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Keniaprojekt des Rotary-Club Eisenach

Die hohe Sterberate infolge der AIDS-Pandemie hinterlässt in Kenia zunehmend sehr viele gesunde Waisenkinder, die in diesem armen Land der dritten Welt eine schwere Zukunft haben: Es gibt kaum Ausbildungsplätze, wenig Arbeitsplätze und keine staatliche Unterstützung. Die Berichte über steigende Zahlen der Straßenkinder in den größeren Städten, die wohnungslos durch die Slums irren und sich mit Betteln, Kinderprostitution und Kleinkriminalität durchschlagen, sind erschreckend.

Dem ehemaligen Präsident des RC Eisenach, Dr. Wolfgang Herrmann (verst.) hat dies keine Ruhe gelassen. Deshalb hat er in Vernetzung mit dem Verein «Dentists for Africa e.V. mit Sitz in Sömmerda die Unterstützung bei der Schulausbildung von aidswaisen Jugendlichen in Nayabondo (Kenia) durch den Rotary-Club initiiert.
Nayabondo liegt 40 km südlich des Äquators auf einer Hochebene in 1600m Höhe. In der engeren Region leben ca. 200000 Menschen. In ca. 70 km Entfernung liegt die nächst größere Stadt Kisuma am Viktoriasee, die über eine ausreichende Versorgungsstruktur verfügt und von der die Versorgung gesichert werden kann, wenn denn Geld vorhanden ist.

Der RC Eisenach engagiert sich seit 2008. Er finanziert die Schulausbildung und unterstützt die Berufsausbildung von zurzeit 16 Jugendlichen. Seit dieser Zeit sind ca. 16000 € an Unterstützung aus Eisenach nach Kenia geflossen.

Mit 320 € kann für 2 Jahre die Schulausbildung inklusive der Internatsunterbringung für einen Jugendlichen gesichert werden. Ein Teil der Jugendlichen hat bzw. schließt gegenwärtig die Schulausbildung ab. Mit dem Abschluss erreichen die Jugendlichen die Voraussetzung mit einem Studium einen Beruf zu erlernen.

Der RC Eisenach wird das Studium für 3 – 4 Jahre mit 500 € pro Jahr und Jugendlichem unterstützen.

Innerhalb des Clubs wurden dazu persönliche Patenschaften übernommen um die Finanzierung zu sichern, aber auch um persönlichen Kontakt zu halten. So gibt es zwei-, dreimal im Jahr einen persönlichen Briefkontakt.

Durch die direkten Kontakte des Vereins Dentists for Africa e.V ist sichergestellt, dass das Geld direkt, ohne Verlust und ohne Verwaltungskosten den Jugendlichen zukommt.
Der Zahnarztverein ist mit freiwilligen Ärzten, die ihre Kosten selber tragen, sehr oft vor Ort und kümmert sich neben der zahnärztlichen Versorgung auch um die Ausbildung von aidswaisen Jugendlichen.
Gesteuert wird die Hilfe durch Franziskanerschwestern, die vor Ort sozial tätig sind. Die Franziskanerin Schwester Seraphine, die für die Ausbildung zuständig ist, besucht momentan Deutschland. Der Club freute sich, Sr. Seraphine zu unserem Clubmeeting im Glockenhof begrüßen zu können. Begleitet wird die Schwester von Dr. Schinkel, dem Vorsitzenden des Vereins Dentists for Africa e.V.

«Wir wissen, dass es in und um Nayabondo viele Tausende verwaiste Jugendliche gibt, die weder eine adäquate Schul- noch eine Berufsausbildung erhalten. Aber wenigen zu helfen ist besser, als nichts zu tun. Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen, ist die beste Art nachhaltig zu helfen. Nur gut ausgebildete Jugendliche haben eine Chance aus dem Elendskreislauf auszubrechen. Auch sind die Jugendlichen, deren Berufsausbildung gefördert wurde, verpflichtet, später in einen Fonds einzuzahlen, der dann wieder neue Ausbildungen unterstützt. So kann der Kreis derer, die unterstützt werden, auch kontinuierlich vergrößert werden und fremde Hilfe wird immer weniger nötig», so die Rotarier.

Die Eisenacher Rotaracter und die Soroptimisten Eisenach unterstützen dasr Projekt durch die Übernahme von konkreten Patenschaften.
«Über weitere Unterstützung, auch von außerhalb des Clubs, freuen wir uns. Wer helfen möchte, sollte sich mit uns, dem Rotaryclub Eisenach, in Verbindung setzen.»

Rainer Beichler | | Quelle:

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