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 | Bildquelle: Polizei

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Bildquelle: Polizei

Tragischer Sportunfall beim Fallschirmspringen

Zu einem tödlichen Sportunfall kam es am Donnerstag gegen 12.20 Uhr auf der Flugplatz Kindel. Zwei Springer stießen beim Landeanflug in ca. 300 Metern Höhe mit den Kappen der Schirme zusammen. Die Schirme verwickelten sich und eine Landung war so nicht mehr möglich.
Die beiden Männer lösten die Hauptfallschirme ab und aktivierten die Reserveschirme.

Dabei reichte die erforderliche Höhe und eine vollständige Öffnung des Schirmes für einen Springer nicht mehr aus und er verunglückte bei der Landung tödlich. Der Mann (63 Jahre) hatte 150 Sprünge und kam aus dem Raum Köln. Er war ein Einzelspringer. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 63-Jährigen feststellen. Auch ein Rettungshubschrauber wurde sofort angefordert.

Die anderen 14 Springer gehörten zu einer Gruppe, die beim Fallschirmclub einen Kurs absolvieren.
Der zweite Springer landete sicher, erlitt aber einen Schock und wurde ins Klinikum eingeliefert. Er ist ein ausgebildeter Springer, der in Kürze die Fallschirmspringer-Lizenz erwerben wollte.

Ingesamt gingen 15 Mann mit einer DO 28 in die Luft. Sie wurden aus 4000 Metern abgesetzt. Es war der 5. Flug am Donnerstag, die Wetterbedingungen waren gut.

Die Ursachen des Zusammenstoßes sind noch unklar. Auch die Beobachter des Clubs konnten den Zusammenstoß nicht feststellen.

Der Unfall ereignete sich auf der Grünfläche des Kindel, zwischen den Rollbahnen, in unmittelbare Nähe zum Clubgebäude.

Der Club führte sofort nach dem Unglück Gespräche mit den Mitglieder am Platz durch. Für Donnerstag wurden alle Sprünge gestrichen. Die weitere Teilnahme am Kurs, sei den Teilnehmern freigestellt.
Dieter Schwarz, 2. Vorsitzender des Dalädus-Sprungclubs, erklärte, dass der Zusammenstoß der Kappen, eine der häufigsten Ursachen für schwere Unfälle beim Springen seien. Deshalb würden in der Ausbildung solche Situationen geübt und besprochen.

Die Kriminalpolizei Eisenach hat die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Auch soll die Flugfalluntersuchung noch die Arbeit aufnehmen.

Rainer Beichler |

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