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 | Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

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Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

Coach Jauernik: Wir haben uns selbst nicht belohnt

Gute Abwehrarbeit – doch ThSV Eisenach kehrt mit leeren Händen aus der hessischen Landeshauptstadt zurück

Auf den letzten Metern einen Punktgewinn vergeben.  Nach einem 7-Meter-Treffer des stark aufspielenden Eisenacher Rückraumspielers Jonas Richardt leuchtete an der Anzeigetafel der Sporthalle Elsässer Platz in Wiesbaden nach 56 Minuten ein 20:20 auf. Es „roch“ geradezu nach einer Punkteteilung. Beim Abpfiff bejubelten die 17/18-jährigen Talente der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden einen 23:20 (14:13)-Erfolg über den ThSV Eisenach und festigten ihren 6. Tabellenplatz. Der Rückstand der ThSV-Talente auf diesen begehrten Platz wuchs auf 5 Zähler.

Wir werden allerdings nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir boten in der hessischen Landeshauptstadt eine vorbildliche kämpferische Leistung. Die Abwehrarbeit war über weite Strecken sehr gut. Wir haben Mut geschöpft für die anstehenden Aufgaben,

erklärte ein kämpferischer Christoph Jauernik, Trainer der A-Jugend des ThSV Eisenach. Die Schlussphase der Partie wurde zu einer Kraftfrage. Lars Crone und Marc Wenzlaff, die beiden Eisenacher Spielgestalter, aus dem Krankenbett auf das Handballparkett gekommen, fuhren auf den Felgen. Durch eine Fußverletzung waren die Rückraumspieler Hermann Bach und Joel Schwarz während der gesamten Partie gehandicapt. Mit Hannes Iffert und Pascal Küstner standen zwei Stammkräfte weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Keeper Felix Krüger war zeitgleich im Erstligaspiel seines Vereins gefordert.  „Im zweiten Abschnitt fehlte es uns aufgrund nachlassender Kräfte im Angriff an Power“, konstatierte Christoph Jauernik. Bitter stießen den Wartburgstädtern die Entscheidungen der Referees Mark Bertram und Florian Geyer auf, die sich insbesondere bei der Zeitstrafenvergabe ausgesprochen der Heimmannschaft gegenüber freundlich gesinnt zeigten. Diese brauchte nur ein einziges Mal in Unterzahl zu spielen. Nach einer Zeitstrafe gegen Marc Wenzlaff musste der ThSV Eisenach in Unterzahl in die Schlussetappe gehen. Dem Eisenacher Ausgleichstreffer zum 20:20 ließ Mats Laun das 21:20 für die Gastgeber folgen (57.). ThSV-Coach Christoph Jauernik, weil die Entscheidungen der Spielleiter beanstandend, wurde verwarnt. Der Angriffszug seiner Spieler führte zu keinem Treffer. Hochspannung pur. Die Hessen trafen sich mittels grüner Karte zur Auszeit. Kurz darauf entschieden die Schiedsrichter auf Siebenmeter, der zum 22:20 verwandelt wurde. Der Versuch der Eisenacher, zu einem schnellen Treffer zu gelangen, scheiterte. Mit der Schlusssirene traf Kenneth Fuhrig, Sohn von Ex-Nationalspieler Mike Fuhrig, zum 23:20-Endstand. „Letztendlich konnten wir uns nicht belohnen“, resümierte Christoph Jauernik.

Nach frühem 5-Tore-Rückstand in die Erfolgsspur gefunden
Die Eisenacher hatten zum Auftakt erhebliche Probleme mit dem Tempospiel der Hessen, über die schnelle Mitte und Gegenstöße. Die Hessen setzten von Beginn auf eine offensive Abwehr gegen Eisenachs torgefährlichen Linkshänder Jonas Richardt. Nach 10 Minuten führten die Hausherren 7:2. In den folgenden 50 Minuten ließen die Eisenacher lediglich noch 15 Wiesbadener Treffer zu. Mit verbessertem Rückzugsverhalten fanden die Schützlinge von Christoph Jauernik und Uli Enke in die Erfolgsspur. Die offensive Abwehr gegen Jonas Richardt wurde klug aufgelöst. Jonas Bogatzki am Kreis vermochte allerdings nicht an seine starken Auftritte der jüngsten Zeit anzuknüpfen. Obwohl in Unterzahl, beim 8:6 (einem Maximilian-Manys-Treffer, 15.) waren die Eisenacher auf Tuchfühlung. Per Doppelschlag traf Marc Wenzlaff zum Anschlusstreffer (21.) und 12:12-Gleichstand (23.). Lars Crone, gerade einnetzend, musste für zwei Minuten auf die Bank. Die Gastgeber nutzten die Überzahl zur 14:13-Führung zur Pause.

Wir hatten ein gutes Gefühl, etwas mitnehmen zu können,

beschrieb Christoph Jauernik die Lage in der Eisenacher Kabine bei den Halbzeit-Getränken.

Kein Happyend
De Ausgleichstreffer von Luca Baur (14:14, 33.) beantworteten die Hessen mit verstärktem Angriffspower. Schwerstarbeit für die ThSV-Defensive im Zusammenspiel mit Keeper Julius Rein. Die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden  ließ nach dem 17:16 (44.) drei Treffer zum 20:16 (47.) folgen. Christoph Jauernik instruierte seine Jungs neu, die mit Herzblut und Können zum 20:20 (56.) ausglichen.  Das Happyend blieb aus.

Statistik
HSG VfR/Eintracht Wiesbaden: Robinson, Fleischner, Toru, Schönberger, Vucetic (1), Seith, Corazolla (6), Kovacs (2), Laun (2), Fuhrig (5), Hegebart (4), Schubert, Walter, Henkelmann (3)
ThSV Eisenach: Kremmer, Rein; Bogatzki, Baur (2), Bach (1), Schwarz, Wenzlaff (2), Richardt (6/2), Crone (4), Manys (4), Görmar, Streckhardt, Bobe (1)
Siebenmeter: Wiesbaden 2/1 – Eisenach 4/2
Zeitstrafen: Wiesbaden 1 x 2 Min. – Eisenach 4 x 2 Min.
Schiedsrichter: Bertram/ Deyer
Zuschauer: 110 in der Sporthalle Elsässer Platz, Wiesbaden

Foto: Lars Crone rackerte solang die Kräfte reichten

Andrea T. | | Quelle:

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