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Eintracht unterliegt nur knapp

Bereits nach der ersten Trainingswoche ließ das Trainerduo Frank Walenta/Frank Schlosser den nun größer gewordenen Kader ein weiteres Testspiel unterziehen.
Gegner war Landesligaabsteiger Ilmenau, der zwar einige Spielerinnen verlor, aber in der Südstaffel den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt.
Für einen Neuzugang in der Eintracht-Mannschaft war es ein besonderes Spiel: Marijana Busch spielte bis zum Sommer noch für den SV Germania.
Doch nun spielt sie für ihre neuen Farben und konnte den Kiebitzen zeigen, dass sie ein absoluter Zugewinn für ihre Mannschaft ist. Ihre klugen Pässe in die Spitze und ihre Dribblings waren eine Augenweide und lassen für die neue Saison hoffen.

Die Eintrachtlerinnen waren von Beginn an bestrebt, dem Gegner Paroli zu bieten, auch wenn das Team stark verändert auflief und einige Spielerinnen, die für die Kleinfeldmannschaft vorgesehen sind, engagiert aushalfen. Dies betraf unter anderem die beiden vom EFC Ruhla zur Eintracht gewechselten Desiree Pohl und Nadine Amthor, die auf ungewohntem Großfeld einige gute Aktionen vorweisen konnten.

Nach einer anfänglichen Abtastphase spielten beide Mannschaften nun energischer nach vorn. Während Ilmenau eine Doppelchance zur Führung vergab, als Keeperin Christiane Lautenschläger erst reaktionsschnell den Ball an die Latte lenkte und beim Nachschuss der Pfosten ihr zu Hilfe stand, konnten die Gastgeberinnen durch Marion Pöhlmann und M. Busch klarste Chancen nicht verwerten. Ein Riesenspiel macht aber auch Ilmenaus Torhüterin Tina Heintz, die an diesem Tag überragend aufgelegt war.

So waren es auch die Gäste, die in der 23. Minute ein Missverständnis in der umgestellten Abwehr nutzten und mit 0:1 in Führung gingen. Aber solche Rückstände sind in der letzten Zeit eher Ansporn denn Resignation. Mit viel Elan wurde vor allem über die linke Seite, wo sich SV Suhltal-Neuzugang Carolin Werner bis zu ihrer Verletzung sehr gute Noten verdiente, immer wieder Druck gemacht. Leider haperte es aber noch im Abschluss.
Nach einem nicht geahndeten Foul an Katharina Berndt, die wieder unermüdlich das Spiel ankurbelte, konnte Ilmenau durch einen unhaltbaren Distanzschuss das 0:2 erzielen (34.).
Die Eisenacherinnen steckten aber nicht den Kopf in den Sand und konnten bereits wenige Minuten später durch M. Pöhlmann den Anschlusstreffer bejubeln, als diese hart und platziert abzog und der Ball vom Innenpfosten ins Netz knallte.
Nach der Pause machten die Gastgeberinnen weiter das Spiel. Durch gutes Defensivverhalten wurde den Gästen fast keine Torchance mehr ermöglicht. Hier konnten sich die Außenverteidigerinnen Daniela Klein und Annett Zakrzewski mehrfach auszeichnen. Im Verbund mit Jana Hofmeister konnte die Dreierkette fast alles vom nun von Sarah Schill gehüteten Tor fernhalten. Diese zeigte bei einem Freistoß der Gäste ihr gewachsenes Können, als sie den scharf getretenen Ball reaktionsschnell über die Latte lenkte. Aber auch sie war machtlos, als die Gäste eine erneute Unaufmerksamkeit (war es die große Hitze?) in der Hintermannschaft ausnutzten und völlig frei zum 1:3 (75.) kamen. Höchst ärgerlich für Trainer F. Walenta, da es erst der zweite Schuss aufs Eintrachtgehäuse war.
Die unermüdlich, trotz schwerer Beine der ersten Vorbereitungswoche, weiter spielende Eintracht kam in der 82. Minute durch K. Berndts 25-Meter-Knaller zum erneuten Anschluss. Das hochverdiente Remis sollte aber trotz klarer Chancen nicht mehr gelingen.
Fazit: Der Trainer ist zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung hoch zufrieden mit der Leistung. Trotz des Fehlens von Sina und Marion Radloff, Sabrina Willner (alle Krankheit) und Anja Waßmann (Urlaub) hatte der Trainer eine gute Truppe parat. Es wurde auf Augenhöhe mit den ambitionierten Gästen gespielt, die Neuzugänge konnten sich gut integrieren, einige taktische Feinheiten konnten erprobt werden.
Nun freut sich das Frauenteam auf die Fahrt nach Tschechien (14.-16.08.), wo in Prag an einem internationalen Turnier teilgenommen werden soll.

Eintracht: Lautenschläger (46. Schill) – Zakrzewski, Brückmann (46. Keßler), Hofmeister, Klein – Pohl, Busch, Berndt, Werner (46. Amthor) – Pöhlmann, Erdmann (70. Lautenschläger)

Rainer Beichler | | Quelle:

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