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Polizeistatistik 2000: Zu viele Unfälle in Eisenach

Die jüngste Statistik zum Unfallgeschehen für das Jahr 2000 auf Eisenachs Straßen fällt nicht positiv aus. Die Zahl der Unfälle stieg von 3280 auf 3323, dass sind 1,3 Prozent mehr. In Deutschland gab es 2340443 Straßenverkehrsunfälle im vergangenen Jahr, dass sind 3 Prozent weniger. Rückgänge gab es bei Personenschäden und den Getöteten. Auch Thüringen hat eine rückläufige Tendenz.
Im Bereich der Polizeiinspektion Eisenach gab es 543 Unfälle mit Personenschäden, dabei wurden 716 Menschen verletzt. Rückläufig war die Zahl der Toten. 2000 waren es elf Verkehrstote.
Genau wurden die Ursachen analysiert. Die häufigste Ursache waren: unangepasste Geschwindigkeit (349 Unfälle), Nichtbeachten der Vorfahrt (180), Alkoholeinfluss (116), Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes (95), Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren (101).
Gesunken ist die Anzahl der Unfälle unter Alkohol. Zu hoch sei jedoch die Zahl der jungen Fahrer, die Unfälle verursachen. Immerhin sind es 36 Prozent.
«Wir haben neben unseren anderen polizeilichen Aufgaben, uns auf die Verkehrskontrollen konzentriert», so Raymond Walk, Leiter der PI Eisenach. So gab es 2000 294 Geschwindigkeitskontrollen, 124 mit Laveg-Gerät, 639 allgemeine Kontrollen. Barverwarnungen wurden in Höhe von 119785 Mark ausgesprochen.
Ein absoluter Schwerpunkt bei den Unfällen ist die B 84 zwischen Eisenach bis zur Kreisgrenze Unstrut-Hainich-Kreis. In diesem Bereich hat sich die Zahl dramatisch erhöht. Es gab drei Tote und 19 Verletzte bei 124 Unfällen. Darunter auch zahlreiche «Baumunfälle». Alle Kontrollmaßnahmen haben nicht gewirkt. Unfälle geschehen in den Kurven und auf den Geraden. Unangepasste Geschwindigkeit ist häufig die Ursache. «Unangepasst ist nicht überhöht», so Marion Treske, Sachbearbeiterin Verkehr. «Viele Fahrer überschätzen sich in diesem Bereich».
Rückläufig sind in der Statistik die Unfälle auf der Hohen Sonne. Hier haben die Maßnahmen gewirkt.
In der Innenstadt wurden ebenfalls Schwerpunkte aufgezeigt: Kasseler Straße (25 Unfälle), Oppenheimstraße/Kupferhammer/Mühlhäuser Straße (29), Sophien-/Querstraße (20), K 2/B 84 (35), K 2 (37).
Eine Zahl wird zwar nicht mehr ausgewiesen, 1999 wurden die Sachschäden bei den Unfälle durch die Polizei auf 16,5 Millionen Mark geschätzt. Im vergangenen Jahr wird diese Zahl sicherlich noch höher gewesen sein.

Schwerpunkt Hohe Sonne

Rainer Beichler |

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