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Thüringer Kliniken legen Qualität ihrer Behandlung offen

Im neuen Internetportal www.krankenhausspiegel-thueringen.de haben sich 18 Kliniken aus ganz Thüringen, darunter auch das St. Georg Klinikum in Eisenach, zusammengeschlossen, um gemeinsam die Qualität ihrer medizinischen Behandlung zu veröffentlichen. «Mit diesem außergewöhnlichen Service haben Patienten, Angehörige und einweisende Ärzte ab heute die Möglichkeit, sich ausführlich über die Qualität der Thüringer Krankenhäuser zu ausgewählten Behandlungen und über die Angebote der Krankenhäuser zu informieren», erklärt Rolf Weigel, Geschäftsführer des Eisenacher Klinikums. Thüringen nimmt unter den Flächenländern damit eine Vorreiterstellung ein. Vergleichbare Krankenhausspiegel gibt es bisher nur in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in der Region Hannover.

Unter www.krankenhausspiegel-thueringen.de wird die Qualität der Krankenhäuser bei 14 besonders häufigen oder komplizierten Behandlungsverfahren dargestellt, zum Beispiel beim Einsatz von Herzschrittmachern und Bypassoperationen oder bei Gelenkersatz an Hüfte und Knie. Der Thüringer Krankenhausspiegel folgt damit einem Bedürfnis der Menschen nach mehr Informationen über die Qualität der Krankenhäuser, denn er bietet patientenverständliche medizinische Informationen und vergleicht auf anschauliche Weise die Qualität der Krankenhäuser untereinander. Der Krankenhausspiegel Thüringen wird in den kommenden Jahren kontinuierlich um weitere Behandlungsgebiete und Informationen zur stationären Versorgung erweitert. Die veröffentlichten Daten werden jährlich aktualisiert.

Auswertung der Ergebnisse durch unabhängige Prüfgremien

Gezeigt werden die Ergebnisse der Krankenhäuser zu insgesamt rund 150 Qualitätsmerkmalen – jeweils als Schaubild, ergänzt durch Zahlen und erläuternde Texte. Zur schnelleren Orientierung sind die Ergebnisse der einzelnen Kliniken mit einer grünen oder roten Ampel für gute bzw. schlechte Qualität gekennzeichnet und werden mit den Durchschnittsresultaten auf Landes- und Bundesebene verglichen. Rote Ampeln für qualitative Auffälligkeiten kommen in Thüringen nur selten vor. Christine Kertscher, Leiterin der Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung Thüringen (LQS) erklärt: «Die im Krankenhausspiegel veröffentlichten Zahlen stammen aus der gesetzlich vorgeschriebenen externen Qualitätssicherung, der sich bundesweit alle Kliniken fortlaufend unterziehen müssen. Die Daten werden nach einheitlichen Vorgaben von unabhängigen Institutionen geprüft und ausgewertet – in Thüringen ist damit die Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung in Jena beauftragt.»

Ausführliche Informationen über Kliniken und Behandlungsgebiete

Über die laienverständliche Darstellung der Qualitätsergebnisse hinaus bietet das Online-Portal einen weiteren Service: Jede Klinik ist mit einem eigenen ausführlichen Porträt im Krankenhausspiegel vertreten, auf der in übersichtlicher Form wichtige Informationen u.a. über Fachabteilungen, Gütesiegel, Betten- und Patientenzahlen, Services, Mahlzeiten oder Ansprechpartner gegeben werden. Diese individuellen Klinikseiten können über eine interaktive Karte direkt angewählt werden. Außerdem gibt es für jedes im Krankenhausspiegel dargestellte Behandlungsgebiet ausführliche medizinische Informationen über Krankheitsursachen, Risikofaktoren, Symptome, Diagnose- und Therapieverfahren. Patienten können sich so ein umfassendes Bild über das jeweilige Gebiet machen und die Qualitätsergebnisse der einzelnen Krankenhäuser noch besser bewerten.

Weitere Informationen: www.krankenhausspiegel-thueringen.de

Karl-Heinz Brack | | Quelle:

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