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Aufwärtstrend hielt an – Eintrachtmädels punkten beim Vizemeister

Mit den drei Siegen der vergangenen Spieltage war den Fußballerinnen des FSV Eintracht eine mächtige Last von den Schultern gefallen, hatten sie doch endlich bewiesen was in ihnen steckt.
Vor dem letzten Saisonspiel beim Tabellenzweiten FC Einheit Bad Berka schien die Luft nach einer nervenaufreibenden Saison dann aber doch schon ein bisschen raus zu sein. Hinzu kam, dass mit Annett Zakrzewski, Julia Keßler, Sabrina Willner und Constanze Henkel gleich mehrere Stammkräfte fehlten.
So begannen die Eintrachtmädels das Spiel dann auch recht unkonzentriert und die zuletzt gut stehenden Viererreihen in Mittelfeld und Abwehr glichen anfangs einem „Hühnerhaufen“.
Da ließen sich die Gastgeber auch nicht lange bitten, zogen ihr Doppelpassspiel auf und kamen in der 9. Minute durch einen satten Schuss ihrer kräftigen Stürmerin zur verdienten Führung. Doch eine Stärke der Eintrachtdamen war es in den letzten Spielen, ihre guten konditionellen Voraussetzungen zu nutzen, um sich ins Spiel hineinzukämpfen und einen Rückstand aufzuholen. Dies gelang auch in Bad Berka. Mit einem schönen Distanzschuss überwand die Kapitänin Katharina Berndt in der 20. Minute die gegnerische Torhüterin.
Der Ausgleich währte aber nur kurz, ehe die Bad Berkaerinnen in der 24. Minute nach einer Ecke und heillosem Durcheinander im Strafraum erneut zuschlugen.
Die Eisenacherinnen ließen sich aber auch davon nicht sonderlich beeindrucken, sondern antworteten mit guten Tormöglichkeiten. Die erst 15-jährige Anna Theresia Erdmann, erstmals von Beginn an dabei, erlief sich einen Steilpass von K. Berndt, legt quer zu Marion Pöhlmann, die bereit zum Einschießen war, bis der Schiedsrichter dieser Chance ein Ende machte. Das Schieben und Zerren der gegnerischen Abwehrspielerin legte er fälschlicher Weise als Stürmerfoul aus. So blieb es beim 2:1 für die Gastgeberinnen zur Pause.

Mit neuem Elan kamen die Eintrachtmädels aus der Kabine. Das zweite „Kücken“ in der Mannschaft, die 14-jährige Clara Stenzel, drehte nun mehr auf und versuchte Druck über die rechte Seite zu machen, während Daniela Klein hinter ihr absicherte und gemeinsam mit Jana Hofmeister und Mareike Brückmann der Abwehr an Stabilität verlieh.
Sina Radloff war stetig mit im Vorwärtsgang, sodass sich zwangsläufig Tormöglichkeiten ergaben. Die Größte hatte erneut K. Berndt in der 60. Minute, als sie den Ball aus spitzem Winkel an die Latte hämmerte. Eine Viertelstunde später war es dann endlich so weit. Marion Pöhlmann „vernaschte“ im Strafraum gleich mehrere Gegenspielerinnen und schob den Ball anschließend gekonnt zum 2:2 ins lange Eck.
So hatte sich der Tabellenzweite aus Bad Berka den letzten Spieltag vor eigenem Publikum nicht vorgestellt. Die letzten 10 Minute versuchten sie noch einmal alles – doch ohne Erfolg. Die Eintrachtabwehr hielt dem Druck stand, nicht zuletzt auch dank des Einsatzes der Offensivkräfte S. Radloff und M. Pöhlmann, die mit im eigenen Strafraum aushalfen. In der Nachspielzeit hatte M. Pöhlmann noch das 3:2 auf dem Fuß, scheiterte jedoch an der Torfrau – das wäre dann vielleicht auch des Guten zu viel gewesen.
Erfreulich zu sehen war die Entwicklung der Mannschaft in der Rückrunde, stand man doch im Winter noch abgeschlagen am Tabellenende. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und zahlreichen Spielerinnen, die sich sowohl im konditionellen als auch im technisch/taktischen Bereich in den vergangenen Monaten enorm verbessert haben, ist der nicht mehr für möglich gehaltene Anschluss ans Tabellenmittelfeld gelungen. Schade eigentlich, dass die Saison zu Ende ist.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Taxi und Mietwagenbetrieb Gerald Keßler, das die Fahrten zu den Auswärtsspielen abgesichert hat.
Eintracht: Lautenschläger – Hofmeister, Brückmann, Waßmann, M.Radloff – Klein, Stenzel, S. Radloff, Berndt – Pöhlmann, Erdmann (82. min Schill)

Rainer Beichler | | Quelle:

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