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 | Bildquelle: Th. Levknecht

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Bildquelle: Th. Levknecht

Derby im DHB-Pokal in Eisenach

In einem  der 16 bundesweiten Pokal-Turniere treffen der ThSV Eisenach und die MT Melsungen aufeinander • Außerdem der TV Großwallstadt und TSB Heilbronn-Horkheim

Dem Punktspielstart in den Handball-Bundesligen ist auch in diesem Jahr der Start in die DHB-Pokal-Runde  vorgeschaltet.  Die 1. Hauptrunde im neu strukturierten DHB-Pokal führt am Samstag/Sonntag 15./16. August 2015 in einem der 16 bundesweiten Final-Four-Turnieren in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle den hessischen Erstligist MT Melsungen, Zweitbundesliga-Absteiger TV Großwallstadt, Drittligist Turn- und Sängerbund (TSB) Heilbronn-Horkheim (auf Platz 6 die vergangene Drittligasaison abgeschlossen) und Erstbundesligaaufsteiger ThSV Eisenach aufeinander. Eine Woche vor dem Punktspielstart in der DKB-Handballbundesliga mehr als ein Appetitshappen für die Handballfans aus Hessen und Thüringen! Am Samstag, 15.08.2015 stehen sich um 17.30 Uhr der TSB Heilbronn und der TV Großwallstadt, um 20.00 Uhr der ThSV Eisenach und MT Melsungen gegenüber. Die Sieger beider Begegnungen treffen am Sonntag, 16.08.2015 um 17.00 Uhr aufeinander und ermitteln jenes Team, das in die nächste DHB-Pokal-Runde einzieht, die am 28. Oktober 2015 ausgetragen wird. Klarer Favorit ist die MT Melsungen, die im Pokal und in der Meisterschaft weit vorn einkommen möchte.

Erstes Pflichtspiel für neuformiertes Eisenacher Team
Für das personell umgekrempelte Team des ThSV Eisenach ist die Partie am Samstagabend gleich eine ganz harte Bewährungsprobe. „Es war von vornherein  klar, die neue Mannschaft auf richtigen Kurs zu bringen, geht nicht so schnell. Und es geht auch nicht so schnell. Ich hätte mir freilich einen besseren Stand gewünscht“, lässt Eisenachs Trainer Velimir Petkovic Realität walten und warnt zugleich vor übertriebenen Hoffnungen. „Die Mannschaft ist intakt, fleißig und willig. Es ist eine Frage der Zeit, wenn alles funktioniert“, fügt der Trainer-Haudegen an. Die zweite Halbzeit im Testspiel am vergangenen Sonntag in Mühlhausen gegen Champigons-League-Teilnehmer SC Motor Zaporoshje am vergangenen Sonntag macht ihm Mut. „Abwehr und Angriff haben da gut funktioniert“, bilanziert Velimir Petkovic. Bei diesem Test war auch erstmals  Olafur Bjarki Ragnarsson dabei. Der Neuzugang vom TV Emsdetten laborierte noch an einer Verletzung aus der Vorsaison. „Er hat voll mittrainiert, ich wollte aber nichts riskieren“, erklärt Velimir Petkovic die Zuschauerrolle des Isländers in den vorhergehenden Testspielen. Olafur Bjarki Ragnarsson soll im Eisenacher Spiel eine zentrale Rolle übernehmen, nämlich die des Spielgestalters. Mit der Spielführung war Velimir Petkovic in den Testspielen  nicht zufrieden. Interims-Kapitän Daniel Luther, eigentlich im linken Rückraum zuhause, mühte sich auf ungewohnter Position. Marcel Schliedermann, ein gelernter Mittelmann, wird immer wieder durch  Verletzungen gehandicapt. Derzeit plagen ihn akute Knieprobleme.
Auf der Langzeitverletztenliste des ThSV Eisenach stehen Kreisspieler und Kapitän Benjamin Trautvetter sowie der vom HC Empor Rostock gekommene Rückraumspieler Patrik Hruscak. Der Linkshänder zog sich gleich während der ersten Trainingseinheit bei seinem neuen Verein eine Verletzung zu, die ihn wohl noch zwei Monate pausieren lässt. Seinen Pflichtspieleinstand absolviert auch das neue Eisenacher Torhüterduo Svetislav Verkic und Jan-Steffen Redwitz. Auf eine Nummer 1 will sich  Velimir Petkovic nicht festlegen. „Die Tagesform ist ausschlaggebend“, so der Eisenacher Trainer. Erstmals in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle laufen erstmals auch die Rückraum-Recken Azat Valiullin und Bogdan Criciotoui sowie die Außen Dirk Holzner und Tomas Urban  auf. Dirk Holzner wird gemeinsam mit Adrian Wöhler die Linksaußen-, Tomas Urban gemeinsam mit Nick Heinemann die Rechtsaußenposition besetzen. Unverändert zum Ende der Vorsaison ist die Kreismitte,  mit Nicolai Hansen und Branimir Koloper.
Der Pokal ist überaus interessant. „Da will jeder eine Runde weiterkommen“, argumentiert Velimir Petkovic. Er sieht für die Partie am Samstagabend gegen die MT Melsungen sein Team in der Außenseiterrolle. „Wir treffen leider bereits zum Auftakt auf eine Top-Mannschaft der DKB-Handball-Bundesliga. Wir werden aber nicht schon vor dem Anpfiff aufgeben“, erklärt der Eisenacher Trainer, dämpft die Erwartungen.

