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Einen Monat nach der Katastrophe

Einen Monat nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan versorgt das Japanische Rote Kreuz weiter die Opfer im Katastrophengebiet. Nachbeben und der Nuklearunfall in Fukushima erschweren die Arbeit der Helfer vor Ort.

«Japan ist eines der größten Geberländer in der Entwicklungshilfe und dem Katastrophenschutz weltweit, aber heute sind wir für die Freundlichkeit und das Mitgefühl dankbar», sagt Tadateru Konoé, Präsident des Japanischen Roten Kreuzes und Chef der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. «Ich bin überwältigt von der Solidarität, dem Mitgefühl und der Großzügigkeit, die Menschen aus allen Ländern der Welt uns entgegenbringen». In Deutschland wurden bisher 14 Millionen Euro an Spenden für das Rote Kreuz gesammelt.

Noch immer sind im Katastrophengebiet rund 188000 Menschen obdachlos und in 2200 Notunterkünften untergebracht. Nachbeben und der Nuklearunfall in Fukushima erschweren den Hilfseinsatz zusätzlich.
Das Japanische Rote Kreuz betreut diese Menschen medizinisch und steht ihnen auch mit psycho-sozialer Beratung zur Seite. 579 medizinische Teams versorgen die Menschen in Krankenhäusern und Notlagern. Sie kümmern sich aber auch um ältere und gebrechliche Japaner, die in abgelegenen Regionen betreut werden müssen. Bisher wurden 125000 Decken und fast 200000 Kleidungsstücke durch die Helfer verteilt. Daneben geben die Helfer Hausrat im Wert von 110 Millionen Euro an die Bewohner von 70000 Behelfshäusern, denen nichts geblieben ist.

Das Japanische Rote Kreuz wird ein spezielles Komitee einrichten, um regelmäßig über die Verwendung der Spenden aus aller Welt zu berichten. Der japanische Rotkreuz-Präsident Konoé versprach, die Spenden transparent einzusetzen, so dass den Menschen in den betroffenen Gebieten schnell und gerecht geholfen werden kann Grundsätzlich fließen die Mittel in die Soforthilfe, den Wiederaufbau und in die Katastrophenvorsorge.

Rainer Beichler | | Quelle:

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