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 | Bildquelle: Levknecht

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Bildquelle: Levknecht

Ein Eisenacher Handball-Unikum feiert einen runden Geburtstag

Er gehört seit Jahrzehnten zum Inventar, zum besten Inventar, beim Handballbundesligisten ThSV Eisenach und vormals der Sektion Handball der BSG Motor Eisenach.
Er ist ein Mann, der nie im Rampenlicht seht. Doch er war und ist ein ganz wichtiges Rädchen im großen Getriebe. Seit Jahrzehnten universell einsetzbar, ein echtes Eisenacher Handball-Unikum: Heute feiert Werner-Hering seinen 70. Geburtstag!

Viele Jahre zeichnete er sich als Mannschaftsleiter für das Erstligateam von Motor Eisenach mit verantwortlich, an der Seite von Trainer Hans-Joachim Ursinus sowie Mannschaftskapitän und späteren Co-Trainer Rainer Osmann mit MR Johannes Muthen als Mannschaftsarzt, mit Wolfgang Heyer als Physiotherapeuten-Legende. Werner Hering begleitete eine Vielzahl von Spielern, vom Juniorenalter bis zum Karierende. Genannt sei beispielsweise Frank Gießler. Werner Hering kümmerte sich um Spielerkleidung, Spielerpässe, Trainingsbälle, um die vielen kleinen und etwas größeren Dinge zur Absicherung des Trainings- und Wettkampfbetriebes, war oftmals «Kummerkasten» und Ratgeber, sorgte mit einem flotten Spruch für Entkrampfung und Aufheiterung.
Motor Eisenach trug seine Erstliga-Heimspiele – manch Jüngerer wird es nicht glauben- in der Jahnsporthalle aus, musste später kurzzeitig nach Mühlhausen sowie dann einige Jahre in die Erfurter Beethovenhalle ausweichen. Erst Mitte der 80er Jahre entstand mit der Sporthalle Katzenaue in Eisenach eine Erstligaansprüchen gerecht werdende Sportstätte.

Über die Busfahrten zu den Auswärtsspielen in der ehemaligen DDR mit Fahrer Bruno Daske gibt es eine Vielzahl von Anekdoten zu berichten. Seinerzeit wurden an einem Wochenende (samstags um 16.00 Uhr, sonntags um 11.00 Uhr) jeweils zwei Heim- oder zwei Auswärtsspiele ausgetragen. Beispielsweise Samstag in Aue und Sonntag in Magdeburg, oder Samstag in Frankfurt/Oder und Sonntag in Berlin. In Aue wurde im legendären «Blauen Engel» übernachtet. Und wenn ein junger Motor-Anhänger, der kein Quartier gefunden oder kein Gelds für ein solches hatte, dann abends an der Hotelzimmertür von Werner Hering klopfte, organisierte der in seinem Zimmer eine zusätzliche Übernachtungsmöglichkeit.

Als es zur politischen Wende 1989/90 viele gen westwärts zog, Werner Hering stand dem neu gegründeten ThSV Eisenach mit Tatkraft zur Seite. Er unterstützte als Mannschaftsleiter zunächst Hans-Joachim Ursinus, später den Rumänen Nicolai Nedef und dann Rainer Osmann als Cheftrainer. Mit dem Ende des Automobilwerkes war auch die Arbeitsstelle von Werner Hering weg.
Ein neues berufliches Standbein wurde vorübergehend mit der Übernahme der ThSV-Sportlerklause, gemeinsam mit Wolf-Joachim Schmidtberger, gefunden. Auch nach seiner Mannschaftsleiter-Zeit greift Werner Hering als «Allrounder» dem ThSV Eisenach weiter ehrenamtlich unter die Arme, vom «Bierzapfer» im VIP-Raum bis zum Eintrittskartenverkäufer im Kassenhäuschen.
Auf ihn ist stets Verlass!
Der ThSV Eisenach gratuliert Werner Hering ganz herzlich zum 70. Ehrentag, verbunden mit dem allergrößten Dank für sein Engagement und hofft, auch weiterhin auf dessen Mithilfe als «Allrounder».

Rainer Beichler | | Quelle:

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