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Christoph Jauernik, der Coach des ThSV Eisenach | Bildquelle: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach

Beschreibung: Christoph Jauernik, der Coach des ThSV Eisenach
Bildquelle: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach

Abwehrleistung beibehalten und im Positionsangriff zulegen

ThSV Eisenach hofft am Samstag auf ein Ende der Talfahrt / Im Interview: Trainer Christoph Jauernik
Die Luft für den ThSV Eisenach nach 2:16 Punkten wird dünn. Punkte müssen her, das weiß auch Trainer Christoph Jauernik. Am Samstag, 21.10.2017 empfangen die Wartburgstädter als Tabellen-Achtzehnter um 19.30 Uhr den Tabellen-Fünften SG BBM Bietigheim.

Wir sprachen vor der Partie mit Eisenachs Trainer Christoph Jauernik.
Seit unserem letzten Interview vor zwei Wochen flossen erneut nur Minuspunkte in die Bilanz ein. Kann der ThSV Eisenach dem Abwärtssog entrinnen? Wie soll das geschehen?
Ja, wir können dem Abstiegssog entrinnen. Wir haben in den letzten zwei Wochen einiges verbessert, einiges richtig gemacht. Richtig ist natürlich, es hat nicht gereicht, um zu punkten. Zu beachten, mit dem weiterhin verlustpunktfreien Tabellenführer Bergischer HC und dem ebenfalls in der Tabelle oben angesiedelten heimstarken VfL Lübeck-Schwartau trafen wir auf hochkarätige Kontrahenten. In Lübeck warteten wir mit einer durchgängig guten Abwehrleistung auf, hatten im Positionsangriff nahezu durchgängig Schwächen. Wir müssen uns im Positionsangriff deutlich steigern. Es muss jenes zusammen fließen, das wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten gut gemacht haben.

„Wir haben die längere Schwächephase der Eisenacher einkalkuliert und diese kam auch“, resümierte Torge Greve, der Coach des VfL Lübeck-Schwartau, am vergangenen Spieltag. Das stimmt doch arg bedenklich?
Wir sind nicht über 60 Minuten stabil. Das ist uns klar. Es gab allerdings keinen Knackpunkt. Wir warten mit einem durchgängig schlechten Positionsangriff auf. Neben einer engagierten Leistung in der Abwehr benötigen wir einen durchgehend guten Positionsangriff. Durch dieses Missverhältnis entstehen Phasen, in denen die Zahlen auf der Anzeigetafel in die andere Richtung steigen.

Sie selbst sprechen von erheblichen Mängeln im Positionsangriff. Wie versuchen Sie diese zu beheben?
Wir haben Defizite bei unseren Rückraumspielern. Zu wenig klare Aktionen werden effektiv abgeschlossen. Unsere Knackpunkte liegen bei den Auslösehandlungen, im zu verbessernden Zweikampfverhalten, in der fehlenden letzten Konsequenz, in die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr zu gehen. Wir müssen unseren organisierten Vorteil mit aller Konsequenz zu Ende spielen, bis zum Torerfolg! Dadurch erhöhen sich auch die Möglichkeiten für Bälle zu den Außenpositionen, durch die Adrian Wöhler und Willy Weyhrauch zu Abschlussmöglichkeiten kommen. Mehr als zuletzt.

Marcel Schliedermann und Daniel Luther sind nach ganz langen Verletzungen wieder dabei. Wir sehen Sie deren aktuelle Rolle?
Marcel braucht noch intensive Trainingseinheiten und viele Wettkämpfe, um in seine Schiene zu finden, um Wettkampfhärte zu verbessern. Es ist ja vorgesehen, dass sich er und Ibai Meoki die Rolle des Spielgestalters teilen, diese damit durchgängig gut ausgefüllt wird. Ich bin mir sicher, beide können diese Aufgabenstellung gut erfüllen.
Trotz seiner langen Verletzung konnte Daniel Luther im Abwehrbereich gleich Akzente setzen. Mit seiner Erfahrung, mit seinem Stellungsspiel, mit seinem intensiven und dennoch fairen Zweikampfverhalten ist er eine Verstärkung für unsere Abwehr, mit Duje Miljak im zentralen Abwehrbereich, ob bei 6:0- oder 5:1-Varianten. Beim jüngsten Auswärtsspiel setzte er im zweiten Abschnitt auch Akzente im Angriff.

Nun kommt der Tabellen-Fünfte, der 14:4 Zähler aufzuweisen hat und mit dem Pfund eines bärenstarken Rückraums wuchert. Wie wollen Sie dem Team der SG BBM Bietigheim begegnen?
Die SG Bietigheim ist nicht nur im Rückraum stark, sie ist ein in der Gesamtheit starkes Team. Es lebt vornehmlich von seinen Tempoaktionen. Neben Sicherheit im Angriff müssen wir ein sehr gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen. Wir müssen die Kreise der torgefährlichen Rückraumspieler stören, möglichst selbst zu Ballgewinnen kommen. Wir müssen unsere gute Abwehr der jüngsten Zeit konservieren, aber ebenso effizienter erarbeitete Vorteile im Angriff nutzen.

Warum sollen die ThSV-Anhänger trotz der Enttäuschungen der letzten Wochen am Samstag in die Werner-Aßmann-Halle strömen?
Unsere Zuschauer haben die Verunsicherung in unseren Reihen verspürt. Sie haben aber ebenso unseren kämpferischen Einsatz gesehen und auch honoriert. Trotz der Schwächen haben wir um das bestmögliche Resultat gefightet. Mit der famosen Unterstützung unserer Zuschauer ist es im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV gelungen, einen größeren Rückstand wettzumachen; zu Punkten reichte es am Ende freilich nicht.
Nun kommt die SG BBM Bietigheim. Ich kann nicht versprechen, dass alles funktioniert. Ich kann aber versprechen, dass unsere Mannschaft alles in die Waagschale werfen wird, um die Partie mit einem positiven Ergebnis zu beenden. Wir werden alles tun, um ein Stück des Engagements unserer Zuschauer zurückzugeben. Wir hoffen, viele unterstützen uns dabei!

Wie sieht es bei Justin Mürköster aus? Haben Sie personell alles an Deck?
Justin befindet sich nicht im Mannschaftstraining. Er wird vermutlich fehlen. Mit Marcel Niemeyer und Hannes Iffert haben wir zwei Spieler, die die Aufgaben am Kreis lösen können. Für sie wichtig, die Leistung der zentralen Aufbauspieler. Im Zusammenspiel mit dem Kreis. Somit dürften bis auf Justin Mürköster alle an Deck sein.

Andrea T. | | Quelle:

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