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Tragischer Unfall bei Flugschau

Zu einem tragischen Unfall kam es am Samstag auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel. Kurz vor 16 Uhr wollte eine Agrarflugzeug LET Z-37A «Cmelak» zu einem Flug starten. Geplant war eine Vorführung eines Feuerlöscheinsatzes.
Der Start jedoch misslang. Die gut 30 Jahre alte Maschine kam von der Startbahn ab und raste über die Grünfläche. Dabei überrollte sie Mitglieder einer BRH-Rettungshundestaffel aus Hessen und Zuschauer. In einem Süßwarenwagen kam das Flugzeug zum Stehen. Die Tragflächen schlugen an einer Schießbude und einem Kinderkarussell an.
Die 45-jährige Besitzerin des Süßwarenwagens überlebte den Unfall nicht. Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Der Pilot wurde aus dem Flugzeug geschnitten und gerettet.
Insgesamt wurden vier Personen schwer und elf Menschen leicht verletzt. Unter den Schwerverletzten ist ein Kind, das noch in Lebensgefahr schwebt.
Viele Menschen erlitten einen Schock. Zwei Hunde wurden ebenfalls verletzt und in Mühlhausen und Eisenach behandelt.
Rettungskräfte von ASB, DRK, des Rettungsdienstes Schmolke, Freiwilligen Feuerwehren der Region und Polizei waren vor Ort. Vier Rettungshubschrauben flogen ein und übernahmen den Transport der Schwerverletzten. Zum Einsatz wurde auch der Polizeihubschrauber gerufen.
Das THW aus Eisenach unterstütze ebenfalls die Arbeiten. Die Kameraden leuchteten nachts die Unfallstelle aus, damit die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) sowie der Kripo ihre Arbeit aufnehmen konnten. Weiter betreuten die THW-Rettungshundeführer ihre Kameraden aus Hessen.

Die Flugschau wurde nach dem Unfall abgebrochen und die Unfallstelle von der Polizei abgeriegelt.

Rainer Beichler |

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