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Autohaus Schorr ist Notinsel Nr. 55

Seit der Einführung des Projektes Notinsel in Eisenach im Mai dieses Jahres unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Matthias Doht schließen sich Woche für Woche neue Geschäfte und Institutionen in der Wartburgstadt dieser Initiative zum Schutz der Kinder an. Mit dem Autohaus Schorr in der Wilhelm-Rinkens-Straße konnte die BKK Aktiv jetzt die 55. Anlaufstelle für Kinder schaffen, die in eine Notsituation geraten sind. Das zum gleichen Unternehmen gehörende Autohaus im Gewerbegebiet Hötzelsroda wurde zuvor ebenfalls ins Eisenacher Notinsel-Netz aufgenommen.

«Als Vater von zwei kleinen Kindern ist es auch für mich beruhigend zu wissen, dass die Kinder unserer Stadt die Möglichkeit haben, in einer Gefahrensituation in ein Geschäft mit dem Notinsel-Aufkleber zu gehen und dort Hilfe zu suchen. Deshalb haben wir uns dieser wichtigen Initiative zum Handeln und gegen das Wegsehen angeschlossen», begründet Geschäftsführer Sascha Schorr seine Projektteilnahme.

Auch bei der Aufklärung der Familien möchten Sascha Schorr und seine Mitarbeiter helfen. Jede Familie, die ein Fahrzeug in den zwei Autohäusern in Eisenach abholt, erhält ein Informationsblatt zum Projekt Notinsel.

Trotz der zahlreichen Neuaufnahmen in den zurückliegenden Monaten möchte die BKK Aktiv, die die Umsetzung des Projektes in Eisenach koordiniert, das Notinsel-Netz noch enger spannen. «Nicht, weil wir Eisenach als Brennpunkt sehen, sondern weil wir vor allem die Prävention von Gewalt im Blick haben», so BKK Aktiv-Mitarbeiterin Katrin Becker. «Aber nicht nur in Situationen, in denen sich Kinder akut bedroht fühlen – egal ob von Erwachsenen oder von Gleichaltrigen – kann die Notinsel eine Anlaufstelle sein: Auch wer seinen Schlüssel verloren oder sich verlaufen hat, kann in einer Notinsel um Hilfe bitten».
Vor allem über die Beteiligung von Hotels und Gaststätten oder anderen Einrichtungen, die auch in den Abendstunden geöffnet haben, würden sich die Organisatoren freuen. Interessierte Geschäfte können sich an die BKK Aktiv, Tel. 03691-721836 wenden.

Bisher wurden der BKK Aktiv von den beteiligten Geschäften noch keine Notfälle gemeldet – abgesehen vom dringenden Bedürfnis eines acht Jahre alten Mädchens, das auf dem Weg von der Schule nach Hause in eine Notinsel stürmte. «Auch das kann ein Notfall sein», so die Geschäftsinhaberin schmunzelnd, die dem Mädchen natürlich sofort die hauseigene Toilette zur Verfügung stellte.

Aufklärungskampagne an Schulen fortgesetzt
Neben der Einweihung neuer Notinseln hat die BKK Aktiv auch ihre Aufklärungsaktivitäten intensiviert. Nach der Präsentation des Projektes beim Weltkindertag mit einem riesigen Notinsel-Spiel auf dem Marktplatz und beim Familienfest der evangelischen Fachschule wurden jetzt alle schulischen Einrichtungen der Stadt mit aktuellem Material ausgestattet.

Rainer Beichler | | Quelle:

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