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10:47:19 Stunden für 170,4 Kilometer Rennsteig

Am Samstag wurde 5 Uhr (Frauen und Mixed) der 9. Rennsteigstaffellauf in Blankenstein gestartet. 170,4 Kilometer nahmen 153 Staffel zu je zehn Läufern auf sich. Es gab reine Damen- und Männer Teams sowie Mixed-Staffeln (5 Frauen, 5 Männer). Rund 14 bis 20 Kilometer hatte jeder Sportler zu laufen. Oft war noch ein Radfahrer als Begleiter dabei.
Lustige Namen gaben sich die Teams: Quark-Sahne-Team aus Eisenach, Wasserturmexpress aus Hötzelsroda, Rennsteig-Oldies, Burgunder Gäule, Koma Läufer, Nu Pagadi, Berggrabenstolperer oder de/javu runners team aus Eisenach.

Dabei waren auch die «Erbstromtaler Schmalwaden». Am Start waren 10 Männer, zum großen Teil Mitglieder des WSC 07 Ruhla, der auch Erfinder dieses Laufes um Trainer Klaus Baacke war, um in 10 Etappen, den Rennsteig zu bewältigen.

René Etienne berichtet über die Vorbereitungen und den Lauf: «Bereits seit Januar laufen die Vorbereitungen. Wer läuft welche Strecke? Welcher Radbegleiter begleitet welchen Läufer? Im Mai trafen wir uns dann wieder bei Horst Seyfarth, im Eiscafé Seebach (Klubhaus), der uns auch in diesem Jahr wieder großzügig unterstützte, um genaue Details zu besprechen.
Verletzte Läufer mussten ersetzt werden, für verhinderte Radbegleiter suchten wir Vertretung. Dank guter Vorbereitung das ganze Jahr über klappte auch dies problemlos. Am 23.06.07 um 6.00 Uhr war Start in Blankenstein und es sollte eine reine Schlammschlacht am Rennsteig werden, die kein Läufer so noch nicht erlebt hat. Ständig mehr oder weniger Dauerregen verwandelte den Rennsteig teilweise in einen kleinen Bach. Knöcheltief versanken die Läufer im Schlamm.
Bis Oberhof lief trotzdem alles nach Plan. Bis dort ein Anruf kam, nächster Läufer steckt in Luisenthal nach schwerem Verkehrsunfall im Stau. Zufällig waren ein PKW und Fahrer in Oberhof da, der 30 min vor Wechsel nach Luisenthal fuhr und Läufer und Radbegleiter zum Grenzadler holte, sodass auch dieser Wechsel pünktlich vollzogen werden konnte.
Auf der letzten Etappe ließ der Regen etwas nach und unser letzter Läufer überbot sich selbst, sodass wir, so schnell wie noch nie, um 19.43 Uhr das Ziel in Hörschel erreichten.
Ein Platz im vorderen Mittelfeld erfreut uns Hobbyläufer, wie gesagt der Weg ist das Ziel. Bei Nudeln mit Tomatensoße und einigen Bierchen ließen wie das Erlebnis Rennsteig, bis in den späten Abend ausklingen. Auf ein Neues im nächsten Jahr.»

Den Staffellauf bei den Männern (101 Staffeln) gewann das Team TSV Ostheim in 10:47:19 Stunden. Die Frauen (13 Staffeln) von Sport Luck Oberhof siegten in 13:38:02 Stunden. Die Dadner Rennsteigrenner waren mit 12:36:45 Stunden die Schnellsten bei den Mixed-Teams (39 Staffeln).
Wechselpunkte waren Grumbach, Weidmannsheil, Neuhaus, Masserberg, Allzunah, Grenzadler, Neue Ausspanne, Kleiner Inselsberg und die Hohe Sonne.
Traditionell wurde in Hörschel ein Stein aus Blankenstein in die Werra geworfen.

Erbstromtaler Schmalwaden im Ziel
Gemeinsam geht es in Ziel

Rainer Beichler |

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