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 | Bildquelle: © Th. Levknecht / ThSV Eisenach

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Bildquelle: © Th. Levknecht / ThSV Eisenach

Christoph Jauernik führt ThSV Eisenach zurück in die Jugendbundesliga

Talente von der Wartburg auch beim zweiten Qualifikationsturnier mit makelloser Bilanz / Abwehrbollwerk um Thomas Bobe und Lars Crone das entscheidende Pfund

Der ThSV Eisenach spielt auch in der Saison 2016/2017 in der Handball-Jugendbundesliga. Zum dritten Mal in Folge. Zwei Qualifikationsturniere wurden mit makelloser Bilanz abgeschlossen, das zweitägige am vergangenen Wochenende mit 10:0 Punkten.

Ein großer Erfolg für den gesamten Verein, unterstrich Christoph Jauernik. Die beste Abwehr mit den zwei besten Torhütern des Turniers – Lars Kremmer und Julius Rein – bildete den Grundstein, um alle Spiele zu gewinnen, bilanzierte der Coach der ThSV-A-Jugend.

Thomas Bobe, der finnische Auswahlspieler im Trikot des ThSV Eisenach,  sei der beste Abwehrspieler des Turniers gewesen, habe sich völlig verausgabet. Erneut ganz stark, Lars Crone, als vorgezogene Deckungsspitze und im Wechsel mit Noah Streckhardt als Spielgestalter im Angriff. Lars Crone und Jonas Bogatzki waren eigens für ihren Einsatz im ThSV-Trikot nicht mit ihrer Schulklasse zur Abschlussfahrt aufgebrochen, bestiegen erst am Montagmorgen in Frankfurt/Main den Flieger, um ihren Schulkameraden nach Spanien zu folgen. Allerhöchsten Respekt!

© Mike El Antaki / ThSV Eisenach

Foto: © Mike El Antaki / ThSV Eisenach

Foto 2: Thomas Bobe, hier beim Torwurf, war in der Abwehr ein ganz entscheidender Faktor

Christoph Jauernik übernimmt das Eisenacher Bundesligateam
Trainer  Christoph Jauernik, der 32-jährige A-Lizenz-Inhaber, der bei seinen Schützlingen uneingeschränktes Vertrauen und Achtung genießt, wird allerdings in der nächsten Saison nicht an der Seitenlinie stehen. Er übernimmt nach über sechs Jahren erfolgreichen Wirkens als Co-Trainer (an der Seite von Maik Handschke, Adalsteinn Eyjolfsson, Velimir Petkovic) und im Nachwuchsbereich ab 01.07.2016 das Traineramt des Bundesligateams der Wartburgstädter. Wie andere Bundesligisten (SC Magdeburg, TBV Lemgo) setzt der ThSV Eisenach auf junge ehrgeizige Trainer „mit ganz viel Stallgeruch“. Wer künftig die A-Jugend des ThSV Eisenach betreut, ist noch nicht endgültig geklärt. Zunächst kümmert sich Christoph Jauernik  bis Ende dieses Monats „mit freudvollen Trainingseinheiten“ weiter um das erfolgreiche Team, „damit die Jungs regeneriert, von Verletzungen kuriert in gutem körperlichen Zustand in die neue Saison starten“, so Christoph Jauernik.

Mit dem Pfund der guten Ausgangslage von Beginn gewuchert
Die 16- bis 17-jährigen ThSV-Talente hatten sich in der Vorwoche beim ersten Qualifikationsturnier im niedersächsischen Hemstedt mit Siegen über GIW Meerhandball (23:12) und den TuS Bissendorf-Nolte (22:10) eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das zweitägige Turnier in Groß Lafferde (ebenfalls Niedersachsen) gesichert. Aus der ersten Runde nahmen sie 2:0 Punkte und ein Plus von 11 Toren (aus der Partie gegen das ebenfalls für das zweite Turnier qualifizierte Team von GIW Meerhandball) mit. Sie starteten dadurch auf Tabellenplatz 1. Und den behauptete das Team um Lars Crone. Und wie! Mit vier Siegen in vier Spielen! 14:13 über die SG HC Bremen/Hastest, 20:11 über MTV Braunschweig, 26:18 über die SG Nickelhütte Aue und zum Abschluss mit 13:11 über den TSV Anderten (Spielzeit war jeweils 2 x 20 Minuten.)

