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 | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Als bei den Südthüringern die Kräfte schwanden…

ThSV Eisenach II feiert Dank temposcharfen Schlussspurtes 32:25 (12:12)-Erfolg über die SG Suhl/Goldlauter

Der ThSV Eisenach II startete mit einem 32:25 (12:12)-Erfolg über die SG Suhl/Goldlauter in das neue Kalenderjahr, behauptete seine blütenweiße Heimweste, lässt Tabellenführer VfB TM Mühlhausen (39:33 gegen die SG Werratal) seinen heißen Atem spüren.

Das Wichtigste sind die Punkte, räumte Benjamin Riemann, der Coach des ThSV Eisenach II, ein.

Lange Zeit sah es nämlich nicht nach einem so klaren Endresultat aus. Die Südthüringer gestalteten weit bis in die zweite Halbzeit den Spielverlauf ausgeglichen. Erst nach dem 18:17 (42.) zogen die jungen Eisenacher, eine dreifache Überzahl nutzend, auf 22:17 (45.) davon. Mit einer Sonderbewachung (durch Tom Seifert im Wechsel mit Joel Schwarz) gegen den Ex-Eisenacher Michael Frank, von der gelang dem ThSV-Trainerteam Riemann/Kühr ein wichtiger taktischer Schachzug. Offensichtlich auch, die konditionellen Vorteile der jungen Eisenacher Garde mit vielen A-Jugendlichen.

Bis eingangs der Schlussviertelstunde war es eine Partie von zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Kraft und damit einhergehend die Konzentration ließen nach. Wir verzettelten uns in Einzelaktionen, fabrizierten viele Fehler, die die schnellen Eisenacher zu Tempogegenstößen nutzten, konstatierte Jacek Mularczyk, der Coach der SG Suhl/Goldlauter.

Nach einem kurzen Aufbäumen (22:20, 47.) überrannten die Eisenacher regelrecht die Gäste. In Unterzahl erspitzelte sich Tim Voigt das Leder und vollendete zum 26:21 (51.), erhöhte per Gegenstoß auf 29:22 (54.). Youngster Jan Minas vollendete von Linksaußen zum 32:23 (58.). Kurz darauf scheiterte Michael Frank von der Siebenmeterlinie am gerade das 19. Lebensjahr vollendenden  ThSV-Keeper Lars Kremmer, der nach seiner Einwechslung (19.Min.) 16 Bälle parierte. Sein Suhler Kollege Frank Hornschuh (knapp doppelt so alt), war mit 14 abgewehrten Bällen ein sicherer Rückhalt seines Teams, war nach der 42. Minute gegen die frei vor ihm auftauchenden Eisenacher machtlos.

Bei besserer Kondition unsererseits, wäre das Spiel nicht so deutlich ausgegangen. Die Quintessenz für uns, weiter hart arbeiten, erklärte Jacek Mularczyk.

Highlight: ThSV-Neuzugang Max-Florian Köthe trifft in dreifacher Unterzahl

In der Abwehr bekamen wir zunächst keinen Zugriff, bemängelte Benjamin Riemann zum Verlauf der ersten Halbzeit.

Max-Florian Köthe, vom HSV Bad Blankenburg vergangene Woche gekommener Rückraumspieler, mühte sich einsatzstark, verständliche Abstimmungsschwierigkeiten waren verständlich. Mit Philipp Emmelmann, Jonas Bogatzki und Tom Seifert im Rückraum, Sascha Kleint auf Links- und Philipp Urbach auf Rechtsaußen, Tim Voigt am Kreis und Sebastian Brand im Tor kam der ThSV Eisenach II nur schwer in Tritt. Zunächst konterten die Gäste, vollendeten zum 2:4 (5.). Ihr Spielgestalter Tamas Pamer initiierte zudem ein variantenreiches Angriffsspiel.

Mit unseren Abwehrproblemen kamen wir den Gästen freilich entgegen, konstatierte Benjamin Riemann.

