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Magen-Darm Erkrankungen durch Salmonellen

Magen-Darm Erkrankungen durch Salmonellen (Salmonellen – Gastroenteritis) sind in Deutschland nach wie vor die Hauptursache von meist lebensmittelbedingten meldepflichtigen Darminfektionen. Weltweit werden etwa eine Milliarde dieser Erkrankungen pro Jahr bekannt. In Thüringen waren es im Jahr 2008 2148 Fälle. In diesem Jahr sind bisher etwa 570 Menschen in Thüringen an einer Salmonelleninfektion erkrankt, davon waren zu 40% Kinder unter 10 Jahren betroffen.
Dazu erklärte die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Christine Lieberknecht (CDU): «Salmonellen sind Bakterien, die beim Menschen, die Salmonelleninfektion auslösen können. Es handelt sich um eine schwere, aber meist von selbst ausheilende Durchfallerkrankung. Die Salmonellose ist hoch ansteckend und deshalb meldepflichtig. Häufigste Infektionsquelle sind kontaminierte Lebensmittel, insbesondere rohe Eier, Geflügel und rohes Fleisch. Um Salmonellen abzutöten, müssen Lebensmittel mindestens 10 Minuten auf 75 Grad Celsius erhitzt werden. Einfrieren hilft nicht. Zur Behandlung sollte in jedem Fall ärztliche Hilfe beansprucht werden.» Eine Belastung von Lebensmitteln mit Salmonellen – insbesondere während der Sommermonate – ist auch bei noch so strenger Kontrolle der Rohware nicht völlig auszuschließen. Bei den Maßnahmen zur Vermeidung von Salmonelleninfektionen steht daher an erster Stelle der hygienische Umgang mit Lebensmitteln in Verbindung mit persönlicher Hygiene.
Dazu gehören insbesondere die ausreichende Kühlung der Lebensmittel – möglichst unter 7 ° C – und das vollständige Durcherhitzen von Geflügelfleisch, Eiern und Eierspeisen sowie das regelmäßige Waschen der Hände. Insbesondere Kleinkinder, alte oder kranke Menschen sollten vorsorglich auf den Verzehr von rohen Eiern und rohem Hackfleisch verzichten.
Auch pflanzliche Produkte vor allem Trockenprodukte wie Gewürze, Kakao, Trockengemüse, Pilze, Kräuter und Tees können vereinzelt von Salmonellenkontaminationen betroffen sein. Daraus zubereitete Speisen sollten vor dem Verzehr immer ausreichend erhitzt werden.

Die Thüringer Veterinärbehörden unternehmen gemeinsam mit den Landwirtschaftsbetrieben erhebliche Anstrengungen, die Salmonelleninfektionen in den Tierbeständen zu bekämpfen und damit die Infektionsgefahr für die Verbraucher zu vermindern. Die deutlich rückläufigen Erkrankungszahlen in den ersten Monaten dieses Jahres können auch als Indiz für den Erfolg der Maßnahmen bewertet werden.

Wo gibt es weitere Informationen zum Thema Salmonellose?
Weitere Informationen erhalten alle interessierten Bürger auf der Internetseite des http://www.rki.de(Robert-Koch-Institutes): (Infektionskrankheiten von A-Z) bzw. in allen Thüringer Gesundheitsämtern.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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