Der ThSV Eisenach, die SG Nickelhütte Aue und die SG HC Bremen/Hastedt, die drei Erstplatzierten des durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer des örtlichen Handballverein mit vorzüglichen Rahmenbedingungen begleiteten Turniers lösten die Tickets für die Jugend-Handballbundesliga der Saison 2016/2017. GIW Meerhandball 2007 kann sich ein solches Ticket über eine bundesweite Hoffnungsrunde noch erkämpfen. Allerdings gibt es zum Turnier in Groß Lafferde noch Einsprüche zu Spielen ohne Beteiligung des ThSV Eisenach, die es noch abzuwarten gilt.

Sieg im schweren Auftaktspiel löste letzte Bremsen
Gegen die zu den Turnierfavoriten zählende SG HC Bremen/Hastedt zogen die Eisenacher nach dem 3:3 (11.) auf 8:4 zur Pause davon. Immer wieder waren es Gegenstöße wie Nadelstiche. Einen lehrbuchreifen Konter schloss Luca Baur gar zum 13:7 ab (29.). Doch dann zeigten die Eisenacher Nerven, vermochten gute Torchancen (u.a. zwei Siebenmeter) nicht zu nutzen. „Da war der Druck auf die Jungs zu spüren“, so Christoph Jauernik. Die Norddeutschen holten Treffer um Treffer auf. Beim 14:13 in der vorletzten Spielminute (Spielzeit war 2 x 20 Min.) hatten die Bremer zwei Mal die Chance zum Ausgleich. Einmal parierte ThSV-Keeper Julius Rein, die letzte stoppte die Schluss-Sirene.

Feuerwehrstart gegen Braunschweig
Gegen MTV Braunschweig machten die Eisenacher rasch Nägel mit Köpfen. Gegenstoß auf Gegenstoß wurde initiiert. Thomas Bobe schloss zum 5:0 (8.) ab, Lars Crone verwandelte von der Siebenmeterlinie zum 8:0 (10.). Nur langsam erholten sich die Braunschweiger von diesem Anfangsschock. Im zweiten Abschnitt kamen sie etwas besser zum Zuge. Schwächen im Angriff  durch Tempohatz kompensierten die Eisenacher mit ihrer Abwehrarbeit. Nach dem 15:10 (29.) drehten die ThSV-Talente noch einmal auf. Jonas Bogatzki legte seine Ladehemmung ab, vollendete per Doppelpack zum 18:10 (37.) Lars Crone traf doppelt zum 20:10 (39.). Schock: Rückraumspieler Joel Schwarz schied mit einem Nasenbeinbruch aus, begab sich in Begleitung vom zum Trainerteam gehörenden Benjamin Riemann in die Notfallstation des regionalen Klinikums.

Das Trainerteam an meiner Seite, Ulrich Enke, Christian Roch und Benjamin Riemann, erfüllte während der drei Tage ganz wichtige Aufgaben, war damit nicht unwesentlich am Erfolg beteiligt, betonte Christoph Jauernik.

© sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto: © sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto 3: Lars Crone überzeugte in Abwehr und Angriff

Gegen Erzgebirgler mit starker ersten Halbzeit die Weichen gestellt

Über eine hervorragende Abwehrarbeit, daraus resultierenden Ballgewinnen und konsequent abgeschlossenen Gegenstößen, gepaart mit durchschlagskräftigem Positionsangriff, Lars Crone und Noah Steckhardt im Wechsel als Spielgestalter, sorgten wir im ersten Abschnitt für klare Verhältnisse, beschreibt Christophn Jauernik die erste Partie des zweiten Tages, gegen die SG Nickelhütte Aue.

Jonas Bogatzki beeindruckte mit Qualität aus dem linken Rückraum. Erreichten Bälle den Eisenacher Kasten, Lars Kremmer war zur Stelle. Für den wegen eines Nasenbeinbruches am Vortag nicht mehr zur Verfügung stehenden Joel Schwarz übernahm Jan Minas dessen Rolle im rechten Rückraum, „sorgte zudem zur Abwehrstabilität bei“, vermerkte Christoph Jauernik. Nach Eisenachs 9:3-Führung versuchte es das Trainerteam der SG Aue mit einer Deckungsumstellen, die Eisenacher ließen sich nicht vom Weg abbringen, gingen mit einer 15:7 in die kurze Halbzeitpause. Spätestens nach dem 18:8 war die Frage des Siegers geklärt. Für den im ersten Abschnitt nach einem „Pferdekuss“ ausgeschiedenen Maximilian Manys wechselten sich Lars Crone und Noah Streckhardt auf der Linksaußenposition ab.

