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Jahresrückblick 2015 Polizeiinspektion Eisenach

Recht häufig werden Polizisten mit den persönlichen Beziehungen anderer konfrontiert. Da tauchte ein Mann an der Adresse seiner Angebeteten auf und wollte ihr Blumen bringen. Nur leider kündigte der Liebestrunkene sein Erscheinen mit lautem Wummern gegen die Türe an. Dem Ärger mit der Polizei wollte er sich mit seinen 1,72 Promille dann doch nicht aussetzten und trat artig den Heimweg an. Derselbe Mann sorgte einige Wochen später für Aufruhr in einem Döner-Imbiss. Er verzehrte seine zuvor ordnungsgemäß bezahlte Speise und telefonierte lautstark mit seiner Liebsten. Die hat ihn vermutlich derart zur Weißglut gebracht, dass er seinen Döner laut brüllend in die Ecke pfefferte. Der Geschäftsinhaber gab dem Mann sogar sein Geld zurück, nur damit der Mann seinen Imbiss schnellstmöglich verlässt.

Zu nachtschlafender Zeit entdeckte ein aufmerksamer Bürger in der Eisenacher Innenstadt einen Pkw mit offen stehendem Kofferraum. Das war so verdächtig, dass die Polizei der Sache auf den Grund ging. Die Beamten entdeckten ein Pärchen, das sich anschickte im Fahrzeug intim zu werden. Diskret zogen sich die Kollegen zurück.

Ihre gesamte Biografie bot eine alte Dame auf, um den Diebstahl von getrockneten Pilzen in einem Supermarkt zu erklären. Das nutzte dennoch nichts, die Anzeige wegen Ladendiebstahl konnte sie nun ihrem Lebenslauf hinzufügen.

Eine Ruhestörung ist nicht gleich eine Ruhestörung. Da hörte jemand nachts um halb vier laute Schreie und Gesprächfetzen, die Gefahr für jemanden vermuten ließen. Die Quelle war schnell ausgemacht, aber niemand öffnete die Wohnungstür. Die Feuerwehr rückte zur Öffnung an. In der Wohnung trafen die Beamten auf einen Mann, der so laut telefonierte, dass er die Klingel und das Klopfen nicht hörte. Wozu braucht der Mann ein Telefon?

Es findet sich immer ein Anlass für eine Feier. Und wenn es die Wochenmitte ist, die eine Eisenacher Familie freudig und mit reichlich Alkoholgenuss beging. Morgens um halb fünf setzte die Polizei dem gemütlichen Beisammensein ein Ende.

Skandalöses beobachtete ein Bürger, der wegen einer Ruhestörung anrief. Auf der Party wird getanzt!

Den Blick in die Zukunft wagten Polizeibeamte, die zu einem Nachbarschaftsstreit gerufen wurden. Nachdem dieser vorerst geschlichtet war, mutmaßten die Kollegen, dass die beiden Nachbarn der Polizei noch viel Arbeit einbringen würden.

Nur weil jemand nicht mit seiner Nachbarschaft spricht, wurde die Polizei unnötigerweise gerufen. Der Mann will Gaunerzinken vor seinem Wohnhaus auf der Straße entdeckt haben. Die Sache war völlig harmlos. Kinder hatten auf der Straße mit Kreide Herzchen und Blümchen gemalt.

Ein anderer Streit zweier Männer war schnell geklärt. Der eine (2,1 Promille) wollte dem anderen kein Bier mehr spendieren.

Ein denkbar schlechtes Versteck für sein Futter hatte sich ein kleiner Nager ausgesucht. Das Tier deponierte ein Brötchen im Motorraum eines Autos, das dann während der Fahrt geröstet wurde und zu Rauchschwaden führte. Erst nach einer Woche wurde gemeldet, dass auf einem Gehweg ein Hakenkreuz mit Kreide aufgemalt war. Nach Rekonstruktion des vermeintlichen Hakenkreuzes auf einem Blatt Papier und der Würdigung der Gesamtumstände wurde ins Protokoll geschrieben, dass es sich um ein sog. Hüpfekästchen handelte.

Die Berufsgruppe der Polizisten ist aus allen möglichen Gründen nicht sonderlich bei jedermann beliebt. Ein Mann versteckte sich hinter der Wohnungstür vor den Beamten, weil er die Polizei nicht mag. Unter dem Motto „dreist kommt weiter“ suchte ein Mann den Kassenärztlichen Dienst auf und beschwerte sich anschließend bei der Polizei, dass er nicht behandelt wurde. Er vergaß jedoch zu erwähnen, dass der Arzt die Verlängerung des Krankenscheines ablehnte.

Es könne nicht mit rechten Dingen bei einer Familie zugehen, mutmaßte ein Anrufer. Er begründete seine Annahme mit dem Wissen, dass die Polizei dort schon öfter im Einsatz war. Der aktuelle Grund für den Anruf war ein mitternächtlicher lautstarker Streit. Gestritten hatten sich zwei erwachsene Brüder, wer wohl mit dem Hund Gassi gehen muss.

Ausgebüchste oder frei laufende Tiere führen immer wieder zu besorgten Anrufen. In einem Fall mutmaßte eine Pferdehalterin, dass ihr Pferd wohl beim „rumkugeln“ unter den Zaun gerutscht sei und so auf die Straße. gelangte.

Vor dem Lutherhaus parken Fahrzeuge falsch, das solle sich mal die Polizei ansehen – so ein erboster Anrufer. Aber dort war alles in Ordnung. Einen Fotografen der New York Times störte ein Auto auf dem nicht mehr ganz „einwandfreien“ Motiv.

Mit dem Funkspruch „da streitet irgendwer mit irgendwem, warum genau ist nicht bekannt“ wurde eine Streife zu einer den Kollegen bestens bekannten Adresse geschickt.

Ziemlich wütend war ein Mann, der in Gewahrsamgenommen wurde. Seine Wut war mit Schließen der Zellentür nicht verraucht. Um sein Mütchen zu kühlen, stellte er die Matratze hochkant und drosch „mit voller Wonne gegen die bedauernswerte Matratze“ wie auf einen Boxsack ein.

Andrea T. | | Quelle:

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