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 | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Die Aufsteiger haben nicht im Losverfahren ihren Platz in der 2. Liga erhalten

Nachgefragt bei Christoph Jauernik, dem  Coach des ThSV Eisenach, dessen Team am Samstag die SG Leutershausen empfängt  

Der ThSV Eisenach hat es erneut mit einem Aufsteiger zu tun. Die Wartburgstädter, am Doppelspiel-Wochenende mit einer 20:28-Niederlage beim Dessau-Roßlauer HV, empfangen am Samstag, 26.11.2016 um 19.30 Uhr die SG Leutershausen.

Wir sprachen mit Christoph Jauernik, dem Coach des ThSV Eisenach:
Handball ist ein Ergebnissport. Für Ihre Mannschaft stehen aktuell 16 Pluszähler zubuche. Die Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV und die SG Leutershausen weisen gerade einmal zwei Pluspunke weniger auf. Wie sehen Sie die bisherige Ausbeute?
Na klar, wir hätten gern ein bis zwei mehr Siege eingefahren. Das haben wir nicht geschafft. Das betrifft insbesondere zwei Auswärtsspiele. In Neuhausen war der Sieg greibar, doch wir fuhren mit leeren Händen heim. Im Doppelspiel-Wochenende konnten wir in Dessau während der ersten Halbzeit unsere klar herausgespielten Torchancen nicht nutzen, sind dann dem Rückstand hinterher gelaufen, vermochten nach dem Seitenwechsel den Druck nicht entscheidend zu erhöhen, hielten die Partie relativ lange offen.

Der Dessau-Roßlauer HV gehört zu den Aufsteigern aus einer starken 3. Liga. Die Aufsteiger erreichten nicht per Losverfahren die 2. Bundesliga. In der 3. Liga wird Handball mit Qualität gezeigt, die Aufsteiger profitieren von ihrer Eingespieltheit. Alle Vier tragen zu einer ausgeglichenen 2. Handballbundesliga bei, sind gut platziert.  Jeder Spieltag bringt Überraschungen. Freitag bezwingen wir den ASV Hamm-Westfalen, der zwei Tage später im Derby gegen den TV Emsdetten zur Halbzeit schon 16:3 führt. Der TuSEM Essen vermeldet mit dem 31:26 über den TuS Nettelstedt-Lübbecke eine faustdicke Überraschung.

…die dicken Brocken aus der Spitzengruppe, SG Bietigheim, TuS Nettelstedt-Lübbecke und der TV Hüttenberg kommen aber noch?
Bei der Aufzählung der Teams aus der Spitzengruppe ist mit dem TV Hüttenberg auch ein Aufsteiger dabei, der sich in eine tolle Position gebracht hat. Die SG Bietigheim und der TuS Nettelstedt-Lübbecke marschieren vornweg. Bis zum Weihnachtsfest treffen wir auf die drei führenden Teams; das ist richtig. Doch wir haben erst einmal die Partie gegen die SG Leutershausen im Focus. Unsere personelle Situation erlaubt res nicht, über andere Spiele nachuzudenken. Das ist die Situation in diesem Jahr!

Wenn die Spieler klarste Torchancen herausspielen, diese aber nicht nutzen, wie in Dessau; wo ist da die Ursache zu sehen?
Die Analyse hat es noch einmal belegt, wir vergeigten bestens herausgespielte Wurfchancen. Das hat auch mit der guten Leistung des Torhüters zu tun, der etliche Freie parierte. Das betraf nicht nur einen einzelnen Spieler, Fehlwürfe von mehreren Spielern aus guten Positionen sind zu konstatieren. Das ist die Ursache für das Ergebnis. So ist das manchmal: Freitags mit einer tollen, sonntags mit einer schlechten Wurfquote. Der Mittelwert ist nicht immer zu treffen.

Olafur Bjarki Ragnarsson vermittelt den Eindruck, dass er von gewohnter Form noch weit entfernt ist?
Olafur Ragnarsson hat sein letztes Spiel am 17.09.2016 gegen den EHV Aue bestritten, ist praktisch zwei Monate ausgefallen. Jeder, der sich etwas auskennt, weiß, dass nach einer solchen Verletzungspause eine Trainingswoche nicht ausreicht, um zu voller Leistungsfähigkeit zu gelangen. Es befindet sich nach einer Rückenverletzung noch in der Aufbauphase. Wir sind froh, dass er uns bereits gegen Hamm geholfen hat. Bei einem Doppelspiel-Wochenende wird es für einen gerade aus einer längeren Verletzungspause gekommenen Spieler sehr schwierig.

Wie waren Sie mit dem Comeback von Nicolai Hansen zufrieden? Steht er wieder komplett zur Verfügung?
Er nimmt nach seiner Oberschenkelverletzung wieder voll am Mannschaftstraining teil. Er ist voll belastbar. In Absprache mit dem behandelnden Arzt haben wir Nicolai Hansen in Dessau dosiert eingesetzt, um kein Ausfallrisiko einzugehen. Ich freue mich, ihn wieder dabei zu haben. Er ist ein wichtiger Mann, der auch anderen zu mehr Sicherheit verhilft, insbesondere im Abwehrbereich. Ich hoffe, seine Form steigt, um uns im schweren Dezember zu helfen.

Mit der SG Leutershausen kommt ein Aufsteiger, der schon kräftig Punkte gesammelt hat. Wie ist das Team zu charakterisieren?
Die SG Leutershausen setzte vielfach auf eine 6:0 Abwehr, auch mit einer Positionsverteidigung gegen Rückraum rechts. Der Angriff wird geprägt von zwei Halbspielern mit guter Wurfqualität. Die SG Leutershausen, ein Aufsteiger mit einer guten Mannschaft, belegt durch die Pluspunktezahl und Tabellenplatzierung. Ein sehr interessanter Kontrahent, der bestimmt nicht kommt, um uns was zu schenken.

Wir wird Ihre Mannschaft die Partie angehen?
Wie im bisherigen Saisonverlauf setzen wir auf eine starke Abwehrleistung, geprägt durch Aggressivität, sauber und hart geführten Zweikämpfen. Die Deckung soll der Grundstein sein. In der Analyse vom Dessau-Spiel, nach gutem Spielfluss müssen wir unsere Torchancen besser nutzen, wobei nicht alle Bälle ihr Ziel erreichen werden. Wir wollen nach Dessau zeigen, dass wir unsere Chancen besser verwerten können.

Wie sieht es auf dem Personalsektor aus?
Wir werden mit der Formation vom Doppelspiel-Wochenende die Partie gegen die SG Leutershausen bestreiten. Zur Absicherung werden wir wieder den einen oder anderen A-Jugendlichen ins Aufgebot berufen; in  Absprache mit unserem A-Jugend-Trainer, bestreiten unsere Talente am Samstagnachmittag ein wichtiges Jugendbundesligaspiel gegen den EHV Aue.

Foto: Eisenachs Trainer Christoph Jauernik (Mitte) gibt seinen Schützlingen neue Hinweise.

Andrea T. | | Quelle:

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