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Krankenhausinfektionen reduzieren durch «Aktion saubere Hände»

In Deutschland treten jährlich etwa 500000 Fälle auf, in denen sich Patienten eine Infektion im Krankenhaus zuziehen. Beispiele hierfür sind Wundinfektionen nach Operationen oder Lungenentzündungen bei beatmeten Patienten. Krankenhausinfektionen stellen damit eine der größten Herausforderungen auf dem Gebiet der Patientensicherheit dar. Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Übertragung von Infektionserregern ist die Einhaltung einer sorgfältigen Händedesinfektion des Krankenhauspersonals. Die Förderung der Händehygiene ist das Ziel der «Aktion saubere Hände».

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat die Schirmherrschaft über die «Aktion saubere Hände» übernommen. Sie erklärt dazu: «Krankenhausinfektionen führen zu verlängerten Krankenhausaufenthalten, Komplikationen in der Behandlung und vermeidbarem Leiden bei Patientinnen und Patienten. Vertrauen in Krankenhäuser, Ärzte, Ärztinnen und Pflegepersonal geht verloren. Der beste Schutz vor Krankenhausinfektionen ist so einfach wie effizient: Hände desinfizieren! So wird verhindert, dass die Erreger von Patient zu Patient wandern. Wir haben in Deutschland eine hervorragende Gesundheitsversorgung: Hochleistungsmedizin, exzellent ausgebildetes Personal, innovative Arzneimittel. Es darf einfach nicht passieren, dass eine erfolgreiche Behandlung vielleicht daran scheitert, dass eine Händedesinfektion unterlassen wurde.»

Die «Aktion saubere Hände» wird gemeinsam vom Referenzzentrum für die Überwachung von Krankenhausinfektionen, der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung und dem Aktionsbündnis Patientensicherheit durchgeführt. Das Projekt gliedert sich in eine Studie und eine Kampagne. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Gesundheit mit insgesamt 650000 Euro gefördert.

Die Bundesregierung hat im November 2006 das WHO-Aktionsprogramm «Clean Care is Safer Care» unterzeichnet. Mit der Förderung der «Aktion saubere Hände» wird eine wichtige Zusage eingelöst.

Rainer Beichler | | Quelle:

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