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1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag:
Gesundheitsamt des Wartburgkreises bietet kostenlose Tests

2007 wurden 2752 positive HIV-Antikörpertests in Deutschland an das Robert-Koch-Institut gemeldet. 2001 waren es im Vergleich dazu nur 1443. Insgesamt leben in Deutschland 20609 HIV-positiv getestete Menschen.
In Thüringen sind es nach Meldung des Robert-Koch-Instituts 148 HIV-positive Personen. 33800 Menschen leben mit der Diagnose AIDS in Deutschland, in Thüringen sind es 90. Seit Beginn der Erfassung der HIV/AIDS-Infektionen sind in Deutschland 13803 Personen an dieser Erkrankung verstorben.

Zusammenfassend gesehen ist ein Anstieg der HIV-Neuinfektionen seit 2001 festzustellen. Betrachtet man die Entwicklung der HIV-Neudiagnosen in den verschiedenen Betroffenengruppen, so stieg die absolute Zahl der HIV-Infizierten bei Männern, die Sex mit Männern haben, im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr (2006) weiter um 12 % an, bei Personen mit Angaben eines heterosexuellen Infektionsrisikos um 7,5 %, während bei Konsumenten intravenös verabreichter Drogen, bei Migranten aus Hochprävalenzgebieten und in der Gruppe der Personen ohne Angaben eines Infektionsrisikos die Zahl der Meldungen zurückging. Männer, die Sex mit Männern haben, stellen mit 65 % insgesamt die größte Gruppe unter den im Jahr 2007 neu diagnostizierten HIV-Infektionen dar.

Der Anteil der Personen, die ihre HIV-Infektion über heterosexuelle Kontakte erworben haben, stieg auf 17 %.
Personen, die aus Hochprävalenzgebieten stammen, stellten 2007 nur noch 11 % der HIV-Neudiagnosen.
Die Gruppe der Personen, die eine HIV-Infektion über Drogengebrauch erworben haben, stand mit 6 % unverändert an vierter Stelle.
Die Zunahme der Neuinfektionen resultiert in erster Linie aus einem verminderten Schutzverhalten und aus der Zunahme anderer sexuell übertragbarer Infektionen.
HIV wird über virushaltiges Sperma, Vaginalsekret oder beim Kontakt von Penis- und rektaler Schleimhaut übertragen, die Syphilis beim Kontakt mit erregerhaltigen Syphilisläsionen an Haut und Schleimhäuten.

Bei einem sexuellen Kontakt mit einer HIV-Syphilis-koinfizierten Person können also sowohl beide Erreger gleichzeitig, als auch nur einer der beiden Erreger übertragen werden. Da die Syphilis auf vielfältigere Weise als HIV übertragen werden kann, sind die auf HIV zugeschnittenen Schutzmaßnahmen nur bedingt gegenüber Syphilis wirksam. Um die Syphilis und damit auch die HIV-Verbreitung einzudämmen, sind neben dem konsequenten Kondomgebrauch u.a. häufigere Untersuchungen empfehlenswert, um die Infektion frühzeitig zu entdecken und schneller behandeln zu können. Die Untersuchung der Syphilis-Infektion ist bei allen Fachärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten möglich. Der HIV-Test wird kostenlos und anonym in Thüringen von allen Gesundheitsämtern angeboten.

Nach einen Risikokontakt sollte damit mindestens 12 Wochen gewartet werden, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten.

Auskünfte dazu erhalten Sie unter den Telefonnummern 03691/670477 (für Eisenach) und 03695/617429 (für Bad Salzungen).

Rainer Beichler | | Quelle:

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