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Eintrachtmädels stehen 45 Minuten komplett neben sich

Mit dem Ziel Punkte einzufahren, ging es am Wochenende nach Schlotheim. Doch der Plan der Eintrachtmädels wurde schon in der zweiten Minute jäh durchkreuzt.
Die Gastgeber aus Schlotheim gingen aggressiv zu Werke und machten von Anfang an Druck. Die Eisenacherinnen noch nicht richtig auf dem Platz, konnten den ersten Schussversuch nicht unterbinden und auch Torfrau Christiane Lautenschläger erwischte nicht ihren besten Tag und musste den Ball bereits nach zwei Minuten aus dem Netz holen.
Der Schock saß tief, die Gäste liefen fortan ständig hinterher, gewannen kaum einen Zweikampf. Trotz ihrer Überlegenheit konnten sich die Gastgeberinnen jedoch keine zwingenden Tormöglichkeiten erarbeiten. Erst unter kräftiger Mithilfe der Eisenacher Torfrau konnten sie das 2:0 erzielen (27. Min.).
Die Eintrachtmädels, weit weg von ihrer guten Form aus vorangegangenen Spielen, versuchten sich ins Spiel zu kämpfen. Marijana Busch und Sina Radloff nach schönem Pass von Caroline Werner hatten erste gute Möglichkeiten, doch bis zum Halbzeitpfiff lief insgesamt wenig zusammen.

In den zweiten 45 Minuten sollte sich einiges ändern. Trainer Frank Walenta versuchte seine Mädels endlich wachzurütteln und nahm zudem einige Umstellungen vor. So rückte Sarah Schill ins Tor – nach zwei erfolgreichen „zu-null“ Spielen in der Kleinfeldmannschaft, bekam sie nun auch im großen Tor ihre Bewährungschance und machte ihre Sache gut.
In der 48. min tauchten die Wartburgstädterinnen dann auch schon gefährlich vor dem Gästekasten auf. Marijana Busch ließ einige Gegenspielerinnen stehen, blieb dann aber doch kurz vor dem Tor hängen. Fünf Minuten später tauchte sie erneut im Strafraum auf und wurde unfair am Abschluss gehindert. Doch statt eines Elfmeters gab es nur eine gelbe Karte gegen sie aufgrund der lautstarken Proteste.
In der 55. Min. kam die junge Desiree Pohl ins Spiel und sorgte für neue Belebung auf der rechten Seite. Die Eintrachtmädels setzten sich in der Hälfte der Gastgeberinnen fest und kamen in der 59. Min. durch Sina Radloff zu einer weiteren guten Möglichkeit, welche die SSV-Keeperin jedoch glänzend vereitelte und gleichzeitig den Gegenangriff einleitete. Die Eisenacherinnen waren aufgrund des Rückstands nahezu komplett aufgerückt, sodass die Schlotheimer Stürmerin allein auf S. Schill zulief, diese kam jedoch gut heraus, verkürzte den Winkel erfolgreich und erhielt die Minimalchance auf Punkte.

Es stand weiterhin 2:0 und Trainer Frank Walenta brachte mit Clara Stenzel eine weitere Nachwuchsspielerin, die durch ihre Schnelligkeit für neuen Schwung sorgte. Ihr gelang es mehrfach zur Grundlinie durchzubrechen und den Ball gefährlich in den Strafraum zu bringen, doch ein Tor sollte nicht herausspringen. So rannte den Eisenacherinnen allmählich die Zeit davon.
In der 80. Min. war es Katharina Berndt, die mit einem Freistoß die Gästekeeperin ins Schwitzen brachte, letztendlich brachte sie den Ball aber knapp vor der Torlinie im Nachfassen unter Kontrolle. In der 82. Min. war es dann aber doch so weit. Ein langer Ball von K. Berndt über die Schlotheimer Abwehr hinweg, verwertete Marijana Busch zum Anschlusstreffer.
Die letzten Minuten ging es dann ausschließlich in eine Richtung. Nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer, lenkte Sina Radloff eine Pohl-Hereingabe per Hacke an den Pfosten. Annett Burkhardt zog wiederum nur eine 1 Minute später von der Strafraumgrenze ab, doch eine Abwehrspielerin warf sich mutig in den Schuss und verhinderte so den Ausgleich. Dieser wollte auch in den Schlussminuten nicht mehr fallen – die drei Punkte blieben in Schlotheim. Dies haben sich die Eintrachtmädels aufgrund der schwachen und leidenschaftslosen ersten Hälfte jedoch selbst zuzuschreiben. Wollen sie im ersten Heimspiel am nächsten Wochenende punkten, muss von Beginn an aggressiver und entschlossener agiert werden.
Eintracht: Lautenschläger (46. Min. Schill) – Klein, Willner, Brückmann, Hofmeister (34. Min. A. Burkhardt) – Heß (55. Min. Pohl), Berndt, M. Radloff, Werner (72. Min. Stenzel) – S. Radloff, Busch

Rainer Beichler | | Quelle:

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