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Organspende ist Solidarität mit den Mitmenschen

Zum diesjährigen Tag der Organspende am 7. Juni erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: «Die Bereitschaft zur Organspende ist Solidarität mit den Mitmenschen über den Tod hinaus. Wer sich zur Organspende bereit erklärt, kann damit anderen ein Überleben ermöglichen. Jeder kann plötzlich durch eine schwere Erkrankung oder einen Unfall auf ein fremdes Organ angewiesen sein. Dann ist das eigene Leben von der Hilfsbereitschaft anderer Menschen abhängig. Wer Hilfe in einer solchen Situation erwartet, sollte auch bereit sein, selber zu helfen. Umfragen zeigen uns, dass die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Organspende hoch ist. Wichtig ist, diese in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Ich habe mich daher schon vor vielen Jahren für einen Organspendeausweis entschieden.»

Die Bundesgesundheitsministerin bedauert, dass sich der positive Trend bei den Organspenden nicht fortgesetzt hat, sondern abgeknickt ist – besonders in Bayern. «Umso wichtiger ist, dass alle Länder die organisatorischen Voraussetzungen in den Krankenhäusern verbessern. Transplantationsbeauftragte nach dem erfolgreichen Beispiel des Landes Mecklenburg-Vorpommern tragen dazu bei, die Spendebereitschaft zu erhöhen, und Rückgänge wie zum Beispiel in Bayern zu vermeiden.»

Im Jahr 2007 haben 1313 Menschen nach ihrem Tod anderen Menschen mit einer Organspende geholfen, das sind 4,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor (2006: 1259). Die Zahl der postmortal gespendeten Organe ist 2007 auf 4139 Spenderorgane gestiegen (2006: 3925). Dennoch warten derzeit mehr als 12000 Menschen in Deutschland auf eine neue Niere, ein neues Herz, eine neue Leber oder ein anderes lebensrettendes Organ.

Informationsangebote und Organspendeausweis
Das Bundesministerium für Gesundheit und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führen seit langem Informations- und Aufklärungskampagnen zur Organ- und Gewebetransplantation durch. Am Infotelefon Organspende beantworten Experten gern und kompetent Fragen zu den Themen Organspende und Transplantation. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Einrichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, und der Deutschen Stiftung Organtransplantation.

Das Infotelefon Organspende steht unter der Rufnummer 0800-9040400 kostenlos zur Verfügung, weitere Informationen sind unter http://www.organspende-info.de(www.organspende-info.de) und http://www.dso.de(www.dso.de) erhältlich.

Organspendeausweise sind in vielen Arztpraxen und Apotheken erhältlich. http://www.bmg.bund.de/cln_040/nn_600110/DE/Themenschwerpunkte/Organspende/Organspendeausweis.html(Ausweis herunterladen), auf dem Drucker ausdrucken und den Ausweis-Vordruck ausschneiden und ausfüllen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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