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Mehr als die Hälfte aller Menschen wird zum Pflegefall

BIVA empfiehlt rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen

Über die erfreuliche Tatsache, dass wir immer älter werden, wird gerne vergessen, dass dies an der voraussichtlichen Pflegebedürftigkeit jedes Einzelnen nichts ändert. Auch in Zukunft wird mehr als die Hälfte aller Menschen am Ende ihres Lebens zum Pflegefall. Darauf weist die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) e.V. am 1. Oktober hin, dem Tag der älteren Generation.

Die zu erwartende Pflegebedürftigkeit wird von den meisten Menschen zu lange ignoriert und verdrängt. Das beklagt Dr. Manfred Stegger, Vorsitzender der BIVA. Erst dann, wenn der akute Fall eintritt und die Zeit drängt, beginnen die persönlich Betroffenen und ihre Angehörigen sich mit den damit verbundenen Veränderungen zu beschäftigen. Die Wahl der Pflegedienste oder stationären Einrichtungen erfolgt meist unter großem Druck, so dass eine sorgfältige Entscheidung kaum möglich ist. Die damit verbundenen gravierenden Lebensveränderungen lassen sich in der Regel nur sehr schwer korrigieren oder rückgängig machen.

Die BIVA empfiehlt allen Menschen, sich rechtzeitig mit der Frage der eigenen Pflegebedürftigkeit zu beschäftigen, die wohnortnahen Pflegeangebote zu prüfen und die möglichen stationären Einrichtungen sorgfältig auszuwählen. Auch die Frage der Finanzierung wird häufig nicht genügend ernst genommen. Pflegebedürftigkeit ist für viele Menschen ein Armutsrisiko. Die BIVA, bietet seit mehr als 40 Jahren Hilfestellung bei der Lösung dieser Fragen und berät Betroffene, um sie vor Fehlentscheidungen zu bewahren. Stegger weist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Informationsmaterialien und den telefonischen Beratungsdienst der BIVA hin. Mehr dazu unter www.biva.de.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Es gibt Pflegefälle , aber im Prinzip werden die Alten entsorgt. Die jüngere Generation wurde des Landes verwiesen, von daher können sich die Generationen nicht mehr gegenseitig unterstützen. Gleichermaßen wurde Alten und Pflegeheime das Gewinnbringende Geschäftsmodel schlecht hin. Zur Zeit findet dazu eine Überarbeitung der Pflegesätze statt, gerade bei Ostdeutschen die davon ausgeschlossen waren 60 Jahre vorzusorgen wird dies sehr hart treffen, die Pflege im Alter führt hier zwangsweise zu einer besonderen Art der Enteignung. Dies wird auch die jetzige Produktivgeneration unter Werks.- Leihverträgen noch böse zu spüren bekommen. Ich vermute aber das es bald wieder ein von Kerzenlicht durchflutetes Beitrittsgebiet geben wird, zumindest sorgt der Bund schon mal vor und schafft mehr Wasserwerfer etc. an.

    • Bürger

      „aber im Prinzip werden die Alten entsorgt“ – Pflegeheime pauschal als „Entsorgungseinrichtungen“ zu bezeichnen, das ist ziemlich daneben. Gehen Sie mal in ein Pflegeheim und sehen sich an, wie dort so weit wie es möglich ist sich liebevoll um die Bewohner gekümmert wird. Und dabei spreche ich nicht von einigen unrühmlichen Ausnahmen.

      „können sich die Generationen nicht mehr gegenseitig unterstützen“ – die Jungen WOLLEN auch gar nicht ihre Alten pflegen und dafür Beruf und Familie aufgeben. Das war vielleicht mal in der Steinzeit so.

      „die davon ausgeschlossen waren 60 Jahre vorzusorgen“ – die gesetzliche Pflegeversicherung gibt es überhaupt erst seit 1994, das war meines Wissens nach der Wende.

      „Ich vermute aber das es bald wieder ein von Kerzenlicht durchflutetes Beitrittsgebiet geben wird“ – die Wasserwerfer werden nicht für friedlich ihre Meinung äußernde brave Bürger gebraucht, sondern gegen pöbelnde, dumpfbackige, randalierende, gewalttätige, nichtsnutzige Pegida-Pöbler, mit denen das Land ganz sicher in keine bessere Zukunft geht.

  • Luther

    Ein wenig Kerzenlicht in Ihr Gemüt, das wünsch ich Ihnen, Felix.

  • Rechner

    Wenn Sie in der DDR geboren, männlich und jetzt um die 60 sind, dann haben Sie nur ein etwa 25%iges Risiko, zum Pflegefall zu werden, also alles halb so schlimm, Felix. Und sollte es doch so weit kommen, dann können Sie sicher sein, dass Pflegeversicherung oder Sozialhilfe einspringen, sollten Ihre Lieben geflüchtet sein.

    • Prosecco Party im Plegeheim

      Auch wenn die Lieben nicht geflüchtet sind, könnte es ein trauriges Erwachen geben. All das Ersparte für den Lebensabend, die Kinder, die Enkelchen….wird nun rasch für die Eigenbeteiligung aufgebraucht und die Pflegeversicherung zeigt schnell das wahre Gesicht. Einfach mal selbst nachrechnen, die Erleuchtung ist sehr, sehr düster!!!

      Aber es gibt Hoffnung. Bei 2000€ Rente, natürlich je Person im Haushalt (dürfte ja in Eisenach fast jeder Rentner als monatlichen Zahlungseingang der Rentenversicherung haben), kann man auch die Pflegestufe 3 bei nicht überschwänglichem Lebnswandel noch entspannt sehen.

      • Schönrechner

        Warum sollte das „Ersparte für den Lebensabend“ auch an die Enkelchen gehen dürfen, wenn Opa zuvor noch sehr viele sehr hohe Rechnungen bezahlen muss? Und warum hat Opa nicht auch privat vorgesorgt mit einer privaten Pflegezusatzversicherung? Dann müsste er sich jetzt nicht beschweren. Das Risiko, selbst zum Pflegefall zu werden, steigt tatsächlich in unschöne Höhen, wenn man nur genügend alt wird. Dass wir am Ende unseres Lebens noch einer harten Prüfung unterzogen werden, wenn wir uns nicht mehr selbst helfen können, ist keine schöne Sache. Die gesetzliche Pflegeversicherung mildert die finanziellen Folgen eines solchen Schicksalsschlags deutlich ab. Deswegen ist die gesetzliche Pflegeversicherung eine gute Sache. Als „Vollkaskoversicherung“ hat der Gesetzgeber die Pflegeversicherung nicht ausgestaltet. Dann wären die Beiträge wohl deutlich höher, worüber wir uns dann auch wieder beschweren würden.

    • Jäger

      Als Rechner sollte man nicht wie eine Fliege ein Bündnis mit einem Leimfänger eingehen.
      Nur Mengenlehre mit Bauklötzen reicht nicht aus um die Welt auszurechnen. Auch sollte man im Sinn haben falls man den Lehrgang Schönrechnen belegt hat das dies immer in einer Seifenblase endet und platzt, auch wenn sie noch so schön gefunkelt hat.

      • Jäger

        Soso.

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