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 | Bildquelle: DRK/Archiv

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Bildquelle: DRK/Archiv

Das Rote Kreuz feiert seinen 150. Geburtstag

Wie viele Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften auf der ganzen Welt begeht am Mittwoch das Deutsche Rote Kreuz den 150. Jahrestag seit der Entstehung der Rotkreuzidee auf einem Schlachtfeld in Italien 1859. Heute ist die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung die größte Hilfsorganisation der Welt mit 186 nationalen Gesellschaften.

In Berlin wird der Jahrestag mit einem Festakt in der Botschaft Italiens am 25. Juni begangen. Unter den Gästen sind DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, Dr. Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert.

An dem Ort der damaligen Schlacht, im italienischen Solferino, findet vom 23. bis 27. Juni das Weltjugendcamp „Youth on the move“ statt. 600 Jugendliche aus 150 Ländern sind zu Gast, darunter Jugendliche aus Tadschikistan und Palästina. Jugendrotkreuzler aus Nordrhein-Westfalen haben junge Männer und Frauen aus Burkina Faso nach Solferino eingeladen, zu denen eine lange Partnerschaft besteht. Auf einem humanitären Boulevard in Solferino wird die heutige Rotkreuz-Arbeit zum Anfassen vorgestellt, etwa die mobilen Nothilfe-Einheiten (ERU), die in Katastrophen zum Einsatz kommen.

Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Fackellauf, die „Fiaccolata“ am 27. Juni von Solferino ins benachbarte Castiglione. Der Lauf folgt dem Weg der Helfer vor 150 Jahren, als die Verletzten in die Kirche von Castiglione gebracht wurden. Bis zu zehntausend Menschen werden am Samstag in den Hügeln oberhalb des Gardasees unterwegs sein.

Henry Dunant versorgte damals Kriegopfer nach dem Maß der Not – egal ob Freund oder Feind, Opfer oder Täter. Dieses Prinzip der Neutralität gilt auch heute noch, wie Dr. Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) betont: «Für die Arbeit in Krisen- und Kriegsregionen ist es wichtig, dass wir den Dialog mit allen Konfliktparteien pflegen. Wir reden mit allen, aber wir ergreifen nicht Partei im Konflikt.» Der Zugang zu Opfern und Bedürftigen, egal ob in Myanmar(Birma) oder in irakischen Gefängnissen, ist dem Roten Kreuz seit jeher wichtig. «Mit seiner international herausgehobenen Rolle zur Wahrung des Humanitären Völkerrechts kann das Rote Kreuz – häufig im Verborgenen – besonders viel für Notleidenden und Unterdrückten erreichen. Für die Gefangenen sind die Besuche des Roten Kreuz und die damit oft verbundene Aufdeckung von Missständen unersetzlich», ergänzt Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.

Rainer Beichler | | Quelle:

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