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0,7 Sekunden entschieden über Sieg bei Rallye Wartburg

Mit einem Sieg für das Team Anton Werner/Ralph Edelmann (Porsche 911 GT3) endete die 49. ADAC Wartburg-Rallye in Eisenach. Nach 15 Wertungsprüfungen auf den thüringischen Landstraßen rund um die Wartburg hatten die beiden Niederbayern im Ziel einen hauchdünnen Vorsprung von 0,7 Sekunden auf die Thüringer Olaf Dobberkau/Jenny Gäbler (Porsche 911 GT3 RS). Dritte wurden Maik Stölzel/Helmar Hinneberg mit ihrem Škoda Octavia WRC.

Für Anton Werner hatte sich damit die über Wochen hinweg in den neuen Wettbewerbs-Porsche investierte Zeit und Mühe ausgezahlt, nachdem ein größerer Unfallschaden zu Saisonbeginn eine Pause erzwungen hatte. Olaf Dobberkau scheiterte erneut am Gesamtsieg bei seiner Heimrallye, obwohl er das Geschehen auf den Wertungsprüfungen klar dominiert hatte. Sein Pech: Wegen eines Stempelfehlers an einer Zeitkontrolle der zweiten Etappe hatte er sich eine Zeitstrafe von 40 Sekunden eingehandelt und war damit vom ersten auf den zweiten Platz zurückgefallen. 10,8 Sekunden lag er vor der letzten Prüfung hinter Anton Werner zurück, und mit einem Husarenritt über die 12,4 Kilometer lange Strecke südlich von Eisenach knöpfte der Thüringer seinem Konkurrenten 10,1 Sekunden ab – nicht genug. «Ich glaub’ das nicht, 0,7 Sekunden zu wenig», schüttelte Dobberkau am Ende der Prüfung frustriert und fassungslos den Kopf. Auf zehn der 15 Prüfungen hatte er die Bestzeit gesetzt, vier gingen an Werner, eine wurde für Stölzel notiert. Letzterer zeigte sich im Ziel recht zufrieden, nachdem er vor der Wartburg-Rallye den zweiten Motorschaden der Saison zu reparieren gehabt hatte: «Mit dem dritten Platz kann ich leben, auf diesen schnellen Prüfungen hatte ich gegen die Porsche ohnehin keine Chance», sagte der Zwickauer.

Auf Platz vier kamen Rainer Noller/Uwe Walz mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 7 ins Ziel und gewannen damit auch die seriennahe Gruppe N. Damit übernahm Noller nach zwei Rallyes die Führung in der Punktetabelle der DRS, denn der als Spitzenreiter angereiste Essener Tim Stebani (Škoda Octavia Kit Car) musste nach einem Fahrwerksdefekt die Segel streichen. In der DRS-Tabelle zogen damit Noller und die Rallye-Lady Ellen Lohr (Subaru Impreza WRX) an ihm vorbei. Noller freute sich: «Spitze, dass ich hier den Gruppensieg und den Sprung an die DRS-Spitze geschafft habe», sagte der Mitsubishi-Pilot im Ziel.
Lohr, die während der ersten Etappe noch auf Schlagdistanz zu Noller gelegen hatte, büßte durch eine versehentlich gefahrene Zusatzrunde auf einer Rundkurs-Prüfung viel Zeit und mehrere Plätze ein. Sie beendete die Rallye auf Platz sieben.

Im Feld der 66 Starter waren viele Teams aus der Region, die sich in der Serie recht achtbar schlugen. So landeten Heiko Scholz und Sven Karpa (Ruhla/Moorgrund) mit ihren Honda Civic auf dem 5. Platz. Neunte wurden Stefan Kohl und Andreas Tanz (Steinbach/Schmalkalden) im BMW und Sascha Braun ( Bodelwitz/Mihla) im Opel Astra F wurden 10.
Pech hatten Lars Anders und Jens Schachtler (Eckardtshausen/Berka Werra) im Mitsubishi Lancer. In der vierten WP hatten sie einen Defekt am Differenzial ihren Autos – Ende der ersten Etappe. In der Nacht wurde gebaut und Sonntag wieder gestartet. Zwar gab es am Ende nur einen 39. Platz (pro nicht gefahrener WP 5 Minuten Zuschlag), doch das Team wollte für seine Fans und die Sponsoren ihre Auto im Wettbewerb zeigten. «Das Auto läuft wieder perfekt, schade wir hatten vorne mitfahren können …», so Lars Anders.

Insgesamt wurden 15 Wertungsprüfungen gemeistert, 126,21 km in Wertung gefahren. 411 Kilometer war die Rallye insgesamt lang.

Zur Rallye Wartburg gehörte auch die «ADAC Rallye Wartburg Historic», diese betrachtet die Redaktion gesondert.

http://www.sportas.de/ergebnis/ergebnisse/wa08end.pdf(Ergebnisse)

Das Siegerauto in Ütteroda

Rainer Beichler |

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