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Rettungsdienst in der Wartburgregion wird ausgebaut

Bereits zum 20. Mal tagte der Rettungsdienstbereichsbeirat für den Wartburgkreis und die kreisfreie Stadt Eisenach. Ausgangspunkt war die jährliche Überprüfung und Auswertung der Einhaltung der Hilfsfristen, insbesondere der Fahrzeiten von Rettungs- und Notarzteinsatzwagen an den einzelnen Standorten und in den Einsatzbereichen aller Rettungswachen anhand der in der Zentralen Leitstelle dokumentierten Einsatzdaten und statistischen Erhebungen des Jahres 2013. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass in einzelnen Rettungswachenbereichen die Hilfsfristenerfüllung verbessert werden muss. Außerdem wurden die Hilfsorganisationen im letzten Jahr zu über 500 Einsätzen mehr im Vergleich zum Jahr 2012 alarmiert – ein Trend der bereits seit mehreren Jahren im Rettungsdienstbereich festzustellen ist.

„Wir haben daher Lösungen gesucht, die die hohe Qualität im Rettungsdienst auch weiterhin sichern, ohne dabei die Hilfsorganisationen an ihre Belastungsgrenze zu bringen“, stellte Landrat Reinhard Krebs zu Beginn der Sitzung am 25. März fest. Den Vorschlägen des Ordnungsamtes als Fachbehörde des Landkreises folgend, beschloss der Rettungsdienstbereichsbeirat im Anschluss folgende Änderungen:

Zum 1. Juli 2014 wird in Behringen ein zusätzlicher Rettungswagenstandort der Rettungswache Eisenach zunächst für einen Probezeitraum eingerichtet. Dieser soll von 7 bis 19 Uhr die rettungsdienstliche Versorgung der gesamten Gemeinde Hörselberg-Hainich mit dem Industriegebiet Kindel sowie einzelnen Nachbargemeinden im Landkreis Gotha sicherstellen. Die bisher bereichsübergreifende Vereinbarung zur rettungsdienstlichen Versorgung dieses Gebietes durch den Unstrut-Hainich-Kreis soll damit künftig durch den eigenen Rettungsdienstbereich Wartburgkreis erfolgen und zu einer Verbesserung der Hilfsfristenerfüllung führen. Hierbei werden auch Synergieeffekte bei Paralleleinsätzen für die Rettungswachenbereiche Eisenach und Thal erwartet.

Im südlichen Wartburgkreis wird ab 1. Januar 2015 anstelle des bisherigen von 7 bis 19 Uhr vorgehaltenen Rettungswagenstandortes Geisa der Rettungswache Vacha eine eigenständige Rettungswache in Geisa mit einer Rettungsmittelvorhaltung von einem Rettungswagen für 24 Stunden am Tag eingerichtet. Dadurch wird die nächtliche Versorgung verbessert und die Rettungswachen Vacha und Dermbach werden künftig stärker entlastet.

Um den gestiegenen Bedarf im Bereich des Krankentransportes im nördlichen Wartburgkreis Rechnung zu tragen, wird zudem die Vorhaltung der beiden Krankentransportwagen beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Eisenach zum 1. Januar 2015 um jeweils eine Stunde täglich erhöht.

Im Einsatzbereich der Rettungswache Herda können dank des Neubaus einer Rettungswache durch den Kreisverband des DRK an einem günstig gelegenen Verkehrsknotenpunkt Rettungswagen nun deutlich schneller in alle Richtungen ausrücken. Die neue Rettungswache in Herda wird am 11. April eröffnet.

Die Anzahl und Standorte der Rettungswachen sowie die Vorhaltung der Rettungsmittel richten sich nach der Einhaltung der Fahrzeiten der Rettungsmittel. Hierbei bilden das Einsatzaufkommen, die geographische Struktur des Rettungsdienstbereiches, die verkehrstechnischen Gegebenheiten sowie die Gefahrenschwerpunkte, die Bevölkerungsdichte und industrielle Schwerpunkte die Grundlage.

Karl-Heinz Brack | | Quelle:

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