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Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Die Abwehr muss stehen!

ThSV Eisenach vor einem Doppelspiel-Wochenende: Freitag beim ASV Hamm-Westfalen und Sonntag Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV

Die 2. Handballbundesliga der Männer steht vor einem Doppelspiel-Wochenende. Der ThSV Eisenach gastiert am Freitag, 21.04.2017 beim ASV Hamm-Westfalen. Anwurf um 19.15 Uhr in der WESTPRESS arena (in Hamm-Werries, Ostwennemarstraße 100). Am Sonntag, 23.04.2017 sind die Wartburgstädter um 17.00 Uhr in der heimischen Werner-Aßmann-Halle in der Neubelebung eines alten Derbys Gastgeber für den Dessau-Roßlauer HV.

Die Abwehr muss stehen. Im Angriff müssen wir die Zahl technischer Fehler herunterschrauben, lautet die Vorgabe von Eisenachs Trainer Christoph Jauernik für beide Begegnungen.

Einfacher gesagt, als getan; zumal es personelle Fragezeichen gibt. Regisseur Olafur Bjarki Ragnarsson laboriert an Rückenproblemen, konnte nur individuelles Training absolvieren. Torjäger Tomas Urban, beim jüngsten Heimspiel gegen die DJK Rimpar Wölfe mit einer schmerzhaften Prellung der Kniescheibe  ausgeschieden, musste zu Wochenbeginn im Training pausieren. „Es bessert sich ganz langsam“, ließ der Linkshänder wissen. Ob es schon für einen Einsatz am Freitag reicht, ist sehr unwahrscheinlich. Eventuell gibt aber Jonas Richardt sein Comeback. Der junge Linkshänder aus dem eigenen Nachwuchs muss seit November aufgrund einer Schulterverletzung pausieren. Gegen die Rimpar Wölfe machte sich der 20-jährige Blondschopf schon mal warm.

Ich hoffe, er bekommt im Sportklinikum Erfurt, unserem medizinischen Partner, grünes Licht, erklärte Christoph Jauernik zur turnusmäßigen Pressekonferenz.

Für die Linkshänder-Seite hat der ThSV Eisenach ja auch noch „Fußballtrainer“ Christopher Kaufmann als Reserve.

Ex-Eisenacher Stephan Just seit knapp 9 Wochen auf dem Trainerstuhl
In der WESTPRESSE Arena gab es für den ThSV Eisenach zumeist nur Niederlagen. Nach einer trennten sich die Wartburgstädter von Adalsteinn Eyjolfsson. Geht es nach einem Ex-Eisenacher, möge das so bleiben. Stephan Just, vor 20 Jahren als 17-Jähriger mit dem ThSV Eisenach in die 1. Handballbundesliga aufgestiegen, hat am 13. Februar dieses Jahres das Traineramt beim ASV Hamm-Westfalen übernommen. „Die Top-Drei im Visier“ hieß es vor der Saison. Doch dann fand sich der ehemalige Erstligist im Abstiegskampf wieder. Die Mechanismen griffen, der erstligaerfahrene Trainer Nils Pfannenschmidt musste gehen. Stephan Just, im Vorjahr noch selbst für den ASV Hamm-Westfalen am Ball, bekam das Vertrauen geschenkt. Und es geht aufwärts. Besonders zuhause. Von den letzten 6 Heimspielen wurden 5 siegreich gestaltet. „Wir wollen auch die nächsten Heimspiele gewinnen, natürlich auch am Freitag“, lässt Stephan „Apollo“ Just wissen. Bis auf Kreisspieler Jan Brosch hat er seinen stärksten Kader zur Stelle. Kampfgeist, die erfolgreichste Tugend aus seiner Eisenacher Zeit, hat er in seiner ersten Trainerstation seinem Team verordnet. „Natürlich bereiten wir uns speziell auf den THSV Eisenach vor. Wir wissen vom torgefährlichen Rückraum mit Matthias Gerlich und Duje Miljak, den spielerischen Qualitäten von Olafur Bjarki Ragnarsson und Tomas Urban und natürlich auch von den Kanten im Deckungsinnenblock“, erklärte Stephan Just am Mittwochnachmittag. Sein Team rangiert trotz der Punktgewinne mit 24:36 Zähler nur auf  dem ersten Abstiegsplatz. „In dieser unberechenbaren Liga werden wohl 33 Punkte für den Ligaverbleib erforderlich sein“, meint Uwe Jungandreas, der Coach des mit 2931. Zählern den 9. Tabellenplatz belegenden Dessau-Roßlauer HV.

Neuauflage eines alten Derbys – Große Gäste-Fankarawane
„Wir werden in Eisenach Vollgas geben“, lautet die Kampfansage von Uwe Jungandreas für den Sonntagnachmittag. Unterstützt durch bis zu 250 mitreisende Anhänger will der Dessau-Roßlauer HV in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle punkten. An sein letztes Gastspiel in Eisenach erinnert sich der Trainer-Haudegen freilich ungern. Mit dem SC DHfK Leipzig unterlag Uwe Jungandreas am 09.02.2013 mit 27:28. „Doch ich habe mit von mir betreuten Teams auch schon in Eisenach gewonnen“, schiebt Uwe Jungandreas nach, der u.a. auf den rechten Rückraumspieler Radek Sliwka  verletzungsbedingt verzichten muss. Ob der mit einem  Zweitspielrecht des SC DHfK Leipzig ausgestattete Rückraumspieler Franz Semper dabei ist, war zu Wochenmitte noch offen. Das Hinspiel hatten die Sachsen – ohne Franz Semper – mit einem dem Spielverlauf nicht wiederspiegelnden 28:20 gewonnen. Bis in die Schlussphase war es eine Partie auf Augenhöhe. Rechtsaußen Tomas Pavlicek hatte den Wartburgstädtern zweistellig eingenetzt.

Dessau spielt einen schnellen Ball, lebt von der Dynamik. Schnelles Zurücklaufen ist für uns erforderlich. Über eine gute Abwehr wollen wir die Gäste zu Fehlern samt Fehlwürfen zwingen, erklärt Christoph Jauernik mit Blick auf den Sonntag.

Handballteams aus Dessau (unter ZAB Dessau) und aus Eisenach (unter Motor Eisenach) lieferten sich über Jahrzehnte rassige Erstliga-Duelle.

Eintrittskarten sind online unter www.thsv-eisenach.de, in der ThSV-Geschäftsstelle, in allen Pressehäusern der Mediengruppe Thüringen und am Sonntag ab 15.45 Uhr in allen Preiskategorien an der Tageskasse erhältlich.

Wichtige gesundheitliche Vorsorgehinweise im Foyer
Im Foyer der Werner-Aßmann-Halle gibt es an einem mit Fachpersonal besetzten Stand Informationen zur Prostataerkennung. Auch ein Gewinnspiel für ThSV-Eintrittskarten ist in der Aktion inbegriffen.

Foto: Hinter dem Einsatz von Spielgestalter Olafur Bjarki Ragnarsson (Mitte) steht ein Fragezeichen.

Andrea T. | | Quelle:

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