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Erfolg für Kickerinnen von Eintracht Eisenach

Glücklich lagen die Gastgeberinnen am Sonntagnachmittag ihrem Trainer sprichwörtlich zu Füßen, nachdem sie 90 Minuten seine Anweisungen konsequent umgesetzt und ein tolles Spiel abgeliefert hatten.
Von der ersten Minute an, gingen die Eisenacherinnen couragiert zu Werke und wollten sofort klar machen, dass sie an diesem Tag keine Geschenke zu verteilen hatten.
Die laufstarke Annett Zakrzewski marschierte in der Anfangsphase mehrfach die rechte Seitenlinie entlang in Richtung gegnerisches Tor und sorgte so für Verwirrung in der Gästeabwehr. Sie war es auch, die in der 9. Minute in Strafraumnähe unsanft von den Beinen geholt wurde – den anschließenden Freistoß aus halblinker Position versenkte Marion Pöhlmann unhaltbar im langen Eck zum umjubelten 1:0.
In der 16. Minute hatte diese auch das 2:0 auf dem Fuß – nachdem Sina Radloff zuvor fast 40 Meter gesprintet und ein halbes Dutzend Gegenspielerinnen stehen gelassen hatte, um den Ball scharf in den Strafraum zu bringen – verfehlte das Tor jedoch knapp.
Fortan neutralisierten sich beide Mannschaften und Großchancen blieben bis zur 35. Minute aus, als erneut M. Pöhlmann die Keeperin der Gäste zu einer Glanzparade zwang. Die Angriffsversuche der Damen aus Stadtilm wurden spätestens durch Jana Hofmeister und Mareike Brückmann im Abwehrzentrum kompromisslos geklärt; sie ließen ihren quirligen Gegenspielerinnen kaum Raum zur Entfaltung.
So ging es mit 1:0 in die Halbzeit.
Die Eintrachtmädels nutzten die 10-mintütige Verschnaufpause, um anschließend wieder den Offensivdruck zu erhöhen. Dank ihrer hohen Lauf- und Einsatzbereitschaft, konnten sie sich mehrere Chancen erarbeiten. In der 55. Minute war es die stark spielende Sina Radloff, die nur knapp an der Torfrau scheiterte. Doch nur eine Minute später war sie im gleichen Duell die Siegerin und nutze die Verwirrung im Gästestrafraum, um den Ball ins Tor zu befördern. Das 2:0 sorgte für zusätzliche Sicherheit und beflügelte. Wiederum nur zwei Minuten später, zog Marion Pöhlmann von der Strafraumgrenze ab und forderte die Gästekeeperin. In der 64. Minute gab es dann erneut Grund zum Jubeln, nachdem Sina Radloff zum zweiten Mal erfolgreich gewesen war. Alleine auf die Torhüterin zulaufend, schob sie denn Ball abgeklärt ins lange Eck.
Der Tatendrang der Eintrachtmädels konnte auch durch den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 3:1 in der 66. Minute nicht gestoppt werden, als es unhaltbar, für die ansonsten sehr abgeklärt spielende und Sicherheit ausstrahlende Torfrau Christiane Lautenschläger, einschlug.
Unbeeindruckt spielten sie weiter nach vorn. Auch die beiden Außenverteidigerinnen Anja Waßmann und die erst 14-jährige Clara Stenzel, die ihre Sache für die erkrankte Daniela Klein hervorragend machte, schalteten sich immer wieder vorne mit ein. Es sollte kein Zweifel am ersten Heimsieg des Jahres mehr aufkommen.
Die endgültige Entscheidung fiel in der 75. Minute. Katharina Berndt konnte sich auf der linken Seite durchsetzen, in den Strafraum eindringen und den Ball für Julia Kessler auflegen, die konsequent abschloss und den 4:1-Endstand markierte. In den letzten Minuten der Partie konnten auch die eingewechselten U-16-Nachwuchsspielerinnen Sarah Schill, Anna Erdmann und Sina Leischner ihre Fähigkeiten zeigen und für Entlastung sorgen, in einem von den Eintrachtmädels mit hohem Laufpensum geführten Spiel.
Trainer Frank Walenta war sichtlich erleichtert und freute sich mit seinen Spielerinnen, denen es an diesem Tag gelungen war, ihre Angriffsbemühungen auch in Tore und Punkte umzumünzen. Mit der gezeigten Leistung haben die Eintrachtmädels unter Beweis gestellt, dass sie durchaus in der Landesklasse bestehen können.

Eintracht: Lautenschläger – Hofmeister, Stenzel, Brückmann, Waßmann – M. Radloff, Berndt, S. Radloff (87. Leischner), A. Zakrzewski – Keßler (82. Erdmann), Pöhlmann (78. Schill)

Rainer Beichler | | Quelle:

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