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Rechtzeitig an Zecken-Schutzimpfung denken

Mit steigenden Temperaturen nimmt auch die Zeckengefahr in Thüringen wieder zu.
FSME-Risikogebiete in unserem Freistaat sind: Kreis Hildburghausen, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Kreis Saalfeld-Rudolstadt, Kreis Sonneberg sowie die Städte Jena und Gera. Ein Kreis wird als Risikogebiet gekennzeichnet, sobald mehr als eine Erkrankung auf 100000 Einwohner registriert wird, gleiches gilt für Kreisgebiete, d.h. die Erkrankungsmeldungen eines Kreises und aller Nachbarkreise zusammen geteilt durch die Einwohnerzahl übersteigt eine Krankheitswahrscheinlichkeit von 1 auf 100000 Bewohner.

Thüringens Gesundheitsministerin Christine Lieberknecht rief deshalb in Erfurt die Bevölkerung zur Vorsorge auf: „Seit rund 20 Jahren ist in ganz Mitteleuropa eine kontinuierliche Zunahme von Zecken übertragener Krankheiten zu beobachten. Vorsorge, wie z.B. eine FSME-Impfung, ist deshalb unerlässlich. Wer in einem Risikogebiet für Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) wohnt, dort Urlaub machen möchte oder sich beruflich oder in der Freizeit häufig in der freien Natur aufhält, sollte sich also rechtzeitig impfen lassen! Informationen hierzu gibt es bei ihrem Hausarzt oder den Gesundheitsämtern.“ Die Kosten für eine Schutzimpfung werden in Thüringen für Bewohner der Thüringer Risikogebiete und für Urlauber in den Risikogebieten Deutschlands in der Regel von den Kassen erstattet.

Die zweite von Zecken übertragene Krankheit, die Lyme-Borreliose sei mit mindestens 50000 Neuerkrankungen bundesweit die häufigste von Zecken übertragene Infektionskrankheit, so Lieberknecht weiter.

Die Bürger können sich beim Aufenthalt in der freien Natur und beim Auftreten eines Zeckenstiches mit einfachen Vorsorgeregeln gegen Zeckenstiche schützen, wie z.B. durch Tragen heller Kleidung und die Anwendung von Repellents (chemische Stoffe, die der Abschreckung und dem Fernhalten von Schädlingen, die Red.). Gegen die FSME, nicht aber gegen die Borreliose, ist eine Impfung möglich. Während die Borreliose praktisch überall vorkommt, wo es Zecken gibt, tritt die FSME nur in bestimmten Risikogebieten auf. Eine Karte der Risikogebiete in Deutschland und in Thüringen ist im Internetangebot des Robert-Koch-Institutes unter: www.rki.de erhältlich. Jedes Jahr erkranken bundesweit zwischen 100 und 500 Menschen an FSME. 90 bis 95 Prozent aller Erkrankten stammen aus Süddeutschland. In Thüringen gibt es 2 bis 5 Fälle pro Jahr. In Thüringen waren es im Jahr 2008 insgesamt nur 2 Fälle, von denen eine Infektion im Ausland erworben wurde.

Christine Lieberknecht: „Insbesondere rate ich allen Thüringern, die in der nächsten Zeit eine Urlaubsreise antreten, zu erhöhter Vorsicht. Insbesondere in Mittelosteuropa, Osteuropa, Österreich, Schweiz, Schweden und Finnland sowie in allen Baltischen Staaten ist FSME weit verbreitet. Um einen sicheren Schutz zu gewährleisten, ist es sinnvoll, bereits in der kalten Jahreszeit zu impfen. Wer sich viel in der freien Natur aufhält, sollte auch eine möglichst geschlossene Kleidung achten und unbekleidete Körperstellen mit Mückenabwehrmitteln einreiben. Wichtig ist es auch, sich nach dem Aufenthalt in Wald, Wiese und Gebüsch, aber auch in Gärten und Parkanlagen nach Zecken abzusuchen.»

Über Zecken, FSME und Borreliose gibt es umfangreiche Informationsangebote im Internet, z.B. unter http://www.impfportal-thueringen.de(www.impfportal-thueringen.de.)

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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