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Warnung vor Zeckenbissen

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen sind zurzeit die Zecken besonders aktiv. Dazu erklärte der Thüringer Minister für Soziales, Familie und Gesundheit, Dr. Klaus Zeh (CDU): «Mit ihrem Stich können Zecken eine Reihe von Krankheitserregern übertragen. Besonders bekannt ist die durch Viren hervorgerufene FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) und die durch ein Bakterium verursachte Lyme-Borreliose.»

Das Tückische am Zeckenstich: Er ist meist schmerzlos. Während der Sommermonate warten die Zecken im Gras und auf Büschen auf Tiere und Menschen, von denen sie im Vorübergehen abgestreift werden. Auf dem Wirt angekommen, sucht die Zecke eine geeignete Stelle zum Zustechen. Beim Menschen sind dies meistens die von der Bekleidung unbedeckten Körperteile (Arme und Beine) – bei Kindern auch der Kopf. Nicht jeder Zeckenstich bedeutet eine Infektion und Erkrankung. Dort, wo viele Zecken das FSME-Virus in sich tragen, besteht das Risiko einer Infektion und Erkrankung. Diese Gebiete werden FSME-Risikogebiete genannt.
In Deutschland betrifft das vor allem den Süden (Baden-Württemberg und Bayern), im europäischen Ausland Österreich, die Schweiz, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, die Russische Republik, das Baltikum, Schweden und Polen.

Dr. Zeh: «In Thüringen wurden der Saale-Holzland-Kreis und der Saale-Orla-Kreis zu Risikogebieten erklärt, nachdem dort einige Erkrankungen bei Erwachsenen aufgetreten waren.» Man spricht dann von einem Risikogebiet, wenn mindestens zwei sicher diagnostizierte FSME-Erkrankungen innerhalb eines Jahres in einem Landkreis auftreten. Nach einer FSME-Infektion kann es 7 bis 14 Tage nach einem Zeckenstich zu Anzeichen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden, ähnlich einer Sommergrippe, kommen. Nach etwa acht beschwerdefreien Tagen kann sich bei bis zu 10 Prozent der Erkrankten eine Hirnhaut- und/oder Gehirnhautentzündung oder Rückenmarksentzündung zeigen.

Um einer FSME-Erkrankung vorzubeugen, kann eine Schutzimpfung vorgenommen werden, die von den gesetzlichen Krankenkassen für die Bewohner und Besucher der Risikogebiete in Deutschland bezahlt wird. Bei Auslandsreisen müssen die Kosten der FSME-Impfung selbst getragen werden.
Die FSME-Impfung ist aber nur für solche Personen erforderlich, die sich in einem Risikogebiet im Freien aufhalten wollen.

Die Lyme-Borreliose kann im Frühstadium mit Antibiotika gut behandelt werden.

Gesundheitsminister Dr. Zeh: «Diejenigen Bürger, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder dort Urlaub machen möchten und sich beruflich und in der Freizeit oft in der freien Natur aufhalten, sollten sich rechtzeitig impfen lassen. Außerhalb von Risikogebieten ist es jedoch ausreichend, auf möglichst geschlossene Kleidung zu achten und unbekleidete Körperstellen mit Zeckenabwehrmitteln einzureiben. Wichtig ist es auch, sich nach Aufenthalten im Wald, Wiese und Gebüsch nach Zecken abzusuchen. Nähere Auskünfte darüber erteilen die Hausärzte und die Gesundheitsämter.»

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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