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Verstärkt Geflügelbetriebe im Freistaat kontrolliert

In Thüringen existieren zur Zeit 11.986 Geflügelhaltungen mit insgesamt 5.173.883 Tieren, davon 64 Betriebe der Junghennen- und Legehennenhaltung sowie der Hähnchen- und Putenmast mit jeweils über 1.000 Tierplätzen.

In den letzten Jahren wurden diese Betriebe regelmäßig von den Thüringer Veterinärbehörden überprüft. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen mögliche Gesundheitsgefahren durch Tierarzneirückstände und Bakterien.
Im Jahr 2000 wurden 698 Überprüfungen in Geflügelbetrieben zur Einhaltung der Rechtsvorschriften veranlasst. Dabei wurden keine gravierenden Verstöße gegen das Tierarzneimittelrecht festgestellt. Die Geflügelschlachtung unterliegt ebenfalls der amtlichen tierärztlichen Überwachung. Weiterhin wurden im vorigen Jahr 113 Proben von Geflügelfleisch entnommen und auf Rückstände von Tierarzneimitteln untersucht. Dabei konnte weder eine Höchstmengenüberschreitung noch die Verwendung verbotener Substanzen festgestellt werden, so dass eine Gefährdung der Verbraucher durch Geflügelfleisch nicht gegeben ist.

Vor dem Hintergrund bundesweit aufgetretener Probleme in der Rinder- und Schweinezucht hat das Thüringer Gesundheitsministerium bereits am 19.02.2001 vorsorglich eine zusätzliche Kontrollaktion veranlasst. Die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter im Freistaat führen zusätzlich zu den Regelkontrollen zur Zeit spezielle tierarzneimittelrechtliche Überprüfungen bei den 64 Thüringer Geflügelhalterbetrieben durch.

Die bereits vor zwei Wochen angelaufene Kontrollaktion wird voraussichtlich noch einige Tage andauern. Das Ergebnis soll im März veröffentlicht werden. Dazu erklärte Gesundheitsminister Dr. Frank-Michael Pietzsch: «Die landesweiten Kontrollen der Thüringer Geflügelbetriebe auf Tierarzneirückstände und Bakterien stellen einen aktiven Beitrag zum Verbraucherschutz dar. Trotz der aktuellen Diskussion über BSE, Maul- und Klauenseuche sowie Futter- und Arzneimittelprobleme in der Rinder- und Schweinezucht, darf die Kontrolle der Geflügelmast nicht vernachlässigt werden. Gerade auch Geflügel ist für ansteckende Tierkrankheiten besonders anfällig. Daher gilt es auch in diesem Bereich, dem vorbeugenden Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen und die Bestände regelmäßig und sorgfältig zu kontrollieren!»

Rainer Beichler |

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