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Energie-Label für Holzheizungen

Neue Kennzeichnung ab 1. April verpflichtend • Auch Holzheizungen müssen ab 1. April eine Kennzeichnung über ihren Energieverbrauch, kurz EU-Label, tragen. Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen, erläutert Inhalt und Aussagekraft des Etiketts.

Ziel der entsprechenden EU-Richtlinie ist es, Verbraucher besser über den Energieverbrauch verschiedener Geräte und Systeme zu informieren und so allmählich die Energieeffizienz der auf dem Markt verfügbaren Geräte zu erhöhen. Ab 1. April 2017 wird die Kennzeichnung nun auch für neue Holzpellet-, Hackschnitzel- und Scheitholzkessel – die sogenannten Festbrennstoffkessel – Pflicht.

Theoretisch sind auch Kohleheizungen betroffen, erklärt Ramona Ballod, die spielen in der Praxis aber keine Rolle.

Das Label weist die von Elektrogeräten bekannte Einteilung in verschiedene Effizienzklassen auf, die auf einer Farbskala von grün bis rot abgetragen werden. Wie bei Elektrogeräten gilt: Je grüner, desto effizienter. Bezeichnet werden die Klassen mit Buchstaben-Codes von A++ bis G.

Die meisten Holzpelletkessel kommen vermutlich in die Klasse A+, erwartet Ramona Ballod. Ist es ein Brennwertkessel, kann auch A++ erreicht werden. So genannte Verbundanalagen – kombiniert mit einer Solaranlage – erreichen jeweils die nächstbessere Klasse.

Anders als bei Elektrogeräten dient das Label also nicht in erster Linie dazu, Geräte verschiedener Hersteller zu vergleichen, sondern bewertet die Effizienz verschiedener Heizkesseltypen. Holzpelletkessel haben deshalb regelmäßig eine bessere Effizienzklasse als Öl- oder Gaskessel. Verbindlichen Aufschluss über die zu erwartenden Heizkosten liefert das Label dennoch nicht, so Ballod:

Die Heizung muss zum Gebäude und den Bewohnern passen. Und auch der effizienteste Heizkessel kann nicht sparsam arbeiten, wenn Rohrsystem oder Regelung nicht in Ordnung sind. Die Expertin fasst zusammen: Das Label ersetzt kein Gesamtkonzept für das Haus. Am besten holen sich Verbraucher, die ihre Heizung erneuern wollen, unabhängige Beratung.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). In Eisenach findet die Beratung im Bürgerbüro am Markt 22 statt. Eine Terminvereinbarung für Eisenach ist auch möglich unter 03691 670800. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Eventuell hätte es Sinn gemacht zu erläutern das ein Energielabel absolut nichts mit einem Umweltlabel zu tun haben, nicht das es hier zu Verwechslungen kommt. Vor Wochen war dazu eine Reportage zu sehen das in den Dörfern eine Luft zum Atmen vorherrscht wie in Industriehochburgen Chinesischer Städte.
    Bei Festbrennsoffheizkesseln müssen die Betreiber auf vieles achten. Zur Zeit wird vom Bund erwogen die neuen Bestimmungen zu diesen Kesseln nochmals zu überarbeiten. Wer ergo heute einen neuen Kessel kauft kann damit rechnen ihn alsbald nicht mehr nutzen zu dürfen. Für die Spitzfindigen; eine Heizungsanlage verhält sich wie ein Auto, wenn ihr Auto eine Betriebserlaubnis hat und sie damit jemanden schaden sind sie Schadenersatzpflichtig, so ist das auch bei Heizungsanlagen, schädigen Sie ihre Nachbarn oder senken deren Verkehrswert vom Grundstück durch ihr verhalten, so wird dies teuer, allerdings gibt es hier keine Versicherung die dies übernimmt meines Wissens. Es gibt ergo viel zu beachten und zu bedenken beim betreiben von Festbrennstoffkesseln, wozu auch Holz gehört.

  • vigilando ascendimus

    Wie bescheuert sind Staatsbeamte die, solche Gesetze vorbereiten, Abgeordnete, die die danach solche Gesetze beschließen, bzw. Minister, die solche Verordnungen erlassen?

    • JoDo

      Wie viele Personen waren Ihrer Ansicht nach an der Gesetzgebung beteiligt, was glauben Sie? Mehr als Ihnen bei Ihrer nächsten Autobahnfahrt entgegen kommen werden?

      • vigilando ascendimus

        Korrektur: Da haben sie recht. Aber nur weil so viele daran mitgewirkt haben, wird n i c h t alles gut.

        Kollektivgremien machen den Einzelnen oft verantwortungslos!

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