Ein Zwischenspurt, mit durchdachten Ballpassagen auf Rechtsaußen Philipp Urbach, sah die Gastgeber mit 7:5 vorn (13.). Doch es holperte weiter in den Eisenacher Reihen. Der robuste Suhler Deckungs-Innenblock mit Lars Thieme, Lars Triebel und Tamas Pamer bremste die Eisenacher Offensive mehrfach aus. Keeper Frank Hornschuh stand zudem in der bedrohten Ecke. Das Eisenacher Trainerduo betraute den jungen Noah Streckhardt bei seinem Debüt im Männerbereich mit der so wichtigen Spielgestalteraufgabe. Von Ängstlichkeit keine Spur! Beim Stand von 10:10 sahen sich gleich drei Eisenacher mit einer Zeitstrafe belegt, inbegriffen wegen Reklamierens auf der Bank. Bei dreifacher Unterzahl behauptete sich Max-Florian Köthe zum 11:10 für den ThSV Eisenach II (25.)!

Im Schlussgang die Gäste ausgekontert
Die Eisenacher forcierten nach Wiederanpfiff der ihre Linie konsequent einhaltenden Unparteiischen Klich/Pfefferkorn das Tempo. Philipp Emmelmann, wieder auf die Spielmacherposition zurückgekehrt, drückte auf die Tube, brachte den jungen 2-Meter-Youngster Jonas Bogatzki in Wurfposition, der in Unterzahl zum 14:13 einwuchtete (34.).  Eisenacher Gegenstöße endeten zunächst am Gäste-Schlussmann Frank Hornschuh, der Tim Voigt (38.), seinem ehemaligen Teamkollegen Sascha Kleint (39.) und Tom Seifert (42.) das Leder abkaufte. Dem temporeichen Angriffswirbel war die Suhler Abwehr auf Dauer nicht gewachsen. Offensichtlich der Kräfteverschleiß der nur 8 Feldspieler zum Einsatz bringenden Gäste. Als kurz hintereinander drei Gästespieler (Triebel, Gerstenberg, Frank) sich auf der Bank wiederfanden, wurden sie vom 18:17 (42.) zum 22:18 überrollt (45.). Ihr Goalgetter Michael Frank wurde zudem an die kurze Leine gelegt. Ihr Aufbäumen zum 22:20 (47.) hatte die letzten Kraftreserven gekostet. Jonas Bogatzki leitete mit seinem 5. Treffer (insgesamt 6) zum 23:20 (48.) die Schlussoffensive des ThSV Eisenach II ein. Sehenswert der Heber von Rechtsaußen des zu Wochenmitte seinen 22. Geburtstag feiernden Tom Seifert zum 27:21 (52.). Das war mehr als eine Vorentscheidung!

In der kleinen Halle können die Eisenacher nicht zum Kontern ansetzen, hatte Jacek Mulrczyk, der Coach der HG Suhl/Goldlauter im Vorfeld einen Vorteil für sein Team ausgemacht.

Im Schlußgang wurden seine Schützlinge allerdings gleich in Serie ausgekontert.

Statistik
ThSV Eisenach II: Brand, Kremmer (ab 19.); P. Jauernik, Bogatzki (6),  Baur (2),  Urbach (5),  Minas (2), Kleint (6/4), Schwarz, Emmelmann (4) Voigt (3),  Streckhardt (1), Köthe (2), Seifert (1)
SG Suhl/Goldlauter: Horschuh, Th.Werner (ab 52.), B. Werner (3), Hamdoun (2), Pamer (4), M. Gerstenberg (2), Ferbezar,  M. Tirebel (7/3), L. Thieme, C. Zienert, Frank (5/2), L. Triebel (2)
Siebenmeter: ThSV Eisenach II 3/2 / SG Suhl/Goldlauter  7/5
Zeitstrafen: ThSV Eisenach II 7 x 2 Min. / SG Suhl/Goldlauter 6 x 2 Min.
Schiedsrichter: Klich/Pfefferkorn
Zuschauer:  64 in der Jahnsporthalle

Foto: Abwehrarbeit: Jonas Bogatzki (li.) und Max-Florian Köthe (re).

Andrea T. | | Quelle:

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