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Warnung vor Enkeltrick

Die Polizei warnt erneut vor dem klassischen Enkeltrick. Gleich fünf Fälle wurden jetzt bei der Polizei in Eisenach bekannt. Wieder wurde versucht, ältere Damen um ihre Ersparnisse zu bringen. Doch die Damen werden schlauer. In keinem der bekannten Fälle hatte der Betrüger Erfolg. Misstrauen brachte die Frauen dazu, sich Verwandten und der Polizei anzuvertrauen. Genau so ist es richtig!

Bei der versuchten Betrügerei handelt es sich erneut um den erprobten Enkeltrick. Die Frauen erhielten im Laufe des Tages einen Anruf von einem Mann. Dieser stellte sich als Enkel vor und beklagte eine Notlage. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei der vorgetäuschten Notlage häufig um einen Unfall. Es wird Geld verlangt, um Schulden oder Reparaturen zu begleichen. Um die betagten Damen reinzulegen, haben die Betrüger raffinierte Methoden. Bei einem Fall rief der Betrüger an und fragte die Frau, wen sie wohl am Telefon habe. Sie glaubte, die Stimme erkannt zu haben und fragte: «Peter bist du es?» Klassischer Fehler! So hat der Betrüger leichtes Spiel und bejaht natürlich die Frage.

Von den Rentnerinnen wurde dann jeweils Geld verlangt. Wenn sie keines zu Hause hätten, sollten sie doch bei der Bank welches holen. Der angebliche Enkel würde dann später vorbeikommen und es abholen und sich nochmals telefonisch melden. Bei einer Dame habe es dann auch an der Wohnungstür geklingelt. Doch weil ihr alles etwas spanisch vorkam, hat sie aus Angst nicht geöffnet. Eine andere Dame rief dann später bei ihrem wirklichen Neffen an und fragte noch mal nach, ob er sie um Geld gebeten habe. So kam Licht ins Dunkle und die Betrügerei flog auf.

Daraufhin wurde die Polizei informiert. Bei den anderen bekannt gewordenen Sachverhalten verlief die Situation ähnlich. Ob es sich bei dem Betrüger um ein und dieselbe Person handelt, kann nicht gesagt werden.

Die Polizei rät: «Bleiben Sie gewarnt. Informieren Sie in solchen Fällen immer die Polizei. Vertrauen sie sich Verwandten an, um zu hinterfragen, ob wirklich solche angeblichen Notlagen vorliegen. Auch wenn der Betrüger Sie bittet, den Anruf vertraulich zu behandeln. Ein gesundes Misstrauen kann Sie davor bewahren, eine große Dummheit zu begehen und Ihre Ersparnisse bewahren.»

Rainer Beichler | | Quelle:

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