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Eintracht siegt trotz Rückstands in Mühlhausen 2:1 (2:1)

Nach vielen Trainingstagen auf Eis und Schnee und einem mühsam erkämpften Sieg auf dem mit Pfützen übersäten Hartplatz an der Katzenaue, durften die Eintrachtmädels endlich wieder auf dem grünen Rasen ran.
Sie mussten zum Tabellenvorletzten nach Mühlhausen, den man aber auf keinen Fall unterschätzen dufte, da sie zuvor schon den einen oder anderen Favoriten mächtig ärgerten. Hinzu kamen Personalsorgen aufgrund einer Krankheitswelle im Eintrachtlager – die Führende der Torschützenliste der Landesklasse, Marijana Busch, sowie die Stammkräfte Clara Stenzel und Sabrina Willner hüteten das Bett. Auch die Zweitplatzierte in der Torschützenliste, Marion Pöhlmann, stand verletzungsbedingt nur für einen Kurzeinsatz zur Verfügung. Jasmin Heß, die bereits gute Ansätze gezeigt hat und durchaus eine feste Größe in Eintrachtteam werden könnte, stand aus privaten Gründen ebenfalls nicht zur Verfügung.

Die „Verbliebenen“ gingen motiviert ins Spiel und waren gewillt, die Ausfälle zu kompensieren. Zunächst taten sie sich jedoch schwer und hatten Mühe Ordnung ins Spiel zu bringen. Symptomatisch für die Anfangsphase war dann auch das Gegentor der Gäste bereits in der 6.Minute. Ein Pressschlag landete unverhofft vor den Füßen der Mühlhäuser Stürmerin Christine Franzi, die schneller reagierte als alle anderen und sich die Chance nicht entgehen ließ.
Drei Minuten später verhinderte Christiane Lautenschläger schlimmeres Unheil nach einem Eckball der Gastgeberinnen. Endgültig wachgerüttelt, verschafften sich die Eisenacherinnen mehr und mehr Luft. Die lauffreudigen Stürmerinnen, Desiree Pohl und Sina Radloff, setzten die gegnerische Abwehr fortan früh unter Druck und provozierten Fehler. Letztgenannte war es dann auch, die sich einen Steilpass von Katharina Berndt erlief, abzog und zum 1:1 ausglich.(17. Min.) Dieses Zusammenspiel gelang im weiteren Verlauf des Spiels noch häufiger. Während die Flanken über rechts von S. Radloff und links von Carolin Werner zunächst keine Abnehmer fanden, war es dann in der 35. Min. so weit. Marion Radloff erkämpfte den Ball und schob ihn weiter zu Mittelfeldpartnerin K. Berndt, die erneut S. Radloff in der Spitze fand. Diesmal wurde sie jedoch regelwidrig an der Strafraumgrenze gestoppt – den fälligen Freistoß versenkte Mannschaftskapitänin K. Berndt im Netz.
Wieder einmal konnten die Eintrachtdamen aufgrund ihrer körperlichen Fitness und ihrer Anstrengungsbereitschaft ein Spiel noch drehen.
In der 40. Min. gelang Abwehrspielerin Mareike Brückmann ein Ballgewinn, den sie gleich zur Vorlage für K. Berndt weiterverarbeitete, diese verzog jedoch und so ging es mit 2:1 in die Halbzeit.
Nach der Pause zeigten sich die Mühlhäuserinnen in einer veränderten Aufstellung; sie wollten noch einmal alles versuchen und zogen ihre junge und technisch versierte Abwehrchefin ins Mittelfeld vor. Zunächst hatten aber weiter die Eintrachtspielerinnen mehr vom Spiel. Nach einer schönen Kombination über C. Werner, K. Berndt und S. Radloff brannte es lichterloh im Strafraum der Gastgeber (54. Min.). Der anschließende Konter stellte jedoch auch die Eintrachtabwehr vor größte Probleme. Abwehrspielerin Jana Hofmeister und das couragierte Eingreifen von Torfrau Ch. Lautenschläger verhinderten den Ausgleich. Die Mühlhäuserinnen schöpften neue Hoffnung, doch zwingende Möglichkeiten blieben Mangelware. Die Eisenacherinnen konnten sich immer wieder befreien und versuchten selbst v.a. über die rechte Achse Annett Burkhardt, Daniela Klein und S. Radloff Gefahr zu erzeugen. Anja Waßmann ließ ihre Gegenspielerin nicht an sich vorbei, machte die linke Seite dicht und fand mehrfach die für die Schlussviertelstunde eingewechselte M. Pöhlmann. Sie konnte durch ihre Ballsicherheit für weitere Entlastung sorgen, sodass es bis zum Schluss beim verdienten 2:1 für die Eintracht blieb.

Aufstellung:
Lautenschläger – Waßmann, Hofmeister, Brückmann, A. Burkhardt, Klein, M. Radloff, Berndt, Werner, Pohl (76.min/Pöhlmann), S. Radloff

Rainer Beichler | | Quelle:

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