Ohne jeglichen Leistungsriss wechselten wir durch, freute sich Christoph Jauernik.

Im Tor feierte Marius Noack einen gelungenen Turniereinstand. Joshua Holzschuh und Leonhard Görmar beteiligten sich an der Trefferausbeute. Beim 26:18 ertönte die Schluss-Sirene. Damit war auch rechnerisch dem ThSV Eisenach ein Platz in der Jugendbundesliga der nächsten nicht mehr zu verwehren. Losgelöst tanzten die Eisenacher auf dem Parkett, begleitet von Ovationen der mitgereisten Eltern, Freunde und Fans.

Luca Baur macht Sieg im letzten Turnierspiel klar
In der letzten Partie standen dem ThSV Eisenach Joel Schwarz und Maximilian Manys verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Der Turniersieg stand fest, doch wir wollten auch die Abschlußpartie gewinnen und verlustpunktfrei die Heimreise antreten, berichtet Christoph Jauernik.

Das wurde erschwert, weil Jan Minas nach einem Schlag auf den Kopf passen musste.

Die Beine unserer im Turnierverlauf hochbelasteten Leistungsträger wurden schwer, unsere Angriffsspiel holperte, war nicht mehr so flüssig, doch in der Abwehr standen wir weiter kompakt, ließen aber im Gegenstoß zu viele Chancen aus, wählten die falsche Wurfvariante. Der Torhüter des TV Anderten konnte sich mehrfach auszeichnen, erklärte Christoph Jauernik.

Mit einem 5:7-Rückstand wurden die Seiten gewechselt. Die ThSV-Talente mobilisierten die letzten Kräfte. Jonas Bogatzki taute auf. Beim 12:11 lagen die Wartburgstädter vorn. Der TSV Anderten fightete, es blieb hochgradig spannend. Der eine Super-Saison spielende Rechtsaußen Luca Baur machte mit dem Treffer zum 13:11 alles klar. Frohgestimmt bestiegen die ThSV-Talente die Kleinbusse zur Heimfahrt.

Für die A-Jugend des ThSV Eisenach waren beim zweitägigen Qualifikationsturnier in Groß Lafferde dabei: Kremmer, Rein, Noack, Gaier, Martin; Minas (1 Tor), Bogatzki (15), Manys (5), Baur (15),  Staib (2), Streckhardt (11/3), Crone (12/4), Holzschuh (3), Görmar (2), Bohrt (1), Bobe (6)

Hier alle Resultate aus Groß Lafferde:
MTV Braunschweig – SG Nickelhütte Aue 12:23
SG HC Bremen/Hastedt – ThSV Eisenach 13:14
GIW Meerhandball  – TSV Anderten 23:22
ThSV Eisenach – MTV Braunschweig 20:11
TSV Anderten – SG Nickelhütte Aue 14:21
SG HC Bremen/Hastedt – GIW Meerhandball 19:22
TSV Anderten – SG HC Bremen/Hanstedt 14:23
MTV Braunschweig – GIW Meerhandball 15:22
SG Nickelhütte Aue – ThSV Eisenach 18:26
SG HC Bremen/Hastedt – MTV Braunschweig 33:13
ThSV Eisenach – TSV Anderten 13:11
GIW Meerhandball – SG Nickelhütte Aue 18:25

Abschlusstabelle (unter Einbeziehung der aus der 1. Runde mitgenommen Resultate!):
ThSV Eisenach 10:0 Punkte – 96:65 Tore
SG Nickelhütte Aue 8:2 – 108:90
SG HC Bremen/Hastedt 6:4 – 113:79
GIW Meerhandball 4:6 – 92:113
TSV Anderten 2:8 – 79:91
MTV Braunschweig 0:10 – 66:116

Titelfoto: Diese Jungs bestritten für den ThSV Eisenach erfolgreich die Qualifikation – Mannschaftsfoto JBL-Quali 2016/2017 THSV Eisenach hintere Reihe von links nach rechts: Jonas Bogatzki, Lars Crone, Maximilian Staib, Daniel Bohrt, Thomas Bobe, Joel Schwarz, Noah Streckhardt, Jan Minas, Maximilian Manys; vordere Reihe von links nach rechts: Joshua Holzschuh, Lars Kremmer, Daniel Gaier, Julius Rein, Marius Noack, Luca Baur; es fehlen: John-Niclas Martin, Leonhard Görmar, Pascal Küstner

Andrea T. | | Quelle:

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