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 | Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

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Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

Die Rollen sind beim Aufsteigerderby klar

ThSV Eisenach gastiert am Sonntag beim SC DHfK Leipzig • Vor Selbstbewusstsein strotzende Gastgeber laufen mit voller Kapelle auf • Tickets in ausreichender Zahl noch an der Tageskasse der Arena Leipzig

Das gibt es nicht so oft, beide Seiten sind sich einig: Im Derby von zwei Teams aus den Neuen Bundesländern der DKB Handball-Bundesliga zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem ThSV Eisenach (Sonntag, 01.11.2015 um 13.45 Uhr) sind die Sachsen Favorit. Nichts von Tiefstapelei. Zehn Punkte (und Tabellenplatz 11 mit 10:10 Zählern) sorgen beim SC DHfK Leipzig für Selbstvertrauen pur, eine breite Brust und verlocken zu einer Kampfansage. „Wir haben die stärkere Mannschaft“, sagt DHfK-Trainer Christian Prokop und fordert gar einen „Pflichtsieg“. Karsten Wöhler, der Manager der Wartburgstädter (nach dem 28:28-Heimremis gegen Mitaufsteiger TVB Stuttgart mit  5:17 Punkten auf Tabellenrang 14) schlägt in die gleiche Kerbe:

Leipzig ist der Favorit.

Velimir Petkovic, der Eisenacher Coach, ergänzt:

Beim SC DHfK Leipzig läuft alles nach Wunsch. Alle knappen Spiele endeten mit Punktgewinnen.

„Wenn alle 100 Prozent ihres Leistungsvermögens abrufen, wir unseren Heimvorteil nutzen, sind uns beide Zähler sicher“, gibt sich Christian Prikop optimistisch. Der SC DHfK Leipzig hätte mit einem Doppelpunktgewinn am Sonntagnachmittag  fast die „halbe Miete für den Klassenerhalt unter Dach und Fach“. Klein beigeben wollen die Eisenacher freilich nicht:

Wir bekommen eine faire Chance, wenn wir gut spielen,

ist sich Velimir Petkovic sicher. Er wird weiterhin auf den verletzten  Linkshänder Bogdan Criciotoiu verzichten müssen. Dusko Celica und Patrik Hruscak stehen vermutlich für dosierte Einsätze bereit. Das Team und die mitreisenden Fans von der Wartburg freuen sich auf ein stimmungsvolles Aufeinandertreffen von zwei Traditionsmannschaften aus Mitteldeutschland. Giftpfeile aus der Leipziger Journale  – nicht seitens des SC DHfK Leipzig!! – vom „Spiel der offenen Rechnungen“ und  „Rachegelüsten“ lassen die Eisenacher unkommentiert. Sie freuen sich, dass es aktuell drei Mannschaften aus den Neuen Ländern in Deutschlands höchster Handball-Spielklasse gibt. An der Tageskasse der Arena Leipzig sind noch ausreichend Tickets erhältlich! Auch für Kurzentschlossene aus Thüringen.

Entwicklung der letzten Wochen lässt Velimir Petkovic hoffen
Wenn am Sonntag um 13.45 Uhr der Anpfiff zum Aufsteigerduell der beiden Teams aus Mitteldeutschland ertönt (das mdr-Fernsehen ist live dabei), sind die Rollen klar verteilt. Auch, weil der SC DHfK Leipzig sein stärkstes Aufgebot zur Stelle hat. Nach der harten Partie beim TuS Nettelstedt-Lübbecke  mit drei roten Karten für die Gastgeber sind beim SC DHfK Leipzig alle Spieler fit für Sonntag. Die Hausherren können vor sicherlich großer Kulisse (3.700 Tickets gingen bis Wochenmitte im Vorverkauf weg) auf alle ihre Leistungsträger bauen. „Leipzig hat die Aufstiegsmannschaft beisammen gehalten und noch drei Leistungsträger verpflichtet“, erklärte Velimir Petkovic zur turnusmäßigen Pressekonferenz des ThSV Eisenach. Zu den neuen Leistungsträgern der Leipziger zählt zweifellos Rückraumspieler Aivis Jurdzs, im Vorjahr noch eine der Säulen beim Aufstieg des ThSV Eisenach. Der torgefährliche Spielgestalter Philipp Weber,  der rechte Rückraumspieler Lucas Krzikalla (zuletzt 6 Feldtore), Kreisspieler Alen Milosevic und Kreisspieler Marvin Sommer (vom EHV Aue gekommen) sowie das Torhüterduo Milos Putera/Felix Storbeck gehören zu den Korsettstangen. „Wir hätten gern drei gute Leute der Vorsaison behalten“, erklärt Vlimir Petkovic mit Verweis auf  die Abgänge von Top-Torjäger Bjarki Elisson (zu den Füchsen Berlin), Torhüter Rene Villadsen zur MT Melsungen und eben Rückraum-Kanonier Aivis Jurdzs (zum SC DHfK Leipzig). Der erfahrene Coach steht mit 9 Neuzugängen wohl vor einer der schwierigsten Aufgaben seiner langen Trainerkariere. Die positive Entwicklung – trotz Verletzungsausfällen –  in den letzten Wochen stimmt ihn optimistisch. „Fortschritte, insbesondere  in der Abwehr, ob im 6:0 oder 5:1-System, machen Mut“, so Velimir Petkovic.

Entscheidend, wie alle unter Stress funktionieren,

weiß der Trainer-Haudegen. Funktionieren der Angriff, Rückraum, Kreis- und Außenspieler sowie die Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torhüter, dann ist der ThSV Eisenach am Sonntagnachmittag nicht chancenlos. Aber nur dann! Das wissen Spielgestalter Olafur Bjarki Ragnarsson, Rückraumspieler Azat Valiullin, Linksaußen Dirk Holzner, Kreisspieler Nicolai Hansen, Torhüter Dragan Jerkovic und ihre Kollegen!

Foto: Eisenachs torgefährlicher Linksaußen Dirk Holzner, bisher 56 Saisontreffer und damit Platz 11 der Torjägerliste der DKB Handball-Bundesliga

Andrea T. | | Quelle:

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