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Benjamin Trautvetter zweiter Zugang beim ThSV

«Wir wollen bis zum Saisonende nicht mehr verlieren», formuliert Zdenek Vanek. Doch der Coach des ThSV Eisenach präzisiert, «wir wollen zuhause nicht mehr verlieren». Noch stehen vier Spieltage in der 2. Handballbundesliga Süd aus, doch wenn die Wartburgstädter diese niederlagenlos bewältigen, dürften sie wohl gar auf Tabellenplatz 3 einkommen. Die Turbulenzen bei der TSG Ludwigsburg-Oßweil eröffnen diese Situation. Momentan liegen die Eisenacher als Tabellen-Fünfter ein einziges Pünktchen hinter der auf Platz 3 Rangierenden von Querelen und finanziellen Sorgen geplagten TSG Ludwigsburg-Oßweil. Doch der 3. Platz würde wohl unter der Wartburg Erwartungen für die nächste Saison wecken, die kaum zu realisieren wären. Ein einstelliger Tabellenplatz lautete vor Beginn dieser Saison die Zielstellung für das neuformierte Team um den neuen Trainer Zdenek Vanek. Platz 5 zum Saison-Halali wäre da bereits ein riesiger Erfolg. Zdenek Vanek würde zudem auf der Schlussetappe der Punktspielserie gern vermehrt seine «Jugendbrigade» einsetzen. Robert Weiß, Till Riehn, Andreas Nositschka und Philipp Emmelmann sollen längere Einsatzzeiten erhalten. Vanek weiß natürlich auch, «es geht nicht um Schönheit, sondern um Abrechenbares, Sieg und Punkte». Trotzdem will er die Youngster bringen und erst in zweiter Instanz auf die Platzierung achten.

Die Begegnung gegen Obernburg ist der vorletzte Heimauftritt von Stefan Kneer im ThSV-Trikot. Der Junioren-Europameister wechselt zum Saisonende zum HBW Balingen-Weilstetten, der als Tabellenführer beste Aussichten hat, auf direktem Weg den Sprung in die 1. Bundesliga zu schaffen.

Unterdessen schauen sich die Verantwortlichen des ThSV Eisenach nach Neuzugängen um. Mit der Verpflichtung von Benjamin Trautvetter wurde die zweite Neuverpflichtung (nach Keeper Timo Meinl vom Ligakonkurrenten HSG Gensungen/Felsberg) gemeldet. Es ist die Heimkehr eines verlorenen Sohnes. Benjamin Trautvetter durchlief die Nachwuchsabteilung des ThSV Eisenach, gehörte zu jenem Eisenacher A-Jugend-Jahrgang, der im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft unter dem Trainergespann Schwabe/Enke nur hauchdünn am Serienmeister SC Magdeburg scheiterte. Im Sommer 2004 zog es den Kreisspieler, wie weitere Eisenacher Talente (Seitle, Tetzlaff), zum Nord-Zweitligisten HSG Niestetal/Staufenberg, seinerzeit mit dem langjährigen Eisenacher Spieler und Trainer Hans-Joachim Ursinus auf der Bank. «Ein explosiver, schneller junger Mann», so die Einschätzung von Zdenek Vanek. Mehrere Vereine klopften beim 22-jährigen Benjamin Trautvetter an die Tür. Doch plötzlich musste er sich nach einem Knorpelschaden im Knie zwei Operationen unterziehen. Andere Vereine ließen nichts mehr von sich hören. Nicht der ThSV Eisenach! Die Wartburgstädter strecken als Stammverein die helfende Hand für einen Neuanfang aus. «Wir wollen als ThSV Eisenach dem jungen Sportler jegliche Hilfe zuteil werden lassen», so Walter Oppel, der Geschäftsführer der ThSV-Marketing GmbH, der kurz nach Vertragsabschluss selbst erkrankte. Geduld ist gefragt, bei Spieler und Verein!

Rainer Beichler | | Quelle:

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