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Weltnichtrauchertag am 31. Mai

Im Jahr 2007 verstarben 1141 Einwohner Thüringens an den Folgen des Rauchens. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 26 Personen mehr (2,3 Prozent) als im Jahr zuvor.
Der Anteil an den Sterbefällen insgesamt betrug 4,4 Prozent. Damit wurden bei jedem 23. Verstorbenen die Folgen des Rauchens als Todesursache von den Ärzten diagnostiziert.
Die Sterbeziffer erhöhte sich von 2006 zu 2007 von 48,0 auf 49,6 Personen je 100 000 der Bevölkerung.

In Deutschland verstarben 43005 Personen an Erkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Der Anteil an den Todesursachen insgesamt lag im Bundesdurchschnitt mit 5,2 Prozent im Jahr 2007 genauso hoch wie ein Jahr zuvor.
Der Anteil Thüringens an diesen Todesursachen betrug 2,7 Prozent.

An den für Raucher symptomatischen Erkrankungen verstarben in Thüringen rund drei Mal mehr Männer (869 Personen) als Frauen (272 Personen).
Der Anteil der Frauen an tabakbedingten Sterbefällen nimmt jedoch zu. Während im Jahr 2006 noch jeder fünfte Sterbefall (19,2 Prozent) eine Frau betraf, war es im Jahr 2007 schon jeder vierte tabakbedingte Sterbefall (23,8 Prozent).
Zu den tabakbedingten Sterbefällen zählen Lungenkrebs (1 109 Sterbefälle), Kehlkopfkrebs (30 Sterbefälle) und Luftröhrenkrebs (2 Sterbefälle).
Allein der Lungenkrebs stellt in Thüringen die vierthäufigste Todesursache dar, bei Männern steht diese Todesursache sogar an dritter Stelle und bei den Frauen rangiert sie an zwölfter Stelle.
Der Kehlkopfkrebs lag in der Rangliste der Todesursachen an 102. Stelle, bei den Männern lag er auf Platz 73 und bei den Frauen auf Platz 201.
Der Luftröhrenkrebs steht in der Liste aller Todesursachen an der 329. Stelle.

Das durchschnittliche Alter der an den Folgen des Rauchens Verstorbenen lag 2007 mit 69,5 Jahren um 6,2 Jahre niedriger als das durchschnittliche Alter aller Gestorbenen (75,7 Jahre).

Ein territorialer Vergleich zeigt, dass im Landkreis Sömmerda die meisten tabakbedingten Sterbefälle zu verzeichnen sind. Bezogen auf 100000 der Bevölkerung ergibt sich eine Sterbeziffer von 68,7 Personen. Auch bei den Männern ist sie mit 114,0 im Landkreis Sömmerda am höchsten.
Die niedrigste Sterbeziffer wurde mit 32,2 Gestorbenen je 100 000 der Bevölkerung für die Stadt Jena ermittelt.

Rainer Beichler | | Quelle:

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