Wiedersehen mit Rene Villadsen und Jan Forstbauer
Die Hessen,  mit sattem finanziellem Fundament,  blasen nach der Europapokal-Teilnahme im Vorjahr zum Angriff auf die vorderen Plätze im Handballoberhaus. Trainer Michael Roth kann mit einem personell gezielt verstärkten Team arbeiten. Auch sie besetzten die Torhüterposition neu, mit vom THW Kiel gekommenen Johan Sjöstrand und mit Rene Villadsen vom ThSV Eisenach. Der Däne ist mit 2,01 Meter der größte Spieler der Hessen. Er laborierte zuletzt an einer Verletzung, hofft aber, in seiner ehemaligen Heimstätte auflaufen zu können. In der Vorsaison schlüpfte per Zweitspielrecht der MT Melsungen Jan Forstbauer in das Trikot des ThSV Eisenach. Der inzwischen 23-jährige ehrgeizige Rückraumspieler ist zurück bei den Hessen, kämpft um einen Platz im rechten Rückraum. Die Konkurrenz ist mit Michael Müller und Malte Schröder groß. Ein Blick auf das Personal der MT Melsungen zeigt, das sind alles Klassespieler. Die Favoritenrolle für das Pokal-Wochenende ist klar vergeben.

Andreas Nositschka im Tor des TV Großwallstadt
Der rumreiche Altmeister TV Großwallstadt steht vor einem Neuaufbau. Zwar sportlich in der Vorsaison in der 2. Liga erfolgreich erteilte ihm die HBL aufgrund der Finanzlage für diese Spielzeit. keine Lizenz. Leistungsträger wie der Ex-Eisenacher Pavel Prokopec verabschiedeten sich. Geblieben ist Routinier Jens Tiedtke. Den Neuanfang mit anpacken will Trainer Maik Handschke. Der ehemalige Eisenacher Trainer bleibt beim TV Großwallstadt an Bord. Zum Aufgebot gehört Torhüter Andreas Nositschka, viele Jahre beim ThSV Eisenach, erfolgreich in verschiedenen Jugendteams bis zum Keeper im Bundesligateam. Nach einiger Zeit beim Thüringenligisten VfB TM Mühlhausen (von Vater Edmund Nositschka trainiert, langjähriger Erstligaspieler bei Motor  Eisenach und danach im Trainerstab des ThSV Eisenach) war er in der Vorsaison bei Drittligist SG LVB Leipzig aktiv. Der TV Großwallstadt wird nur mit kleinem Kader (9 Spieler), ergänzt durch Spieler der 2. Mannschaft zum Pokal-Wochenende nach Eisenach kommen. Inwieweit er dem TSB Heilbronn-Horkheim Paroli bieten kann, um am Sonntag im „Finale“ dabei zu sein, wird sich zeigen. Bekanntester Mann der „Horkheim Hunters“ dürfte Trainer Jochen Zürn sein, bis zum Sommer 2013 erfolgreicher Trainer der SG Bietigheim.

Der ThSV Eisenach weist darauf hin, das Dauerkarten für den DHB-Pokal keine Gültigkeit besitzen. Der Ticketverkauf für das Pokal-Wochenende ist seit Montag in vollem Gange. Tickets sind im Vorverkauf erhältlich online unter www.thsv-eisenach.de,  in der ThSV-Geschäftsstelle und den Pressehäusern der Mediengruppe Thüringen (in Eisenach in der Sophienstraße 40 a). An beiden Spieltagen sind Eintrittskarten natürlich auch an der Tageskasse in der Werner-Aßmann-Halle erhältlich. Eine Turnier-Sitzplatzkarte (bei freier Platzwahl)  für die zwei Halbfinalspiele am Samstag und das Finale am Sonntag kostet für Erwachsene 26,00 € sowie Schüler bis 14 Jahre 18,00 €. Eine Turnier-Stehplatzkarte (für die zwei Halbfinale am Samstag und das Finale am Sonntag) kostet für Erwachsene 20,00 € sowie für Schüler bis 14 Jahre 12,00 €. Einzel-Sitzplatztickets, für die beiden Halbfinalspiele am Samstag und das Finale am Sonntag,  kosten für Erwachsene jeweils 15,00 € und Schüler (bis 14 Jahre) jeweils 11,00 €.  Bei den Stehplätzen werden jeweils 12,00 € für Erwachsene und 8,00 € für Schüler (bis 14 Jahre) erhoben. Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei, allerdings besteht kein Anspruch auf einen Sitzplatz.

Foto: Neu auf Rechtsaußen beim ThSV Eisenach: Linkshänder Tomas Urban

Andrea T. | | Quelle:

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