnübergängen auf der sicheren Seite: Autofahrer dürfen sich Bahnübergängen nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern, um dadurch eine gründliche Beobachtung der Bahnstrecke zu ermöglichen. Rotes Blinklicht, rote Ampel, geschlossene Schranke heißen Stopp, keinen Meter weiter! Diese Regel gilt nicht nur, bis ein Zug vorbei gefahren ist, sondern bis sich die Schranke öffnet und das Rotlicht ausgeht. An Bahnübergängen, die keine technischen Sicherungen haben, sondern mit einem Andreaskreuz ausgestattet sind, sind immer höchste Aufmerksamkeit und Vorsicht gefordert. Daher gilt: Tempo verringern, nach links und nach rechts blicken, besser zweimal schauen!

Andrea T. | | Quelle:

Werbung
Top